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Schießen

17.10.2017

Nervenkitzel am Schießstand

Im Finale des Gauschießens messen sich in jeder Disziplin (hier Luftgewehr) die besten acht Schützen. Am Ende setzte sich Erich Schallmair von Adlerhorst Sulzbach durch. Erstmals gab es auch eine Gaumeisterschaft im Blasrohrschießen.
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Im Finale des Gauschießens messen sich in jeder Disziplin (hier Luftgewehr) die besten acht Schützen. Am Ende setzte sich Erich Schallmair von Adlerhorst Sulzbach durch. Erstmals gab es auch eine Gaumeisterschaft im Blasrohrschießen.

Beim Finale des Gauschießens in Kühbach bleibt es meist spannend bis zum Schluss. Sulzbach stellt gleich zwei Gaumeister. Bei der Jugend dominieren die jungen Frauen, die Entscheidung fällt im Stechen.

Ein Finalschießen gehört auf alle Fälle zum Gauschießen, darüber war man sich im Vorstand des Schützengaus Aichach einig. Nachdem die Gauschützenkönige schon mit dem letzten Schießtag feststanden (wir berichteten), mussten sich am Samstag die 20 Erstplatzierten in den Disziplinen Auflage, Jugend, Luftpistole und Luftgewehr für das Finale um den Titel „Gaumeister“ qualifizieren. Insgesamt nahmen 313 Teilnehmer aus 29 Vereinen teil, wobei Adlerhorst Sulzbach mit 30 die meisten Schützen stellte.

Auflage Spannung lag schon am Morgen in der Luft, als die Auflageschützen antraten. Nach 40 Schuss im Vorkampf standen die acht Finalteilnehmer fest. Moderator Gerhard Lunglmeir sagte zwei Fünfer-Serien und dann jeden einzelnen Schuss, für den die Schützen 50 Sekunden Zeit hatten, an. Gottfried Schmid und Hans Reschke lieferten sich schon im Vorkampf ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Im Finale änderten sich die Positionen. Nach der ersten Fünfer-Serie setzte sich Reschke an die Spitze und behielt sie bis zum Schluss. Rudolf Schlämmer und Paul Barl jun. konnten zwar noch gut mithalten, aber am Ende mussten sie sich mit Platz drei und vier zufriedengeben. Etwas abgeschlagen reichte es für Hans Peter Hoch, dem Vorjahressieger, nur zu Platz fünf.

Jugend Das Finale der Jugend bestritten sechs Schützinnen und zwei Schützen. Da die 40 Schuss aus dem Vorfinale nicht zur Wertung zählen, begann die Wertung für alle acht Finalteilnehmer wieder bei Null. Gau-Jugendleiter Paul Schapfl moderierte. Janina Trott aus Inchenhofen übernahm gleich nach der ersten Fünfer-Serie die Führung in der Jugendklasse Luftgewehr. Carolina Müller, Gau-Jugendkönigin von 2016 und Melanie Schapfl lagen im Ergebnis nah beieinander und wechselten zwischen den Serien schon mal Platz zwei und drei. Da die Zeit nach dem 18. Schuss zu früh gestoppt wurde und Müller als einzige den 18. Schuss noch nicht abgegeben hatte, hielten sowohl die Sulzbacher Schützin als auch die Zuschauer den Atem an. Müller durfte den Schuss wiederholen und behielt die Nerven. Sie rutschte zwar auf Platz drei ab, holte sich aber bei der nächsten Serie Platz zwei zurück. Eine Super Leistung für Melanie Schapfl, die mit Platz drei beendete. Ganz zum Schluss machten es die beiden Erstplatzierten nochmals richtig spannend. Bei gleichem Ringergebnis (mit Zehntelwertung) mussten sie ins Stechen. Letztendlich setzte sich Janina Trott knapp mit 243,3 Ringen vor Carolina Müller mit 241,7 Ringen durch.

Luftpistole Spitzenduelle waren auch bei den Pistolenschützen zu erwarten. Der 22-jährige Sebastian Hammer von Grüne Eiche Schönbach belegte schon im Vorfinale Platz eins. Im Finale machte er gleich Nägel mit Köpfen und behauptete mit Ausnahme der ersten Fünfer-Serie Platz eins bis zum Schluss. Mit 233,7 Ringen lag er im Endergebnis klar vorne. Klaus Hopfensitz, Bundesligaschütze bei Scheuring, folgte mit 228,5 Ringen auf Platz zwei. Platz drei belegte Erich Sterl, Schützenmeister bei Almenrausch Griesbeckerzell und Platz vier der junge Michael Braunmüller aus Willprechtszell. Jörg Seckler begann das Finale stark, leistete sich aber einen Fehlschuss und musste sich mit dem fünften Platz verabschieden.

Luftgewehr Ein Blick auf die Finalistenliste der Luftgewehrschützen versprach allein schon Spannung. Schafft es Erich Schallmair wieder, der mit 41 Jahren immer noch unter den besten Sportschützen Bayerns zu finden ist, das Finale als Gaumeister zu beenden? Wie immer wirkte er unaufgeregt. Platz drei im Vorfinale sagte also nichts aus, zumal die Wertung im Finale bei Null begann. Mit einer starken Fünfer-Serie setzte sich Wolfgang Fritz aus Willprechtszell an die Spitze. Doch schon mit der zweiten Serie überholte Schallmeir seinen Kontrahenten und baute seine Führung bis zum Schluss noch aus. Fritz lieferte sich mit Tobias Baumeister aus Todtenweis einen erbitterten Zweikampf, den er letztendlich verlor. Ihm blieb Platz vier. Pia Schapfl, die anfangs Mühe hatte, mit Andrea Fritz und Elisabeth Nefzger mitzuhalten, kämpfte tapfer weiter und schaffte noch Platz drei. Andrea Fritz kam auf Platz fünf und Elisabeth Nefzger auf Platz sechs. Für Simon Neukäufer endete das Finale unglücklich. Er gab den 14. Schuss noch vor dem Kommando ab. Der Schuss zählte nicht und Neukäufer beendete verärgert das Finale auf Platz sieben.

Pokale und Preisgelder wurden am Abend im Schützenstüberl verteilt.

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