Relegation Bayernliga

06.06.2011

Noch ein Sieg bis zum Ziel

Würde heute gerne Beifall klatschen: Trainer Robert Walch könnte heute bei einem Sieg im Relegationsspiel gegen Selbitz mit Gersthofen in die Bayernliga einziehen.
Bild: Foto: Marcus Merk

Für Gersthofen könnte ein Traum wahr werden

Gersthofen Als Alois Binswanger im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Sportarena vor rund viereinhalb Jahren zum ersten Mal von der Bayernliga sprach, wurde der ehemalige Abteilungsleiter des damaligen Bezirksoberligisten TSV Gersthofen milde belächelt. Bei jeder Niederlage erntete er fortan Hohn und Spott. Am heutigen Samstag könnte es jedoch so weit sein: Der TSV Gersthofen trifft in einem Relegationsspiel in Schwabach (Anpfiff 17 Uhr) auf die SpVgg Selbitz. Ein Sieg – und der TSV steht in der höchsten bayerischen Liga. Gersthofens Trainer und Manager Robert Walch hat Alois Binswanger deshalb persönlich eingeladen, diese möglicherweise historische Stunde mitzuerleben.

Walch, der ehemalige Trainer der A-Junioren des FC Augsburg, ist vor drei Jahren mit ehrgeizigen Zielen beim TSV Gersthofen angetreten. Er hat dazu nicht nur die Mannschaft, sondern auch die gesamte Abteilung umgekrempelt, sich dabei nicht nur Freunde gemacht. Während es die ersten beiden Jahre auf dem Spielfeld mit den Plätzen 12 und 13 nicht wirklich rund lief, gelang dem 41-Jährigen im Umfeld ein Coup. Der Hauptsponsor wurde auch zum Namensgeber für die Abenstein-Arena.

Bescheidene Töne vor der Saison

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Vor dieser Saison schlug man bescheidene Töne an. „Schnauze halten und Leistung zeigen“, hatte Jürgen Treffler, Abteilungsleiter Finanzen, gefordert. Am vorletzten Spieltag stand der TSV Gersthofen dann doch etwas überraschend als Vizemeister der Landesliga Süd fest. Die Gelb-Schwarzen profitierten im Endspurt auch von den Schwächen der Konkurrenz. Der langzeitige Spitzenreiter FC Unterföhring zum Beispiel brach völlig ein, verlor sechs der letzten sieben Spiele. Und auch der TSV Kottern stolperte sich selbst aus dem Relegationsrennen.

„Jetzt sind wir hier, jetzt wollen wir gewinnen, jetzt wollen wir aufsteigen, jetzt müssen wir alles andere ausblenden“, hat Robert Walch ganz klar die Marschroute festgelegt. „Jeder ist gewillt, in so einem Spiel alles zu geben“, haben Walch und sein Co-Trainer Gerhard Hildmann auch beim Abschlusstraining am Vatertag Aufbruchsstimmung ausgemacht.

Nicht dabei waren bei der Übungseinheit lediglich Andi Neumeyer, der sich im letzten Spiel gegen den SB Rosenheim nicht nur eine Platzwunde, sondern auch eine Gehirnerschütterung zugezogen hat, und Martin Wenni nach seiner Nasenoperation. Beide werden auch am Samstag fehlen. Ebenso Jungtalent Robert Kohlhaupt, der sich in den Urlaub verabschiedet hat.

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