Fußball-Nachlese

11.09.2018

Jubel mit Abstrichen

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Endlich dürften die Spieler des VfL Ecknach nach einer Partie über drei Punkte jubeln. Bei der TSG Thannhausen klappte es beim 4:1-Erfolg erstmals in dieser Spielzeit. Allerdings gab es auch einen Wermutstropfen.
Bild: Sarina Schäffer

Ecknachs Daniel Framberger hofft nach seiner Roten Karte  auf ein mildes Urteil durch das Sportgericht. Der BC Adelzhausen setzt auf einen fitten Wolfgang Klar.

Sieben Anläufe waren vergebens. Erst im achten Versuch konnten die Fußballer des VfL Ecknach den ersten dreifachen Punktgewinn bejubeln. So weit, so gut. Doch der 4:1-Erfolg in Thannhausen ist mit einem Makel verbunden. Dass sicher auch noch andere Teams beim Schlusslicht gewinnen werden, spielt bei diesem Rückblick nur eine Nebenrolle. Vielmehr geht es um die beiden Platzverweise, die Oliver Mühlberger und Daniel Framberger kassierten. Bereits zum vierten Mal in acht Auftritten musste ein Ecknacher Kicker auf Geheiß des Schiris vorzeitig das Feld verlassen. Also im Schnitt in jeder zweiten Begegnung einer.

„Mich ärgert das extrem“, erklärte Framberger am Tag danach und meinte damit seine Hinausstellung. Er suchte nach dem Schlusspfiff zusammen mit Arlind Berisha, den es bei der TSG mit Rot erwischte, das Gespräch mit den Referee: „Er hat gesagt, er hätte uns auch Gelb geben können. Das als Tätlichkeit darzustellen, da lag der Unparteiische daneben. Man gerät im Fußball mal aneinander.“ Nun hofft der VfL-Spielertrainer darauf, dass im Spielbericht der Sachverhalt ähnlich dargestellt wird, damit die Sperre nicht allzu lange ausfällt: „Das Wichtigste war, dass wir den ersten Sieg holen. Gott sei Dank, das hat lange genug gedauert.“ Das Schlusslicht sei offensiv zu beachten, in der Abwehr aber sieht Framberger den Aufsteiger als „extrem anfällig“ an. Die übrigen beiden Platzverweise in Thannhausen an diesem Sonntag (je einer auf beiden Seiten) gehen nach Ansicht des Gästecoaches in Ordnung.

Landkreis-Teams hadern mit den Schiedsrichterentscheidungen

Die Schiedsrichter und ihre Entscheidungen sorgen auch bei anderen Klubs für Gesprächsstoff. Christian Adrianowytsch, der Spielertrainer des TSV Hollenbach, fühlte sich beim 2:2 gegen Adelzhausen vom Neutralen ungerecht behandelt. Nicht vergessen hatte er mit einem Abstand von sechs Tagen auch den Referee bei der Partie in Aindling: „Ein Katastrophenschiedsrichter.“ Auch der TSV Aindling war nicht gerade gut zu sprechen auf den 23. Mann. In der Nachspielzeit hatte er dem SV Donaumünster einen Foulelfmeter zugesprochen, der zum 3:3 führte. Damit liegt der Absteiger aktuell zehn Zähler hinter dem Relegationsrang. Ob sich dieser Abstand noch aufholen lässt? Simon Knauer jedenfalls zeigt seine Qualitäten, was nicht gleichbedeutend sein muss mit Siegen. Nun traf der 29-Jährige dreimal; zum Lohn gab’s einen Zähler.

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Beim BC Adelzhausen war diesmal eigentlich klar, dass Co-Trainer Wolfgang Klar nicht würde eingreifen können. Eine Knieverletzung, die sich der Innenverteidiger bei der Arbeit eingehandelt hatte, reduzierte die Aussichten auf seinen Einsatz nahezu bis auf den Nullpunkt. In der Halbzeit unterhielt er sich längere Zeit mit Cheftrainer Peter Eggle. Am Ende durfte der Ex-Aindlinger doch noch ran. Und erwies sich als Volltreffer, weil er den Ball zum 2:2 über die Linie spitzelte. Jürgen Dumbs, der Fußballchef am Römerweg, geht fest davon aus, dass Klar wieder zur Verfügung steht: „Dem ist eine Dachplatte auf ein Knie gefallen, die Wunde wurde mit drei Stichen genäht.“

Der FC Affing behauptet sich im Mittelfeld der Tabelle, im Duell der Aufsteiger bezwang er den SV Holzkirchen zuhause mit 3:1 Toren. Offensichtlich ist der Höhenflug dieses Neulings zu Ende gegangen. Aus den letzten drei Bezirksligaspielen holten die Rieser nur zwei Zähler.

09.09. FC Affing (rot) - SV Holzkirchen (gelb)Marc-Abdu Al-Jajeh (rot) gegen Armin Rau (gelb)
Bild: Melanie Nießl

Tops & Flops des Spieltags

Spieler des Spieltags Das ist in dieser Woche Affings Marc-Abdu Al-Jajeh. Der Spielertrainer erzielte beim wichtigen 3:1-Erfolg über Mitaufsteiger SV Holzkirchen nicht nur das wichtige Führungstor, sondern legte auch noch die beiden Treffer von Patric Palatin und Constantin Krebs mustergültig auf. Der 28-Jährige kommt nach seiner Verletzung zum Saisonbeginn immer mehr in Fahrt.

Pechvogel des Spieltags Das ist in dieser Woche Aindlings Tobias Hildmann. Im Duell beim Kellerkind aus Donaumünster verschuldete der Abwehrspieler in allerletzter Minute einen Foulelfmeter. Die Aindlinger sahen zwar kein Vergehen, dennoch zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Da Donaumünsters Jürgen Sorg diesen verwandelte, kostete Hildmanns Einsatz seinem Team zwei wichtige Punkte. Zu allem Überfluss kassierte der 24-Jährige für das Vergehen auch noch die Ampelkarte. Erst sechs Minuten zuvor wurde er verwarnt.

Flop des Spieltags Das waren die beiden Platzverweise des VfL Ecknach. Bereits zum vierten mal kassierte der VfL einen Platzverweis. Die FairPlay-Tabelle wird man an der Ecknach wohl nicht mehr gewinnen. Vor allem die Hinausstellung von Spielertrainer Daniel Framberger trübte die gute Stimmung nach dem ersten Saisonsieg. Wie lange der Coach und Oliver Mühlberger nun ausfallen, steht noch nicht fest.

Torjäger des Spieltags Am häufigsten, vier Mal, traf Tandern Pascal Reuter. Teamkollege Dennis Loskot war dreimal erfolgreich, ebenso wie Sebastian Kinzel (SV Obergriesbach), Simon Knauer (TSV Aindling), Max Schreiner (SC Mühlried).

Längste Serien Noch ist die Saison recht jung. Noch eine weiße Weste haben nach fünf Spieltagen der TSV Dasing in der Kreisklasse Aichach, der SV Obergriesbach und der FC Tandern in der A-Klasse Aichach. Erstmals Punkte liegen lassen hat der Kreisligist SC Griesbeckerzell bei der 2:3-Niederlage in Münster. Gebrochen hat der VfL Ecknach seine Sieglos-Serie in der Bezirksliga Nord. Bei der TSG Thannhausen gab es erstmals einen Dreier in dieser Saison. Ligakonkurrent BC Adelzhausen muss dagegen weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis warten. Noch sieglos sind die Kreisklassisten WF Klingen und SV Ried. Noch ohne Punkt ist in der A-Klasse Aichach der FC Türkenelf Schrobenhausen.

Zuschauermagneten Die meisten Fans, 200, kamen zum Bezirksligaderby Hollenbach und Adelzhausen. Rund 100 Besucher waren es in Affing.

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