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Schießen-Bezirksoberliga

15.10.2019

Im Derby entscheiden die Nerven

Einen spannenden ersten Wettkampf lieferten sich die Lokalrivalen Almenrausch Willprechtszell und Gemütlichkeit Todtenweis.
Bild: Christian Berger

Willprechtszell schlägt Todtenweis knapp. Rehling verliert um zwei Ringe

Zum Auftakt des Rundenwettkampfes in der Bezirksoberliga Nord-West kam es gleich zum Duell Absteiger gegen Aufsteiger. Auch der Vorjahreszweite Alpenrose Rehling startete. Die Gallenbacher Jagdlustschützen eröffneten die Runde bereits vor einer Woche mit einer klaren Niederlage in Mering.

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Ein Raunen ging durch die Schießanlage in Axtbrunn, als im vorletzten Schuss die Entscheidung im Derby fiel. Todtenweis’ Neuzugang Andreas Sauer erzielte im vorletzten Schuss nur eine Neun und musste sich so dem Willprechtszeller Michael Braunmüller mit 381:383 geschlagen geben. Es war das entscheidende Duell, wodurch die Gastgeber einen 3:1-Erfolg zum Auftakt feiern konnten. Braunmüller und Sauer lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, ständig wechselte die Führung. Da beide auch noch gleich schnell schossen, konnte das Publikum (rund 50 Zuschauer waren gekommen) entsprechend mitfiebern. Vor den letzten zehn Schüssen lag Braunmüller komfortabel in Front, doch Sauer baute mit sechs Zehnern Druck auf und glich nochmals aus, ehe Braunmüller im Endspurt die besseren Nerven hatte. An Position eins standen sich die beiden Vorjahresbesten Wolfgang Fritz (Willprechtszell) und Tobias Baumeister (Todtenweis) gegenüber. Für den Almenrausch-Mannschaftsführer ein besonderes Duell, denn Fritz ging früher für Gemütlichkeit an den Schießstand und tritt mit der Armbrust noch heute für die Todtenweiser an. Allerdings fand Fritz ausgerechnet in diesem Wettkampf nicht zu seiner gewohnten Form. So hatte er gegen Tobias Baumeister am Ende keine Chance (366:384). An Position zwei ging es zwischen Anna Birkmeir und Tobias Kein deutlich enger zu. Birkmeir übernahm nach der zweiten Serie die Führung und gab sie durch konstante Leistungen nicht mehr ab. Am Ende hatte die erfahrene Schützin zwei Ringe Vorsprung (385:383). Thomas Braunmüller fuhr gegen Alexander Hörmann den dritten Punkt ein. Er startete mal mit einer 98er-Serie und siegte mit 382:373 deutlich. (AN)

Es hätte nicht schlechter laufen können für die Rehlinger Alpenrose- Schützen, die zum Auftakt gegen Germania Prittlbach III eine knappe 1:2 Heimniederlage einstecken mussten. Der direkte Vergleich endete zwar mit einem 2:2, doch Prittlbach hatte in der Summe zwei Ringe mehr und ging damit als Gesamtsieger von den Schießständen.

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Nicht nur die junge Mannschaft war frustriert, sondern auch Sportleiter Martin Schapfl: „Einige von denen schießen dieses Ergebnis bestimmt die ganze Runde nicht mehr“, konstatierte Schapfl in Anbetracht der starken Leistungen der Gastmannschaft. Auf Position hatte es Rehlings Carolin Limmer mit Michael Jelinek zu tun, und bis zur vierten Serie führte die Rehlingerin mit einem Ring und brachte auch in der vierten Serie mit 97 Ringen ein Top-Ergebnis. Ihr Gegner hatte aber einen Lauf und schaffte eine 99er-Serie und damit den 386:385-Erfolg.

Auf Rang zwei standen sich Pia Schapfl und Cornelia Wittmann gegenüber. Die Rehlingerin legte gleich 99 Ringe vor, schwächelte dann aber mit 93, dann stabilisierte sie ihre Serien wieder und hatte mit 384 drei Ringe mehr als ihre Kontrahentin. Die 16-jährige Luisa Schopf, die zusammen mit Melanie Schapfl nun fester Bestandteil der ersten Mannschaft ist, musste sich Roland Scholz geschlagen geben. Der zeigte mit 379 Ringen eine starke Leistung. Die 375 Ringe von Schopf waren zu wenig.

Auf Position zwischen der ebenfalls erst 16-jährigen Melanie Schapfl und Michael Zimmermann blieb es bis zum letzten Schuss spannend, es ging sogar in die Verlängerung. Während sich die Schapfl Serie um Serie steigerte, vermasselte der Prittlbacher den Sieg mit der letzten Serie – lediglich 91 Ringe gelangen Zimmermann, wodurch es vor es mit 372:372 ins Stechen ging. Schapfl behielt die Nerven und legte eine Zehn vor, ihr Gegenüber traf nur eine Neun und somit ging dieser Einzelsieg an Rehling zum 2:2 Endstand. Nachdem Prittlbach mit 1518 Ringen gegenüber 1516 Ringe aber das bessere Gesamtergebnis hatte, nahmen die Gäste einen 2:1-Sieg mit nach Hause. (at)

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