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Fußball-Nachlese

30.09.2019

Nach Krimi: So ist die Stimmung in Affing und Adelzhausen

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Fieberten auf der Bank mit ihrem FC Affing mit: (von links) Der ausgewechselte Patric Palatin, Danny Dörr (kurz vor Schluss eingewechselt) und Ersatztorhüter Noah Scherer. Auch wenn es zwischenzeitlich nicht gut aussah, behielt der FCA gegen Adelzhausen die Oberhand.
Bild: Karin Tautz

Plus Affing zeigt gegen Adelzhausen Nehmerqualitäten und geht mit Selbstvertrauen ins Derby. Warum BCA-Coach Johannes Putz froh ist, dass es gleich weitergeht.

Freud und Leid liegen im Fußball nahe beieinander. Noch in der Vorwoche ärgerten sich die Affinger über zwei verlorene Punkte durch einen späten Gegentreffer. Im Derby gegen Adelzhausen drehte der FCA die Partie und machte seinerseits den 4:2-Sieg erst kurz vor dem Ende nach einer grandiosen Aufholjagd perfekt.

Affings Spielertrainer Marc-Abdu Al-Jajeh, der den Anschlusstreffer selbst erzielte und drei weitere Treffer auflegte, sieht Parallelen: „Einmal hast du das Glück und einmal läuft es gegen dich. Das ist Fußball. In der Halbzeit haben wir die Jungs an das Mertingen-Spiel erinnert. Warum sollten wir das nicht auch schaffen können.“ Al-Jajeh und sein Trainerkollege Tobias Jorsch sollten recht behalten, denn diesmal drehte der FCA die Partie. Die Erleichterung war nach dem 3:2 durch Max Schacherl in der 87. Minute spürbar. Die Affinger Spieler lagen sich in den Armen.

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Bild: Sebastian Richly

Auf der anderen Seite des Spielfeldes ärgerte sich dagegen Adelzhausens Trainer Johannes Putz. Der Unmut über die Niederlage nach 2:0-Führung war auch am Tag nach der Partie noch nicht verflogen: „Das ärgert mich wirklich. Wir haben nichts davon gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben Affing spielen lassen und einfach zu viele Fehler gemacht. Dann bekommst du halt die Quittung.“ Dabei begann alles vielversprechend. Torjäger Dominik Müller erzielte die frühe Führung. Affing tat sich schwer und fand keinen Weg durch die Adelzhausener Abwehr. Auf der anderen Seite setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche: „Wir hatten bis zur 25. Minute alles im Griff. Dann hat Affing umgestellt und wir haben uns nicht mehr befreien können. Wir wollten Sie eigentlich weiter vom Tor weghalten, doch das hat nicht funktioniert.“ Viel Zeit sich zu ärgern hat Putz aber nicht, denn bereits am Donnerstag empfängt der BCA den TSV Gersthofen: „Wir müssen die Fehler ansprechen und schauen, was wir besser machen können. Aber es ist sehr gut, dass es gleich weitergeht, dann können wir das Affing schnell abhaken. Wir müssen das Positive aus der ersten Halbzeit mitnehmen.“

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Gut im Griff hatten die Hollenbacher Alexander Kaltenstadler (links) und Angelo Jakob (verdeckt) Meitingens Denis Buja.
Bild: Karin Tautz

Hollenbach tankt Selbstvertrauen

Das Positive mitnehmen will auch Al-Jajeh. Für Affing geht es am Donnerstag zum Derby nach Aindling: „Zusätzliche Motivation braucht da keiner. Dennoch wollen wir den Schwung aus dem Sieg mitnehmen. Es ist immer gut, wenn du mit einem Erfolgserlebnis in die Englische Woche startest.“ Dennoch gibt es auch bei den Affingern etwas zu verbessern. „Wir haben eine schlechte erste Hälfte gespielt, allerdings hat das Adelzhausen auch sehr gut gemacht. Wir haben aber immer an die Wende geglaubt und dann auch noch verdient gewonnen, obwohl das für den Gegner natürlich bitter ist, gerade wenn du unten drin stehst.“

Unten drin steht auch der FC Günzburg. Mit dem Unterschied, dass der Tabellenvorletzte drei Punkte aus Ecknach entführte. Das lag zu einem großen Teil an den Hausherren, die so schien es, den Gegner etwas unterschätzt hatten. Einen Sieg fuhr dagegen der TSV Aindling ein und freut sich auf das Derby gegen Affing. Zwar keinen Sieg, aber dennoch viel Selbstvertrauen dürfte der TSV Hollenbach getankt haben. Beim 1:1 in Meitingen waren die Gäste dem Sieg näher als der Spitzenreiter. Spielertrainer Adrianowytsch fasste zusammen: „Ein insgesamt schmeichelhaftes Unentschieden für die Meitinger. Eine tolle Leistung meiner Mannschaft.“ Das Derby gegen Ecknach kann für den TSV also kommen.

Der FC Affing II weiß sicherte sich in letzter Sekunde drei Punkte gegen Gundelsdorf rot. Jubel über das späte Tor von Constantin Krebs.
Bild: Sebastian Richly

Tops & Flops des Spieltags: Krebs ist der Überflieger

Spieler des Spieltags Die Wahl fiel uns in dieser Woche nicht leicht. Wir hätten Affings Dreierpacker Max Schacherl nehmen können, der ebenso wie Teamkollege Marc-Abdu Al-Jajeh (ein Tor, drei Vorlagen) maßgeblich am Sieg gegen Adelzhausen beteiligt war. Wir haben uns aber für einen anderen Affinger als Topspieler entschieden, einen aus Team Nummer zwei. Constantin Krebs avancierte beim 2:1-Erfolg gegen den FC Gundelsdorf zum Matchwinner für sein Team. In der Nachspielzeit hämmerte der 24-Jährige einen Abpraller unhaltbar in die Maschen. Danach kannte der Jubel keine Grenzen. Dass der ehemalige U17-Bundesligaspieler (SC Freiburg) Fußballspielen kann, ist keine Überraschung, dennoch ist die Leistung bemerkenswert, denn Krebs hat in dieser Saison erst einmal trainiert. Aufgrund seines Studiums wollte er pausieren, vor rund zwei Wochen klingelte dann das Telefon bei Coach Tobias Jorsch: „Er wollte mitkicken und dann haben wir ihn aus der Not heraus für das Spiel verpflichtet. Dass er gleich so einschlägt, ist typisch für ihn.“

Torjäger des Spieltags Besonders fleißig waren wieder die Torjäger an diesem Wochenende. Affings Torjäger Max Schacherl erzielte einen Hattrick. Drei Tore erzielte auch Obergriesbachs Spielertrainer Sebastian Kinzel, ebenso wie Pipinsrieds Steffen Krautschneider, Dasings Kaan Ayyildiz und Rinnenthals Matthias Bauer. Zwei Mal erfolgreich waren Adrian Würsching (SV Wulfertshausen), Marco Tolj (TSV Mühlhausen), Mathias Benesch (SSV Alsmoos-Petersdorf), Fabian Richter (TSV Dasing II), Philipp Bachmeir (DJK Gebenhofen-Anwalting), Diamant Hoti (SV Baar), Shkelqim Kelmendi (TSV Pöttmes II), Simon Bernecker (WF Klingen) und Christoph Ankner (TSV Sielenbach).

Serien Die Serie des TSV Pöttmes in der Kreisliga Ost ist gerissen. Bei der 1:4-Niederlage in Rinnenthal musste der Spitzenreiter erstmals in dieser Saison Punkte liegen lassen. Erwischt hat es nun auch den Spitzenreiter der A-Klasse Aichach, den TSV Hollenbach II mit der 0:5-Pleite in Ecknach. Seit sieben Spielen ungeschlagen ist mittlerweile der FC Affing in der Bezirksliga Nord. Ebenso so lange auf einen Sieg warten muss Kreisligist TSV Dasing. Noch ohne Dreier ist weiterhin der TSV Rehling in der Kreisklasse Aichach.

Zuschauermagneten Am besten besucht war das Spiel der Bayernliga Süd, das der FC Pipinsried in Nördlingen gewann. 430 Zuschauer verfolgten das Duell. Rund 310 Fans sahen in Affing eine irre Aufholjagd gegen Adelzhausen und 260 waren in Meitingen vor Ort.

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