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Eisstockschießen

28.01.2019

Kühbacherinnen Zweiter bei deutscher Meisterschaft

Nicht ganz so ausgelassen wie beim Bundesligafinale fiel der Jubel der Kühbacherinnen bei der Deutschen Meisterschaft in Waldkraiburg aus. Denn diesmal mussten sich (von links) Franziska Schwertfirm, Veronika Filgertshofer, Lisa Seitz, Regina Gilg und Marianne Weigl mit Platz zwei zufriedengeben. Nach einer starken Aufholjagd unterlag der TSV im Finale gegen Büblingshausen.
Bild: Anton Stadlmair

TSV-Frauen kämpfen sich nach Aufholjagd noch ins Finale der Deutschen Meisterschaft in Waldkraiburg. Am Ende reicht es nicht ganz für die Titelverteidigung.

Es wäre der krönende Abschluss einer denkwürdigen Saison gewesen. Deutscher Pokalsieger, Europacup-Zweiter, Bundesligasieger, Aufstieg der Zweiten Mannschaft in die Bundesliga und jetzt noch die Deutsche Meisterschaft. Mit Letzterem wurde es leider nichts. Zumindest nichts ganz, denn bei den nationalen Titelkämpfen in Waldkraiburg verpasste die Kühbacherinnen nur knapp die Titelverteidigung und holten Platz zwei. Zweifellos gibt es im Kühbacher Eisstocklager keinen der bei dieser Bilanz etwas auszusetzen hat und doch trauert man insgeheim dem verlorenen Endspiel ein wenig nach.

„Es wäre das I-Tüpfelchen auf eine grandiose Wintersaison gewesen und die Mädels hätten es aufgrund ihres Engagements und Trainingseifers verdient gehabt“, bilanziert Kühbachs Stockschützenchef Anton Stadlmair, fügt aber fairerweise gleich hinzu. „Wir sind im Endspiel auf einen Gegner getroffen, der zum richtigen Augenblick einen Deut besser war und deswegen zu Recht als Sieger von der Eisfläche ging“. Das Endspiel gegen Büblingshausen rückte nach den fünf Eröffnungsspielen am Freitagabend zunächst in weite Ferne. Ausschlaggebend für den verkorksten Auftakt war die empfindliche 8:24-Schlappe in der ersten Partie gegen den TSV Massing. Zwar schien die Kühbacher Mannschaft um Veronika Filgertshofer, Franziska Schwertfirm, Lisa Seitz, Regina Gilg und Marianne Weigl nach den deutlichen Siegen gegen Hartpenning und Ebhausen wieder die richtige Spur gefunden zu haben, doch der Schein trügte. Ausgerechnet gegen die Erzrivalen Peiting (10:18) und Büblingshausen (10:12) musste der TSV im Restprogramm wichtige Punkte im Kampf um die ersten vier Plätze abgeben.

Mit neuen Elan und 30 angereisten Kühbacher Fans im Rücken ging es in den entscheidenden zweiten Spieltag. Den Schwung bekam zum Auftakt gleich das Eiswiese-Quartett aus Donaueschingen zu spüren, das mit 31:3 unter die Räder kam. Als dann in den Folgepartien die überforderten Teams aus Soest (40:0) und der Region Nord (46:0) demontiert wurden, gab es für die Kühbacherinnen kein Halten mehr. Von den kleinen, aber folgeträchtigen Unsicherheiten des Vortages war nichts mehr zu sehen, sodass das gewohnte Kühbacher Angriffsspiel immer mehr Fahrt aufnahm. Die beiden Württemberg-Vertreter Lorsbach/Mörlenbach (16:6) und Glashütte (29:5) hatten im Schlussviertel ebenso das Nachsehen wie der Berliner Hauptstadtclub (16:6). Mittlerweile auf den vierten Platz vorgerückt, wurde mit einem 22:10 Erfolg gegen Neunburg vorm Wald auch die letzte Hürde der Qualifikationsrunde sicher genommen.

Im ersten Spiel der Finalrunde, das im „Page-Play-off-Modus“ absolviert wurde, kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Peiting. Hier spielten die Kühbacherinnen ihr ganzes Können aus und rangen die Oberbayern mit 38:0 nieder. Nachdem Büblingshausen in der zweiten Partie gegen Massing die Oberhand behielt, musste nun zwischen Kühbach und Massing der Finalgegner der Hessen ermittelt werden. In einer an Spannung kaum zu überbietenden Partie vergab Massing in der letzten Kehre bei einer 9:8 Führung den Nachschuss, den Kühbach unter dem großen Jubel seiner Fans, eiskalt zum 11:9 Sieg ausnutzte. Wie schon oft zuvor hatten Filgertshofer & Co. die Rechnung im Finale aber ohne die Büblingshauser gemacht. In einem hochklassigen Endspiel über zwölf Kehren, zogen beide Mannschaften ihr Angriffsspiel auf, das die 200 Zuschauer faszinierte.

Obwohl Kühbach zur Halbzeit mit 13:9 führte, drehte ein von Nationalspielerin Rebecca Jüngel angeführter und über sich hinaus wachsender RSV die Partie zum 25:16 Titelgewinn. Die unter großem Druck als Topfavorit gestarteten Kühbacherinnen zeigten sich aber angesichts der geglückten Aufholjagd mit der Deutschen Vizemeisterschaft mehr als zufrieden. (aira)

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