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Motorsport

08.11.2017

Neuling behauptet sich auf zwei Rädern

Der Aichacher Motorradrennfahrer Markus Schormair feierte in seiner ersten Saison beim ADAC Junior Cup einen guten Einstand. Trotz anfänglicher Probleme gelang es dem 18-jährigen Aichacher, in die Punkte zu fahren.
Bild: Manfred Schormair

Markus Schormair überzeugt nach Problemen beim ADAC-Juniorcup. Wie der 18-jährige Aichacher seine erste Saison als Motorradrennfahrer erlebt und wie es weitergeht.

Rückschläge gab es für Motorradfahrer Markus Schormair genügend. Aufgeben kam für den 18-Jährigen aber dennoch nicht in Frage. Selbst dann nicht, als er im Training in Oschersleben die Kontrolle verlor und seine 160 Kilogramm schwere KTM auf ihn stürzte. Trotz Prellungen und Quetschungen nahm er am Tag darauf schon wieder am Qualifying teil. Der Aichacher wollte es in seiner ersten Saison als Rennfahrer beim ADAC-Junior allen beweisen.

Bei dieser Nachwuchsserie kämpften 34 Fahrer aus Deutschland, Tschechien und anderen europäischen Ländern um den Sieg. In der Gesamtwertung belegte der Aichacher Platz 16. Am Ende waren 20 Punkte auf dem Konto des 18-Jährigen. Für den gelernten Werkzeugmechaniker ein Erfolg. „Ich bin mit wenig Erwartungen gestartet. Schließlich ist es meine erste Saison als Rennfahrer.“ Erst mit 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für Motorradräder. Damals nehm ihn Cousin Lukas auf dessen Maschine mit – seitdem hat ihn das Fieber gepackt. Nach seiner ersten Saison ist Schormair nun froh, den Schritt in die Rennserie gewagt zu haben: „Das ist ein finanzieller und zeitlicher Aufwand. Aber es ist sehr aufregend und ein unbeschreibliches Gefühl, sich mit den anderen auf der Rennstrecke zu messen.“ Sponsoren eingerechnet ist der Saisonetat von rund 15000 zur Hälfte gedeckt.

Motorsport: Markus Schormair steigert sich von Rennen zu Rennen

Dabei begann das Abenteuer mäßig. Aufgrund von Getriebeproblemen konnte der 18-Jährige beim Auftakt erst gar nicht am Rennen teilnehmen. Auch sonst zahlte der Neuling zu Beginn der Rennserie Lehrgeld. „Insgesamt bin ich bestimmt zehn Mal gestürzt. Da kamen mir schon Zweifel.“ Doch der Aichacher nahm seinen Mut zusammen und kehrte zurück auf seine Maschine. In Oscherleben kämpfte er sich trotz der Blessuren auf Rang 16 vor. Blöd nur, dass es dafür keine Punkte gab: „Einen Platz besser und ich hätte gepunktet. Ich war nach dem Rennen stolz und traurig zugleich.“ Dennoch ging der 18-Jährige nun selbstbewusster an die Rennen heran. Schon im nächsten Rennen gab es mit Platz 13 die ersten Punkte „Ich hab mich einfach nur wohlgefühlt. Das war toll.“

Danach steigerte sich Schormair von Rennen zu Rennen. Seine beste Platzierung fuhr er im niederländische Assen mit Platz zehn ein. „Ich wollte mich präsentieren und von Rennen zu Rennen schauen. Das ist mir ganz gut gelungen und ich habe viel dazu gelernt.“ Für den 18-Jährigen war es zu einem großen Teil auch eine Kopfsache. „Du musst voll da sein. Eine kleine Unkonzentriertheit und man fliegt ab.“ Mit bis zu 200 Stundenkilometern sind Schormair und Co. unterwegs. Die Rennen gehen meist über 60 Kilometer, zwischen elf und 16 Runden legen die Fahrer zurück. Was dem Aichacher besonders gefällt: „Alle Fahrer haben so ziemlich die gleiche Ausgangsposition. Es kommt rein auf das fahrerische Können an.“

Nun kann der 18-Jährige sein Motorrad aber erst einmal in der Garage parken. Auf der faulen Haut will Schormair aber auch im Winter nicht liegen. „Ich fange jetzt schon wieder mit dem Konditionstraining an und bereite mich auf die neue Saison vor.“ Radfahren und Laufen stehen auf dem Programm, denn Schormair hat noch viel vor. Aufgrund seiner Leistungen verlängerte sein Team ADAC Südbayern den Vertrag um ein weiteres Jahr.

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