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Fußball-Nachlese

11.11.2019

Hollenbach jubelt, keine Krise in Adelzhausen

Jubel beim TSV Hollenbach nach dem 2:0-Erfolg im Derby gegen den BC Adelzhausen. Durch den Dreier kletterte die Elf aus dem Krebsbachtal auf Rang fünf. Der BCA dagegen rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz ab.
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Jubel beim TSV Hollenbach nach dem 2:0-Erfolg im Derby gegen den BC Adelzhausen. Durch den Dreier kletterte die Elf aus dem Krebsbachtal auf Rang fünf. Der BCA dagegen rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz ab.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Plus Trotz der vielen Rückschläge herrscht beim BC Adelzhausen keine Krisenstimmung. Sebastian Putz lobt einen Stürmer. Wann ist Hollenbachs Coach wieder fit?

Wann dürfen Fußballer in den Urlaub fahren? Am besten in der Zeit, in der keine Spiele anstehen. Doch seit Jahren ist es üblich geworden, dass immer mehr Kicker einen anderen Weg beschreiten. Sie legen im laufenden Spielbetrieb eine Verschnaufpause ein.

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Beim BC Adelzhausen galt es am Sonntag, gleich ein Quartett zu ersetzen, mal ganz abgesehen davon, dass auch noch Verletzte fehlten. Die 0:2-Niederlage in Hollenbach sollte man nicht allein an diesen Personalien festmachen, doch förderlich für das Leistungsvermögen war das gewiss nicht.

Die Trainer des BCA waren darauf bedacht, das Thema Urlauber nicht in den Vordergrund zu schieben. Von ihnen kam jedenfalls kein kritisches Wort in Richtung der Fußballer, die den Sonntag wohl bei angenehmeren Temperaturen erlebten als die Sportler im Krebsbachtal. Dort kamen Andreas Schmid und Krispin Kistler zu ihrem Bezirksligadebüt in der Saison 2019/20. Wolfgang Klar, der Co-Trainer, hat nun seine Sperre abgesessen. Dass er vor einigen Wochen in Ecknach den dortigen Spielertrainer Daniel Framberger unfair bremste, will er gar nicht bestreiten. Dass es dafür aber eine Zwangspause von zwei Wochen gab, das störte ihn, wenngleich es anderen Spielern da nicht besser ergeht. „Es muss der erste Stein fallen“, sagte Klar mit Blick auf die restlichen Partien, die vor der Winterpause noch anstehen: „Da ist es egal, gegen wen man spielt.“

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Entscheidende Szene: Affings Patric Palatin grätscht Nördlingens Mario Taglieber um. Die Folgen: Notbremse und Rot.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Comeback? Hollenbachs Adrianowytsch hat keine Eile

Zum nächsten Gegner, den SC Bubesheim, weiß er so viel zu sagen: „Seit ich in Adelzhausen bin, haben wir gegen die immer gut ausgesehen.“ Zur Stimmung am Römerweg meinte der Ex-Aindlinger: „Wir halten zusammen, wir haben nach wie vor den Rückhalt von den Offiziellen.“ Erfahrungen im Tabellenkeller hat man in der vergangenen Runde ausreichend gesammelt.

Johannes Putz, der Cheftrainer am Römerweg, erwähnte einen jungen Mann, der ihm besonders gut gefallen hat: Paul Ottilinger, 18 Jahre alt: „Wie sich der reinhaut, aber er hat auch viel Pech.“ Gleich zu Beginn verpasste der Stürmer das 0:1 und gegen Ende zu traf er mit einem Kopfball den rechten Pfosten. Solche Fußballer könnten die Zukunft dieser Mannschaft werden, egal welcher Liga sie künftig angehört.

Christian Adrianowytsch hat in dieser Runde auch schon ausgiebige Erfahrungen gesammelt, wie es ist, wenn man auf seinen Kader nur eingeschränkt zurückgreifen kann. Dennoch schlägt sich das Hollenbacher Team mehr als ordentlich. Und wann wird der Spielertrainer selbst wieder auf dem Rasen in kurzer Hose zu sehen sein? Im Idealfall zum Start der Frühjahrsrunde Ende März. Doch er sieht keinerlei Veranlassung, hier aufs Tempo zu drücken. Sich von einem Kreuzbandriss zu erholen, das dauert eben seine Zeit. Und außerdem steht seine Truppe, wie er anmerkt, mit 28 Punkten weit, weit vor den Kontrahenten, die um den Erhalt der Klasse bangen müssen. „Jetzt haben wir noch zwei schöne Spiele“, meint Adrianowytsch: in Aindling und danach zuhause gegen Wertingen.

Wenn die Zuschauer sich unter Zipfelmützen verstecken müssen, dann wird es Zeit, dass die Winterpause kommt. Die Aussage trifft sicher auf den TSV Aindling (0:0 in Günzburg) und den FC Affing (0:2 in Nördlingen) zu. Beide Mannschaften kommen nicht so recht auf die Beine. Frust war auch in Ecknach angesagt, wo man nach einer 2:0-Führung gegen Wertingen mit einem Remis vorlieb nehmen musste.

Angelo Jakob erzielte in Gersthofen den Hollenbacher Siegtreffer.
Bild: Merk

Fußball-Nachlese: Tops & Flops des Spieltags

Spieler des Spieltags Das ist in dieser Woche der Hollenbacher Angelo Jakob. Der Kapitän ist im Krebsbachtal für die Standards zuständig. Schlägt Jakob den Ball, wird es meist gefährlich vor dem gegnerischen Tor. So auch am Sonntag beim 2:0-Erfolg der Hollenbacher über den Lokalrivalen Adelzhausen. Einen Sturmlauf der Gastgeber gab es zwar nicht, dafür kam die Elf von Trainer Christian Adrianowytsch zu zwei Treffern nach Standards. Beide Tore bereitete Angelo Jakob vor. Der 24-Jährige war zusätzlich im Mittelfeld einer der Dreh- und Angelpunkte des Hollenbacher Spiels.

Pechvogel des Spieltags Das ist in dieser Woche Affings Patric Palatin. Der Innenverteidiger kam bei der 0:2-Niederlage des FCA beim TSV Nördlingen gegen Gegenspieler Mario Taglieber zu spät. Palatin traf anstatt des Balles, den Gegner. Da der 26-Jährige zu diesem Zeitpunkt letzter Mann war, kassierte er für die Notbremse die Rote Karte. Zu diesem Zeitpunkt drängte Affing auf den Ausgleich. In Unterzahl kassierte die Elf von der Frechholzhauser Straße den zweiten Gegentreffer und die nächste Pleite. Palatin wird wohl eine Sperre bekommen und in diesem Jahr nicht mehr auflaufen dürfen. Das macht die ohnehin angespannte Personalsituation beim FCA nicht besser.

Kuriosität des Spieltags Kreisklassen-Schlusslicht DJK Stotzard ist wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Bei der 1:3-Niederlage in Wulfertshausen geriet die DJK kurios in Rückstand. Beim Elfmeter rutschte SVW-Spieler Sebastian Schmieder aus und schoss sich selbst am Schienbein an. Der Ball fand dennoch den Weg ins Stotzarder Tor und leitet die Niederlage ein.

Torjäger des Spieltages Die Torjäger haben in dieser Woche mal wieder zugeschlagen. Gleich zwei Spieler erzielten drei Treffer: Mersad Fakic vom TSV Pöttmes II sowie Klingens Abteilungsleiter Andreas Jäger. Zwei Mal trafen Simon Fischer (TSV Pöttmes), Luis Hertl (SV Echsheim), Moritz Aidelsburger (WF Klingen), Thomas Nöbel (FC Gundelsdorf), Christoph Kratzenberger sowie Kevin List (beide SG Mauerbach), Baran Celep (FC Igenhausen) und Arsim Kadiroli (SC Oberbernbach).

Serien Weiterhin unbeschadet marschiert der FC Pipinsried durch die Bayernliga Süd. Der FCP blieb auch im Derby beim TSV Dachau ungeschlagen. Der 4:1-Erfolg war bereits der 16. Sieg im 19. Spiel. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten beträgt mittlerweile 13 Punkte. Weiterhin sieglos ist das Schlusslicht der Kreisklasse Aichach, die DJK Stotzard, die auch in Überzahl beim SV Wulfertshausen mit 1:3 unterlag. Seit sieben Spielen wartet Bezirksligist FC Affing auf einen Sieg. Die Reserve in der Kreisklasse ist seit sechs Spielen sieglos.

Zuschauermagneten Am besten besucht war das Derby zwischen dem TSV Dachau und dem FC Pipinsried mit rund 450 Zuschauern. 330 waren es beim Heimsieg des TSV Rain gegen Burghausen. Runde 200 Zuschauer kamen zum Bezirksliga-Derby zwischen Hollenbach und Adelzhausen.

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