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Fußball-Landesliga

23.05.2015

Großer Abschied aus Affing

Nach fünf Jahren hört auch Alexander Thiel in Affing auf. Ihn zieht es zum SC Oberweikertshofen.
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Nach fünf Jahren hört auch Alexander Thiel in Affing auf. Ihn zieht es zum SC Oberweikertshofen.
Bild: Peter Appel, Archiv

Der Abstieg steht fest und zahlreiche Spieler haben bereits einen neuen Verein gefunden. Auch die Interimstrainer gehen. Im Vorstand herrscht dennoch Zuversicht.

Das vorläufig letzte Spiel für den FC Affing in der Fußball-Landesliga steht am Samstag an. Das Team empfängt zu Hause den SV Planegg-Krailling (Anstoß 14 Uhr). Währenddessen hat der Zweite Vorsitzende Michael Bichlmeier zusammen mit anderen Mitgliedern des Vorstands die Aufgabe übernommen, eine Mannschaft für die kommende Saison in der Bezirksliga zusammenzustellen. Fest steht, dass zahlreiche Spieler die erste Mannschaft verlassen. Marius Kefer, Maximilian Merwald und Alexander Thiel wechseln zum Landesligisten SC Oberweikertshofen. Das Team wird in der kommenden Saison von Stefan Tutschka trainiert, der lange Zeit in Affing im Einsatz war. Benjamin Woltmann wird in Zukunft für den TSV Schwaben Augsburg auflaufen und Michal Korenik für den TSV Gersthofen. Laut Bichlmeier ist nicht klar, ob Dominic Wünsch und Patrick Stoll in Affing bleiben. „Das steht noch in den Sternen.“ Im Grunde gibt es wohl nur von vier Spielern eine feste Zusage. Marco Lechner, Angelo Jakob, Manuel Steinherr und Florian Süß werden auch in der kommenden Saison in Affing die Fußballschuhe schnüren.

Bichlmeier klingt dennoch optimistisch. „Wir sind auf der Suche und ständig in Gesprächen“, sagt er und fügt hinzu: „Es schaut ganz gut aus.“ Noch sei aber nichts spruchreif. Was die Suche noch erschwert, ist wohl, dass der Verein nicht nur zahlreiche neue Spieler braucht, sondern auch einen Trainer und Fußballchef. Die Neubesetzung der letzten Position hat jetzt aber für Bichlmeier keine Priorität, wie er sagt. Zunächst sei es wichtiger „eine taugliche Mannschaft“ zusammenzustellen.

Derweil haben Woltmann und Thiel in dieser Woche zum letzten Mal das Training geleitet. Wie berichtet, hatten sie nach dem Rücktritt von Fußballchef Robert Lindermeier und Interimstrainer Enzo Sarcone die Führung des Teams für die letzten zwei Partien der Saison übernommen. Der 24-jährige Thiel klingt wehmütig, wenn er erklärt, warum er den Verein nach fünf Jahren verlässt. „Es war eine schöne Zeit“, betont er. Er möge die Leute, die für den FC Affing im Einsatz sind und der Verein habe seinen Spielern stets ein gutes Umfeld geboten. Er sagt aber auch: „Es ist schade, dass in den letzten zwei Jahren so viel kaputtgegangen ist.“ Die ständigen Wechsel sowohl in der Abteilungsleitung als auch im Trainerbereich hätten sich negativ auf das Team ausgewirkt. Nun steht Affing vor dem zweiten Abstieg in Folge.

Thiel wolle in Oberweikertshofen einen Neustart wagen. Dass sein ehemaliger Trainer Tutschka in der kommenden Saison dort das Team leitet, habe ihm die Entscheidung erleichtert. „Ich kenne den Stefan als Trainer gut“, sagt der 24-Jährige. Zudem ziehe er einen Verein in dörflicher Umgebung einem aus der Stadt vor. „Mir gefällt es draußen auf dem Land sehr gut. Meist ist dort der Zusammenhalt besser“, sagt der Augsburger.

Affing will Planegg-Krailling keine Punkte schenken

Vor dem letzten Spiel habe er dem Affinger Team im Training vor allem eine Botschaft mitgegeben: „Einfach Spaß haben.“ Das heißt aber nicht, dass Affing dem Gegner drei Punkte schenken will. Der SV Planegg-Krailling braucht einen Sieg, um sicherzugehen, nicht auf einem Abstiegsrelegationsplatz zu landen. „Wir wollen uns ja nicht vorwerfen lassen, Wettbewerbsverzerrung wie die Bayern zu betreiben“, sagt Thiel im Hinblick auf die Fußball-Bundesliga und schmunzelt. Dass Affing durchaus noch gefährlich werden kann, hat die Mannschaft am vergangenen Wochenende bewiesen. Nach mehreren Niederlagen schlug sie unverhofft den SV Egg an der Günz mit 2:0.

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