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Fußball-Bezirksliga

13.12.2019

Jürgen Schmid wird Trainer in Hollenbach

Dasings Trainer Jürgen Schmid wechselt im Sommer als Coach zum TSV Hollenbach. Dort tritt der 55-Jährige die Nachfolge von Christian Adrianowytsch an.
Bild: Reinhold Rummel

Der Dasinger trainiert ab Sommer den TSV Hollenbach. Warum der 55-Jährige eigentlich etwas anders vor hatte. Christian Adrianowytsch sucht neue Herausforderung.

Das Trainerkarussell bei den Fußballteams im Wittelsbacher Land dreht sich in der Winterpause unaufhaltsam weiter. Auch der TSV Hollenbach ist bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Spielertrainer Christian Adrianowytsch fündig geworden. Im Sommer übernimmt Jürgen Schmid - aktuell noch beim TSV Dasing - das Kommando bei den Bezirksligakickern aus dem Krebsbachtal.

Erst am Mittwoch hatte Schmid, der seit 2016 beim TSV Dasing für die Erste Mannschaft zuständig war, bei den Autobahnern offiziell seinen Abschied verkündet und mit Frank Mazur auch gleichzeitig seinen Nachfolger präsentiert. Schmid schaffte in der vergangenen Spielzeit mit den Dasingern den Aufstieg in die Kreisliga Ost. Der 55-Jährige hat aber auch schon Erfahrungen als Trainer auf Bezirksebene gesammelt. Schmid ist in der Region vor allem durch sein Engagement beim FC Affing bekannt. Dort war er lange Zeit als Trainer und Spielertrainer aktiv und stieg mit den Rot-Schwarzen 2003 in die Bezirksoberliga auf. Auch in der Landesliga sprang er 2014/15 als Coach ein. Auch als Spieler sammelte Schmid höherklassige Erfahrung. Er entstammt dem Nachwuchs der TSG Augsburg, für die er insgesamt 26 Jahre aktiv war und im Seniorenbereich in der damals viertklassigen Landesliga spielte.

Warum sich der TSV Hollenbach nicht erneut für einen Spielertrainer entschieden hat, erklärt Bernhard Fischer von der Abteilungsleitung: „Die Fußstapfen, die Christian als Spielertrainer hinterlässt, sind nur schwer auszufüllen. Ein reiner Trainer kann die Aufgabe unbelastet angehen und muss nicht ständigen Vergleichen standhalten. Außerdem übernehmen unsere Spieler so mehr Verantwortung auf dem Platz und können den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen“, so Fischer, der ergänzt: „Jürgens Vorstellungen decken sich mit den unseren. Er hat in den vergangenen Jahren super Arbeit in Dasing geleistet, ist ein absoluter Fachmann und hat ein Händchen für den Nachwuchs. Das war uns mit Blick auf unsere immer noch junge Mannschaft wichtig.“ Nun soll also ein Trainer von der Seitenlinie die erfolgreiche Arbeit Adrianowytschs weiterführen. In Dasing trainiert Schmid bis heute im Jugendbereich, wo er zahlreiche Erfolge feiern konnte. Fischer: „Jürgen lebt für den Fußball. Wir freuen uns, dass wir ihn für uns gewinnen konnten. Mit seiner Erfahrung auf und neben dem Platz kann er die Mannschaft nochmals nach vorne bringen.“

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Christian Adrianowytsch will als Spielertrainer weitermachen

Schmid hatte aber ursprünglich andere Pläne: „Als ich dem TSV Dasing im Herbst mitteilte, dass für mich nach der Saison Schluss ist, war für mich klar, dass ich auf jeden Fall eine Pause einlegen werde. Der Anruf aus Hollenbach kam dann etwas überraschend.“ Bei den Treffen mit den Hollenbacher Verantwortlichen konnte Schmid dann aber überzeugt werden. „Ich habe die Entwicklung beim TSV Hollenbach in den letzten Jahren verfolgt. Ich konnte bei den Gesprächen kein Haar in der Suppe finden. Das ganze Drumherum und die Verbundenheit der Spieler mit dem Verein finde ich sehr interessant. Die Bezirksliga ist außerdem die derzeit attraktivste Liga im Gäu, wie ich finde.“ Ein Ziel möchte Schmid aktuell mit seinem neuen Verein aber nicht ausgeben. Für ihn stehe die sportliche wie auch persönliche Entwicklung der Spieler im Vordergrund und auch auf die Zweite und Dritte Mannschaft möchte er ein Auge haben. Ihm zur Seite steht weiterhin Christoph Burkhard als spielender Co-Trainer. Neben der Trainerposition vermeldet der TSV Hollenbach weitere Personalien. Mit Manuel März, der vor Kurzem seine Zelte bei der DJK Stotzard abgebrochen hat, schließt sich ab sofort ein Mittelfeldspieler dem TSV an. Im Mittelfeld ist auch Raphael Pavle zuhause. Der 25-Jährige kommt im Sommer vom Spitzenreiter der A-Klasse Ost, DJK Gebenhofen.

Wie es für den scheidenden Coach Christian Adrianowytsch weitergeht, steht derweil noch nicht fest. „Es gab erste Anfragen, aber ich will mir in Ruhe überlegen, was ich mache. Ich möchte schon gleich im Sommer weitermachen, die neue Herausforderung muss aber zu mir passen“, so der 33-Jährige, der als Spielertrainer weitermachen möchte: „Ich fühle mich sehr gut und möchte weiterhin auf dem Platz stehen. Das habe ich im letzten halben Jahr schon vermisst.“ Adrianowytsch hatte sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen und in dieser Spielzeit noch kein Punktspiel für Hollenbach absolviert. „Ende März kann ich wieder voll mittrainieren. Ich hoffe, ich kann mich noch mit ein paar Einsätzen anständig verabschieden.“ (nzf)

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