Leichtathletik

23.05.2017

Laufen bis zur Erschöpfung

Volle Konzentration: Schon beim Start ging es für Michael Harlacher (Startnummer 291) vom LC Aichach und die weiteren 322 Teilnehmer um eine gute Ausgangsposition.
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Volle Konzentration: Schon beim Start ging es für Michael Harlacher (Startnummer 291) vom LC Aichach und die weiteren 322 Teilnehmer um eine gute Ausgangsposition.

Bei der 2. Auflage des Aindlinger Marktlaufs landen die Lokalmatadoren Frank Schlecht und Michael Harlacher auf dem Podest. Von verrückten Hühnern und heißgelaufenen Feuerwehrleuten.

Völlig erschöpft lag Frank Schlecht im Zielbereich. Den Kopf in den Händen und die Beine auf den Asphalt gestreckt. Der Vorjahressieger gab auch bei der zweiten Auflage des Aindlinger Marktlaufes alles – am Ende reichte es aber nicht ganz für den Sieg.

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Volksfeststimmung in Aindling. Bei idealen äußeren Bedingungen fand der zweite Aindlinger Marktlauf statt. 323 Läufer gingen in den verschiedensten Klassen an den Start. Und gewonnen hat bei seinem ersten Start in Aindling der 37-jährige Thomas Mittag (TSG Jetzendorf) in der Siegerzeit von 35:20 Minuten über zehn Kilometer. Keine Chance auf den Gesamtsieg hatte der Kühbacher Frank Schlecht, der im Vorjahr noch die Premiere gewonnen hatte. Der Kühbacher kam mit über einer Minute Rückstand auf den zweiten Platz, ganz dicht vor seinem Vereinskameraden Michael Harlacher, der eine Sekunde später im Ziel eintrudelte. Bei den Frauen ging der Sieg wie erwartet an die Vorjahressiegerin Bettina Sattler von der LG Zusam, die für die zehn Kilometer lange Strecke 42:02 Minuten benötigte.

Beim Aindlinger Marktlauf gehen auch im zweiten Jahr viele Teilnehmer an den Start. Neben sportlichen Leistungen stehen auch andere Dinge im Fokus.
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Aindlinger Marktlauf: die besten Bilder
Bild: Josef Mörtl

Organisator Johannes Frohnwieser ist zufrieden

Und Organisator Johannes Frohnwieser, über den der ganze Lauf lief, hatte mit seinem 80-köpfigen Helferteam in Aindling ganze Arbeit geleistet. Die 400-Teilnehmer-Marke konnte an diesem Tag nicht geknackt werden, doch das Starterfeld war bei dieser zweiten Auflage noch bunter als bei der Premiere. Los gingen die Wettbewerbe mit den Kinderläufen über 600, 1200 und 2400 Meter, ehe dann kurz vor eins die Nordic Walker und die Hobbyläufer die Strecke über eine Runde in Angriff nahmen. Nach dem Start am Marktplatz ging es eine giftige 700 Meter lange Steigung hoch Richtung Aindlinger Sportplätze.

Laufen bis zur Erschöpfung

Über Feldwege und Schotter liefen die Starter in den windgeschützten Wald Richtung Todtenweis. Nach einer Bergab-Passage ging es über Todtenweis wieder zurück in die Marktgemeinde. Am meisten schwitzen mussten an diesem Tag die drei Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Aindling: Christoph Hammerl, Thomas Wolf und Patrick Schwegler, die die fünf Kilometer lange Strecke in Stiefeln, Schutzanzug, Helm und Atemschutzmaske liefen. Im Ziel angekommen rissen sie sich die Montur vom Leibe. Trotz ihrer nicht alltäglichen Verkleidung kamen sie nach 42 Minuten am Ziel an, eine respektable Leistung.

Völlig erschöpft: Frank Schlecht auf Platz zwei.

Aindlinger Marktlauf: Laufende Hühner und Feuerwehrleute

Mit dabei waren auch wieder die laufenden Hühner aus Aindling: Carmen Riegl, Bianca Hajetschek, Sonja Hlaracek, Katrin Braun, Andrea Sattich und Barbara Gärzen in ihren Hühnerkostümen. Auch katholische Pfarreiengemeinschaft mit 48 Teilnehmern waren am Start. Sie hatten sich für diesen Tag eigens neue hellblaue Lauftrikots angeschafft mit der Aufschrift „Kirche bewegt mich“. Für jeden Teilnehmer spendete der Veranstalter einen Euro an das Kinderhaus St. Martin.

Auch die verrückten Hühner waren bei der zweiten Auflage des Aindlinger Marktlaufes wieder mit dabei.
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