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Volleyball-Bezirksklasse

10.01.2020

Inchenhofen deklassiert Tabellenführer Ingolstadt

Josua Scherer (Nummer 3) und die Inchenhofener Volleyballer ließen dem Tabellenführer TV Ingolstadt nicht den Hauch einer Chance.
Bild: Melanie Nießl

Die TSV-Männer holen am letzten Heimspieltag sechs Punkte und sind neuer Tabellenzweiter. Warum die sechs Punkte besonders hoch einzuschätzen sind.

Die Vorzeichen vor dem letzten Heimspiel der Saison waren bei den Volleyball-Männern des TSV Inchenhofen um Trainer Siegfried Goßler nicht gerade optimal. Zwar konnte der Coach auf Neuzugang Andreas Regele und Rückkehrer Matthias Thurnhofer zurückgreifen, allerdings vielen mit Michael Posch (Hochzeit) und Marco Bengelmann (kurzfristig erkrankt) zwei Spieler der Stammformation aus. Heinrich Schoder spielte seine angestammte Position im Mittelblock und Goßler spielte als Außenangreifer. „Das habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gespielt“, so der Trainer.

Eigentlich hatte Goßler mit einem schnellen Spiel gegen den Tabellenführer TV Ingolstadt gerechnet: „Das könnte ein kurzer Prozess werden, weil die bislang alles weggeschossen haben.“ Am Ende wurde kurzer Prozess gemacht, allerdings vonseiten der Leahader. Ab dem ersten Ballwechsel boten die Gastgeber dem ungeschlagenen Tabellenführer Paroli. Durch druckvolle Aufschläge und clevere Angriffe konnte sich Leahad schnell ein kleines Punktepolster erspielen. Kein Ball wurde verloren gegeben. Ingolstadt musste sich jeden Punkt hart erkämpfen, Inchenhofen kam oft zu schnellen einfachen Punkten. Der erste Satz glich einer Demontage des Tabellenführers – 25:13. Die Zuschauer und Spieler trauten ihren Augen kaum. Im zweiten Satz hielten die Gäste besser dagegen, auch weil Inchenhofen nicht mehr so konzentriert agierte. Co-Trainer Stephan Märdauer nahm früh eine Auszeit. Danach war der TSV aber wieder im Spiel und es entwickelte sich ein spannender Satz. 23:20 führte Leahad, doch Ingolstadt drehte das Ergebnis dank guter Aufschläge zum 23:24. Durch druckvolle Aufschläge und gute Abwehrarbeit siegte Inchenhofen mit 26:24.

Inchenhofens Trainer Siegfrid Goßler kennt das Erfolgsgeheimnis

Der dritte Satz startete wie der erste Satz. Druckvolle Aufschläge und eine hervorragende Feldabwehr zermürbte das Team aus Ingolstadt. Diese kassierten durch unsportliches Verhalten des Stellers zudem eine Rote Karte, was einen Punktverlust nach sich zog. Die Goßler-Truppe ließ sich nicht beirren und spulte den Satz konzentriert herunter. Ungefährdet und mit einem lautstarken und begeisterten Publikum im Rücken gewann die Heimmannschaft den Satz 25:20 und machte so die Sensation perfekt. „Das war das beste Spiel, was ich bislang von dieser Mannschaft gesehen habe“, hielt Goßler mit Lob nicht zurück.

Nach dem Sieg ermahnte der 40-Jährige sein Team aber zunächst, denn im zweiten Spiel ging es gegen Schlusslicht Pfaffenhofen II. Andreas Regele sowie Matthias Thurnhofer kamen zu ihren ersten Saisoneinsätzen. Trotz Abstimmungsschwierigkeiten stand am Ende ein ungefährdeter 3:0-Erfolg (25:15, 25:10 und 25:6). Dadurch kletterte der TSV Inchenhofen sogar auf Rang zwei der Tabelle, der aktuell für die Relegation reichen würde. Goßler will das aber nicht überbewerten: „Wir haben eine tolle Leistung gezeigt, wobei uns gegen Ingolstadt auch die kleine Halle entgegengekommen ist. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“ (AN)

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