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Fußball-Landesliga

13.04.2015

Nur ein Hauch von Chancen

Zwei Gersthofer gegen einen Affinger: eine typische Szene für dieses Kellerduell. Die Situation für den FC Affing hat sich am Wochenende weiter verschlechtert.
Bild: Reinhold Rummel

Beim torlosen Remis gegen Schlusslicht Gersthofen zeigt der FC Affing erneut eine desolate Leistung in der Offensive. Maximilian Merwald schnauzt Mitspieler an.

0:0 lautete nach faden 90 Spielminuten der Endstand im Kellerderby in Affing gegen Schlusslicht TSV Gersthofen. Und dabei offenbarte der FC Affing einmal mehr seine eklatante Abschlussschwäche. Gegen den sehr biederen Gast erarbeitete sich der FC Affing nahezu keine Möglichkeiten.

Marco Küntzel, der Trainer der Gastgeber wollte phasenweise den Kick seiner Truppe schon nicht mehr mit ansehen. Immer wieder hielt er sich die Hände vor die Augen, ob der schwachen Darbietung seiner Leute. Er sah wenig Herzblut und schon fast gar keine Leidenschaft in den Aktionen.

Dass es innerhalb des Teams nicht passt, bekamen die Zuschauer spätestens nach 76 Spielminuten zu sehen. Maximilian Merwald versuchte sich mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der aber eher einer harmlosen Rückgabe glich. Und als er dann von seinen Nebenspielern aufgefordert wurde, doch besser das Passspiel vorzuziehen, schnauzte er seine Mitspieler mit nicht druckreifen Aussprüchen an. Selbst die treuen Affinger Fans quittierten diese verbale Entgleisung mit lautstarken Protestsprüchen, „dass dies überhaupt nichts auf dem Fußballplatz zu tun hat.“

FCA begnügt sich mit absoluter Magerkost

Auf Trainer Marco Küntzel wartet somit in der kommenden Woche nicht nur in sportlicher Hinsicht enorm viel Arbeit, er ist auch als Vermittler gefragt, damit im nächsten Spiel eine harmonisierende Mannschaft auf dem Platz steht, um vielleicht noch die letzten Kastanien für den FC Affing aus dem Feuer zu holen. Was man gegen den Tabellenletzten aus Gersthofen geboten bekam als Besucher, war absolute Magerkost. Der TSV konnte nicht viel bieten. Aber in puncto Einsatzwillen gaben die Gäste alles, um ihre fünfte Punkteteilung mit nach Hause zu bringen.

Wer beim FC Affing Treffer schießen soll, blieb am Sonntag wieder einmal ein Rätsel. Die Gastgeber hatten nur im ersten Abschnitt so etwas wie den Hauch von Chancen. Da war dann aber Gästeschlussmann Stefan Brunner nicht zu bezwingen. Gegen Dominic Wünsch klärte er ebenso aufmerksam wie gegen Michael Eibel. Und als Robin Streit allein vor ihm auftauchte, brachte der das Kunststück fertig, aus sechs Metern den Ball nicht an Brunner vorbei ins Tor zu schieben; der Ex-Aichacher klärte per Fußabwehr reaktionsschnell.

Die größte Chance der Gersthofer vereitelte auf der Gegenseite schon in den Anfangsminuten Torhüter Florian Riegel, der aufgepasst hatte, als Martini Mombaya vor ihm auftauchte. Wer gehofft hatte, dass die Affinger im zweiten Spielabschnitt auf ihr Haustor endlich die Ladehemmung beenden würden, der wurde bitter enttäuscht. Vielmehr bekamen die Gastgeber nun nicht einmal mehr einen vernünftigen Spielaufbau zustande. Gersthofen konnte die zaghaften Versuche immer wieder zerstören. Und mit welchen Einsatz die Gersthofer agierten, das zeigte sich darin, dass sie bis zur Erschöpfung mit ihren biederen Mitteln rackerten, was mehrmals Wadenkrämpfe zur Folge hatte. Gästecoach Ivan Konjevic sagte zur Erklärung: „Das Trainingspensum ist nicht unbedingt unsere Stärke.“ Und für die einzig echte Chance nach dem Wechsel sorgte Rene Hamann, dessen Schuss wurde von Marco Baur abgeblockt.

FC Affing Riegel, Näßl, Thiel, Söllner (67. Lechner), Merwald, Wünsch, Eibel (71. Bal), Stoll, Woltmann, Streit, Knauer (60. Hamann).

TSV Gersthofen Brunner, Huckle (69. Dörr), Ersoy, Repennig, Leiteritz, Mijailovic, Ertürk (68. Dia), Baur, Simic (46. Stetter), Schnurrer, Lombaya.

Zuschauer 200.

Schiedsrichter Böhm (TSV Wolfratshausen).

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