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Volleyball

03.02.2017

Inchenhofen in neuer Liga obenauf

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2 Bilder
Der TSV Inchenhofen um Sebastian Sieber (hinten, hier beim Block gegen den SC Vierkirchen) will auch in der Rückrunde durchstarten.
Bild: Melanie Nießl

Die TSV-Männer finden sich in der höchsten Spielklasse Oberbayerns schnell zurecht. Trainer Norbert Schaffer kennt die Unterschiede zum schwäbischen Pendant.

Skeptisch war Norbert Schaffer vor der Volleyball-Saison. Obwohl er seit mehr als 20 Jahren den TSV Inchenhofen trainiert, musste der Leahader Coach mit seinem Team im vergangenen Jahr ein neues Kapitel aufschlagen. Denn die Bezirksliga-Volleyballer wurden aufgrund der räumlichen Nähe kurzerhand von Schwabens höchster Spielklasse nach Oberbayern versetzt. „Die meisten Gegner waren uns völlig unbekannt. Das war schon Neuland für uns“, so Schaffer, der anfangs großen Respekt hatte: „Uns wurde immer wieder gesagt, dass die Oberbayernliga deutlich stärker ist und wir uns sehr schwertun würden.“

Nach der Hinrunde weiß Schaffer: „Die Liga ist stärker, weil die Mannschaften viel breiter aufgestellt sind und es kaum Schwachstellen gibt.“ Deshalb sei die Liga auch so ausgeglichen. Selbst Schlusslicht München hielt in den meisten Spielen gut mit. „Die sind spielerisch richtig stark. In Schwaben gab es immer ein bis zwei Teams, die abgefallen sind, hier ist das nicht der Fall“, so der 52-Jährige. Problem: Auch der TSV Inchenhofen kann sich trotz einer starken Saison noch nicht sicher sein: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben im Vergleich zur vergangenen Saison nochmals einen Sprung nach vorne gemacht.

 

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Inchenhofens Thomas Wolf (vorne) gegen Kösching.
Bild: Norbert Schaffer

Volleyball: Die Liga ist eine andere

Aber wir dürfen nicht nachlassen, sonst rutschen wir hinten rein.“ Mit fünf Siegen und fünf Niederlagen sowie einer Satzbilanz von 19:21 sind die Leahader das Mittelmaß der Liga. Doch Schaffer kann mit dem Begriff nichts anfangen. „In dieser Liga wird sehr attraktiv gespielt. Meine Jungs zeigen vor allem eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Das ist unser großer Vorteil.“ Nur bei der Trainingsbeteiligung sieht der Coach Steigerungsbedarf. Die positive Entwicklung seines Teams verdankt Schaffer auch der Liga: „Hier kann jeder jeden schlagen. Selbst die Teams am Tabellenende spielen unheimlich attraktiv. Das macht mir richtig Spaß.“

Weniger zum Lachen hat Schaffer, wenn er an den Spieltag am Samstag in Neuburg denkt. Ab 14.30 Uhr geht es nämlich gegen den Tabellenführer TSV Neuburg: „Die sind richtig stark und machen kaum Fehler. Nur wenn wir über uns hinauswachsen und der Gegner einen ganz schlechten Tag hat, haben wir überhaupt eine Chance.“ Hinzu kommt, dass mit Libero Matthias Turnhofer und Angriffsspieler Alexander Ott zwei wichtige Stützen nicht dabei sein werden. Schaffer sieht die Aufgabe realistisch. „Wenn wir merken, dass wir keine Chance haben, dann müssen wir unsere Kräfte schonen und die Partie einfach laufen lassen.“ Im Klartext – Inchenhofen konzentriert sich dann auf das zweite Spiel gegen den Tabellendritten ASV Dachau V. Zwischen den beiden Spielen muss Leahad aussetzen und das Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten als Schiedsgericht begleiten: „Deshalb müssen wir zwei ausgebildete Schiedsrichter in unseren Reihen haben. In der Regel setzt die Mannschaft im ersten Spiel aus, die die weitere Anreise hat.“ In diesem Fall die Dachauer. Dadurch müssen die Inchenhofer ein Spiel pausieren – ein kleiner Nachteil.

Eine sichere Beute war dieser Münchner Angriff für den Inchenhofener Doppelblock von Christian Brunner und Stefan Böck.
Bild: Norbert Schaffer

Das ist der Nachteil des SV Inchenhofen

Schlimmer wiegt da schon, dass es für den TSV die erste Partie im neuen Jahr ist, während die Konkurrenz bereits jeweils zwei Siege feiern konnte. „Andersherum wäre es mir lieber. Aber aufgrund der Hallenbelegung in vielen Städten ist das nun einmal so.“ Trotz des Kaltstarts nach sieben Wochen ohne Punktspiel wollen die Leahader aber unbedingt Zählbares mit nach Hause bringen. Gegen Neuburg gab es in der Vorrunde eine glatte 0:3-Niederlage. Gegen Dachau haben Schaffer und Co. aber noch etwas gut zu machen. Zuhause unterlag man den Gästen nach 2:0-Satzführung in einem echten Krimi noch mit 2:3. Satz vier und fünf gingen jeweils mit zwei Punkten Unterschied verloren. „Wir konzentrieren uns auf Dachau. Es ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit Spielern, die früher höherklassig aktiv waren.“

Mit Punkten im Gepäck könnte Inchenhofen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Dann würden sie auch im nächsten Jahr wieder in der höchsten oberbayerischen Spielklasse antreten. Es sei denn, Leahad wird nach Schwaben zurückversetzt. Das würde aber sicher nicht an der spielerischen Leistung liegen.

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