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05.07.2010

Mission Aufstieg

Die Landesliga im Visier: Präsident Volker Weingartner (links) und Trainer Martin Schreier starten mit hohen Erwartungen in die kommende Bezirksoberliga-Saison.

Aichach Selten gab es in der Bezirksoberliga wohl einen so klaren Favoriten wie den BC Aichach. Das liegt einerseits daran, dass die Fußballer des Trainers Martin Schreier eine beeindruckende Serie in der Rückrunde der vergangenen Saison hingelegt haben: Elfmal blieben sie ungeschlagen und kletterten noch auf den fünften Tabellenplatz. Der andere, weitaus gewichtigere Grund sind die Neuzugänge, die sich beim gestrigen Trainingsauftakt beim BCA tummelten. Allesamt haben sie mindestens in der Landesliga gespielt und teilweise schon mit dem Fußballspielen ihren Lebensunterhalt verdient. (siehe Info).

Trainer Schreier weiß, dass dies für ihn Luxus, aber auch Hypothek ist. "Die Spieler wissen, was wir vorhaben, was Sache ist. Es gibt keine Ausreden mehr", sagt Schreier. In dieser Saison soll er endlich klappen: der ersehnte Aufstieg in die Landesliga Süd. Präsident Volker Weingartner hat viel investiert, um seinen Wunsch endlich in die Realität umzusetzen. Womöglich wird er seinen Kader qualitativ bis zum Ende der Wechselfrist am 1. August nochmals verstärken. Im Sturm gab es Handlungsbedarf, da mit Miguel Coulibaly und vor allem Gioacchino Colletti, dem Torschützenkönig der vergangenen Saison, zwei Angreifer den Verein verlassen haben. Immer wieder kursierten vermeintlich große Namen der hiesigen Fußballszene. Einer davon ist Zeljko Brnadic vom TSV Rain. Geholt hat Weingartner allerdings einen anderen: Patrick Würll spielte zuletzt für den SSV Jahn Regensburg, zuvor schon für den VfB Lübeck in der 2. Bundesliga. Jetzt kickt der 31-Jährige in der Bezirksoberliga.

Beängstigend müssen diese Neuzugänge für die Liga-Konkurrenz wirken, Trainer Schreier will sich davon nicht beeindrucken lassen. "Sollten wir nach fünf Spieltagen nicht auf Platz eins stehen, ist das nicht schlimm", sagt er. Wäre dies im Laufe der Saison der Fall, bekäme Schreier wohl ein Problem. Geduldig zeigte sich Präsident Weingartner in den vergangenen Spielzeiten bei Misserfolg eher weniger. Platz eins oder zwei sind die Vorgaben für den Trainer. Alles andere wäre kaum akzeptabel bei dem vorhandenen Spielermaterial.

Junge Spieler haben es schwer

Mission Aufstieg

Schreier geht die "Mission Aufstieg" gelassen an, freut sich, dass es jetzt wieder losgeht. "Mir macht die Aufgabe Spaß, ich will mit dem BC Aichach etwas erreichen", sagt er. Irgendwie muss er aber wieder von vorne anfangen. Der Weg, den er in der Winterpause eingeschlagen hatte, fühlte sich richtig an. Die vorwiegend jungen Spieler ließen sich von Verletzungssorgen und zahlreichen Ausfällen kaum stören, fanden zu einer Einheit und sorgten für die beeindruckende, niederlagenlose Serie. Jetzt muss Schreier die namhaften Neuzugänge einbauen. Gut möglich, dass einige junge Spieler auf dem Weg zum Stammspieler eingebremst werden könnten und wieder ins zweite Glied rücken müssen. Schreier sieht es eher positiv: "Der Kader ist größer, breiter und qualitativ besser. Die Spieler werden sich in jedem Training beweisen müssen", sagt er.

Schreier setzt auf den Konkurrenzkampf und darauf, dass die Auswahl der Neuzugänge eine gute war. Auf die Charaktere der Spieler habe man geachtet, versichert der Echsheimer. Zwar hätten sie allesamt höherklassig gespielt, doch seien sie keineswegs in einem Alter, wo es nur noch ums Abkassieren ginge.

Gänzlich will man dies nicht glauben, da es für einige der Neuzugänge bestimmt attraktivere Spielklassen gegeben hätte als die Bezirksoberliga Schwaben.

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