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Fußball-Landesliga II

11.05.2015

Gut ist nur der Klassenerhalt

Wie lange dauert’s noch? Roland Bahl, Trainer des TSV Aindling, war mit dem Spiel seiner Mannschaft in Oberweikertshofen alles andere als zufrieden.
Bild: Reini Rummel

Der TSV Aindling verliert in Oberweikertshofen mit 0:2 und liefert eine grottenschlechte Leistung ab. Das Team profitiert aber von den Niederlagen der Konkurrenten

Das Zittern hat ein Ende. Weil Planegg-Krailling, Ottobeuren und Dinkelsbühl am Samstag leer ausgingen, hat der TSV Aindling den Erhalt der Fußball-Landesliga gesichert. Die Nachricht erhielt die Mannschaft eine Stunde nach der 0:2-Niederlage in Oberweikertshofen (Egenhofen).

Nun könnte man sagen: Ende gut, alles gut. In diesem Fall muss dem alten Wort ganz entschieden widersprochen werden. Gut war aus Aindlinger Sicht nur die Tatsache, dass ihnen die Konkurrenten im Abstiegskampf in die Karten spielten. Ansonsten muss man sagen: Die Fans, die in diesen Wochen die Auswärtsspiele sehen, brauchen ein recht dickes Fell. Hohe Ansprüche dürfen sie nicht stellen, egal ob bei den Auftritten in Planegg-Krailling, Fürstenfeldbruck, Ottobeuren oder nun in Oberweikertshofen. Von einem Aufwärtstrend kann da keine Rede sein. Trainer Roland Bahl war nach der Partie jedenfalls bedient (siehe „Das sagen die Trainer“).

Florian Hönisch, früher in Diensten des TSV Aindling, ist zwar in die Jahre gekommen. Doch der Spielertrainer des SCO, der sich in Richtung Erdweg verabschieden wird, war mit seinen 35 Lenzen immer noch bester Mann am Platz. Das spricht für diesen Oldie und stellt gleichzeitig eine heftige Rüge für die TSV-Kicker dar. Die Klasse von Hönisch zeigte sich etwa bei den zwei Toren. In der sechsten Minute flankte er von links, innen kam Fabian Friedl unbedrängt zum Kopfball. Solche Szenen führten in letzter Zeit schon wiederholt zu Gegentoren. Kurz nach der Pause legte Hönisch, der nach wie vor über ein gutes Auge für den finalen Pass verfügt, erneut für Friedl vor, der diesmal mit einem Schuss ins lange Eck erfolgreich war.

Aindling blieb nicht nur ohne Treffer, sondern auch ohne echte Torchance. Das sagt schon sehr viel darüber aus, wie sich das Team präsentierte. Die Oberbayern spielten klar den besseren Fußball und waren im entscheidenden Moment auch schneller. Der TSV aber trat wie ein Absteiger auf und läuft in dieser Verfassung Gefahr, keinen Zähler mehr zu holen. Das Team des SC wirkte zudem aggressiver. Kurz vor dem Ende der Partie sah Michael Hildmann Gelb. Nicht nur Fans der Hausherren hatten hier mit Rot gerechnet.

In der ersten Halbzeit kam Schiedsrichter Jürgen Urmann zweimal zur Aindlinger Bank. Nicht etwa, um deren Verhalten zu tadeln. Nein, der Neutrale brauchte Hilfe angesichts seiner muskulären Probleme in der linken Wade, die Angelika Groß zu lindern versuchte. In der Pause warf Urmann dann das Handtuch. Seinen Part übernahm danach Philipp Ettenreich. Martin Kübelsbeck, eigentlich als Beobachter des Schiri-Trios im Landkreis Fürstenfeldbruck im Einsatz, nahm nun an der Seitenlinie Platz. Die vier lösten ihre Aufgaben klaglos, was man von den Aindlingern nicht sagen konnte. Dass sie eine Reihe von Stammspielern zu ersetzen hatten, entschuldigt ihre ausgesprochen mäßige Leistung nur zum Teil. (jeb)

SC Oberweikertshofen Hellmann, Feicht, Tremmel, Schuff, Apolinario, Teschke, Hönisch, Imsak (77. Schnellberger), Greif, Maric (72. Heiß), Friedl (84. Papadopoulos).

TSV Aindling Thum, Huber, Klar, Hildmann, Raber, Völker, Adldinger (62. Wiedholz), Putz (72. Bergmair), Deppner, Cosar (62. Körner), Lammer.

Tore 1:0 Friedl (6.), 2:0 Friedl (52.) – Schiedsrichter Urmann (SV Kicklingen-Fristlingen, zweite Halbzeit Ettenreich/VfL Zusamaltheim) – Zuschauer 140.

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