Fußball

18.02.2014

Große Namen, junge Talente

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Um bei den U17–Junioren mitzuspielen, ist Erik Thommy mit 19 Jahren inzwischen zu alt. Aber seine Laufbahn zeigt, dass erfolgreiche FCA-Nachwuchsspieler es bis in die Bundesliga schaffen können.
Bild: Fred Schöllhorn

Die besten U17-Junioren spielen in Aichach um die bayerische Hallenkrone. Unter anderem sind auch der FC Augsburg und die Löwen dabei. Ein bekannter Verein fehlt allerdings

Aichach-Friedberg Die Namen der Mannschaften stehen für den großen Fußball: TSV 1860 München, FC Augsburg und 1. FC Nürnberg. Am Sonntag, 23. Februar, treten die Teams in der Aichacher Vierfachturnhalle gegeneinander an. Allerdings handelt es sich nicht um die erwachsenen Profis, sondern die U17-Junioren. Beim Eon-Cup spielen die besten bayerischen Mannschaften um die Hallenkrone. Neben den fünf Topteams aus der Junioren-Bundesliga sind alle sieben Bezirksmeister vertreten.

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Um kräftig die Werbetrommel zu rühren, hat der Bayerische Fußballverband (BFV) im Landratsamt Aichach-Friedberg eine professionelle Gruppenauslosung inszeniert. Das Prozedere ist bekannt: In einer großen Plexiglaskugel rollten mehrere kleinere Bälle umher, die in ihrem Inneren ein Vereinsemblem enthalten. Als Glücksfeen dienten Landrat Christian Knauer, BFV-Bezirksjugendleiter Fritz Glück und Franz Gutmann vom Hauptsponsor, dem Energiekonzern Eon.

Knauer sagte: „Für den Landkreis ist das ein Ereignis, auf das wir stolz sind.“ Im Fußball gehe ohne Sponsoren „gar nichts mehr“. Daher bedankte sich der Landrat für die finanzielle Unterstützung des Energiekonzerns. Knauer betonte, dass er als Schirmherr neutral sei. Dennoch ließ er seine Bewunderung für den FC Augsburg anklingen, der inzwischen im Landkreis sehr beliebt sei. „Ich habe nichts dagegen, wenn der Verein ganz vorne mitspielt.“

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Thomas Müther vom BFV sagte, dass der Verband sich bemüht habe, ein gut gemischtes Teilnehmerfeld zusammenzustellen. Gerade für die Bezirksmeister wie die DJK SB Rosenheim und den SK Lauf sei es „eine tolle Sache“ dabei zu sein (siehe Infokasten). Das Turnier werde nach Futsal-Regeln ausgetragen – also ohne Bande, auf Handballtore und mit einem sprungreduzierten Ball. „Wir haben damit unter anderem bei den bayerischen Meisterschaften gute Erfahrungen gemacht“, sagte Müther.

Auch BFV-Bezirksjugendleiter Glück sprach sich für das im Landkreis umstrittene Regelwerk aus. „Die Jugendlichen kommen damit bei den bisherigen Turnieren sehr gut zurecht“, sagte er. Auf die Frage, warum der FC-Bayern-Nachwuchs beim Cup am Sonntag nicht vertreten sei, antwortete er: „Der Verein spielt in der Halle grundsätzlich nicht mit.“ Dann fügte er hinzu: „Es ist schade, aber wir können die Vereinsführung nicht beeinflussen.“ Das Teilnehmerfeld sei auch ohne den FCB beeindruckend. Er rechnet mit etwa 500 bis 600 Zuschauern, die die Spiele verfolgen werden. Mit etwa 40 ehrenamtlichen Helfern kümmert sich Franz Schmidt von der Schiedsrichtergruppe Ostschwaben um die Organisation des Hallen-Cups. Er lobte den Einsatz seiner Mitstreiter und sagte im Hinblick auf den Cup: „Wenn man diese klangvollen Namen hier hat, dann kann man sich nur beglückwünschen.“ Zudem bedankte er sich bei den Mitarbeitern des Landratsamtes für die Unterstützung.

Revanche für die Niederlage beim Derby

Im vergangenen Jahr hatte Augsburg das Finale mit 2:3 gegen Greuther Fürth verloren. Nach der Gruppenauslosung im Landratsamt freute sich FCA-Manager Manfred Paula, dass sein Verein im Finale auf Nürnberg treffen könnte. Im Bayern-Derby am Wochenende unterlagen die Schwaben den Franken. „Da könnten wir uns für die Derby-Niederlage der Profis revanchieren.“ Für den gebürtigen Aichacher ist der Cup am Wochenende eine Art Heimspiel, wie er sagt. Schließlich habe er früher selbst das Deutschherren-Gymnasium besucht.

Viele der Spieler, die am Sonntag antreten, hätten das Potenzial, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Das zeige zum Beispiel der Einsatz von Erik Thommy am Wochenende. Der FCA-Nachwuchsspieler überzeugte gegen Nürnberg und hätte fast den Ausgleich erzielt. Beim Hallencup der U17-Junioren setzten sich in den vergangenen Jahren meist die jungen Löwen durch. Paula betonte aber, dass der FCA im Jugendbereich aufgeholt habe.

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