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Handball-Landesliga

13.11.2017

In die Schranken gewiesen

Ramona Bscheider (Mitte) und ihre Teamkolleginnen vom TSV Aichach bekamen gegen den TSV Haunstetten eine Packung ab. Der Tabellenletzte war gegen den Spitzenreiter chancenlos.
Bild: Michael Eberle

Beim Debakel gegen Spitzenreiter Haunstetten II bleibt den TSV-Frauen lediglich eine Schmach erspart. Aushilfscoach Thomas Wonnenberg nimmt das Team in Schutz.

Mit diesen Thesen wird man wohl kaum Widerspruch ernten: Im nächsten Jahr gehören die Handballerinnen des TSV Aichach wieder der Bezirksoberliga an und das zweite Damenteam des TSV Haunstetten wird erneut in der Bayernliga um Punkte kämpfen. Im Landesligaduell am Samstag wurde jedenfalls mehr als ein Klassenunterschied deutlich. Haunstetten gewann in Aichach mit 47:14 Toren, den Gastgebern blieb lediglich die Schmach von 50 Gegentreffern erspart.

Nach den bisherigen Resultaten in dieser Saison war das Debakel beinahe zu befürchten. Die Nummer eins der Liga wirkte wie ein Gegner aus einer anderen Welt. Es war eine eindrucksvolle Demonstration von Tempohandball auf hohem Niveau. Dazu kam die individuelle Stärke der Frauen aus Haunstetten – speziell bei Kontern, die sie in vielen Fällen mit einer verblüffenden Sicherheit abschlossen. Aichach leistete sich den Luxus, drei Siebenmeter zu versieben, außerdem landete der Ball immer wieder an der Latte oder an einem Pfosten. Doch bei einer Differenz von 33 Treffern spielen diesen Aspekte allenfalls eine Nebenrolle.

Nur einmal ist der Spielstand ausgeglichen

Bereits nach 30 Minuten ging es allein noch um die Höhe des Ergebnisses. In der Startphase konnte man von einer einigermaßen offenen Auseinandersetzung reden, beim 4:4 herrschte sogar Gleichstand. Danach aber spielte Haunstetten dermaßen überzeugend auf, dass auch die Wechsel in der Aufstellung keinen Verlust von Qualität nach sich zogen. Typisch für dieses Topteam war auch die Verteilung der 47 Treffer. Alle Feldspielerinnen kamen zum Zug und keine traf öfter als sieben Mal. Auf der Gegenseite war es bezeichnend, dass lediglich eine Handballerin während der 60 Minuten öfter als zweimal traf.

Aichachs Trainer Martin Fischer war diesmal privat verhindert, ihn vertrat Thomas Wonnenberg. „Vom Ergebnis her war das fast zu erwarten“, meinte er. „Wir hatten als Devise ausgegeben: möglichst wenig Ballverluste vorne. Das hat teilweise geklappt.“ Dann sprach „Jonny“ die Gäste an: „Die haben das extrem gut gemacht. Die hatten immer noch eine Anspielstation im Angriff.“ Den Schiedsrichtern bescheinigte er, sie hätten „absolut konsequent gepfiffen“. Allerdings seien es die Aichacherinnen nicht gewohnt, dass die Partie so selten unterbrochen werde. Wonnenberg nahm sein Team im Schutz: „Die Mädels haben nicht aufgesteckt. Da muss man ihnen ein Lob aussprechen.“

TSV Aichach Selina Zimmermann, Iris Kronthaler (1), Anna Euba, Magdalena Rappel, Johanna Fackler (3), Lina Schrempel (2), Ramona Bscheider (2), Sevde Seker (1/1), Marleen Bscheider (1), Iva Vlahinic (1/1), Katrin Storr (1), Lara Leis (2).

TSV Haunstetten II Svenja Smotzek, Vera Callsen-Bracker, Marina Kubitza (2/1), Anja Niebert (3), Katja Meier (3), Kerstin Eckert (7), Viktoria Tischinger (4), Katrin Kurtenbach (6), Isabell Drasovean (5), Franziska Hochmair (2), Juliana Drasovean (5), Annika Strauch (5), Sabrina Smotzek (5).

Schiedsrichter Scheller (Freising) und Stelzer (Unterhaching) Zuschauer 80 Siebenmeter 5:2 Zeitstrafen 6:1.

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