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Fußball

11.10.2017

Pipinsried: Zu wenig Spenden fürs Stadion

Beim Relegationsspiel gegen Fürth gab es im Pipinsrieder Stadion noch keine Banden auf der Tribünenseite. Mittlerweile wurde das Stadion regionalligatauglich gemacht. Das hat den Dorf-Klub viel Geld gekostet, durch ein neues Finanzierungskonzept sollten die Ausgaben zumindest teilweise gedeckt werden.
Bild: Sebastian Richly

Mit ungewöhnlichem Finanzierungskonzept wollte Regionalligist Pipinsried einen Teil der Kosten des Umbaus decken. Auch wenn die Summe nicht stimmt, ist trotzdem viel erreicht.

Ähnlich wie bei der 0:3-Niederlage bei den Münchner Löwen im Regionalliga-Spiel vergangene Woche, hat es auch beim Crowfunding-Projekt des FC Pipinsried nicht ganz für die Punkte gereicht. 25 000 Euro wollte der Dorf-Klub an Spenden über das Internet generieren, um den insgesamt 150000 Euro teuren Stadionumbau zumindest teilweise zu decken.

Beim sogenannten Crowdfunding werden Fans, Firmen und Investoren zum spenden aufgerufen. Für ihre finanzielle Unterstützung erhalten die Sponsoren spezielle Gegenleistungen. Für 30 Euro wurde ein Autogramm von Präsident Konrad Höß angeboten und für 50 Euro sollte ein Spieler bei der sogenannten „Lemon-Face-Challenge“ in eine Zitrone beißen. Das Video wäre dann auf der Facebook-Seite des FCP zu sehen gewesen. Auch hochpreisige Angebote fanden sich im Katalog. Für 150 Euro hätte man beim FCP mittrainieren können, für 250 wäre ein Kicker zum Rasenmähen vorbeigekommen. Wer sich schon immer einmal mit dem FCP hätte messen wollen, der hätte 3000 Euro auf den Tisch legen müssen. Acht Wochen lang lief die Aktion. Insgesamt kamen etwas weniger als 8000 Euro von 82 Unterstützern zusammen. Da bei einem solchen Projekt die Spenden nur eingelöst werden, wenn der Zielbetrag erreicht wird, sind die Zuwendungen eigentlich hinfällig.

FCP-Manager Roman Plesche hofft dennoch, dass einige Sponsoren den FCP finanziell unterstützen. „Wir haben ja auch einige der Angebote schon eingelöst, um zu zeigen, dass wir es ernst meinen. Ich bin zuversichtlich, dass die Teilnehmer ihr Geld dennoch dem Klub zukommen lassen.“ Für Plesche, der auch die Idee zu diesem ungewöhnlichen Finanzierungskonzept hatte, ist die Aktion dennoch ein großer Erfolg. „Wir hätten uns auch ein kleines Ziel setzen können. Aber wir wollten bewusst eine klare Botschaft rausgeben.“ Ein bisschen mehr hatte sich der 30-Jährige aber schon erwartet. „Wir haben eine jüngere Zielgruppe angesprochen. Es sind auch Spenden unabhängig vom Crowdfunding eingegangen.“ Ein Ziel haben die Pipinsrieder aber in jedem Fall erreicht: Aufmerksamkeit. „Deshalb haben wir etwa auch die Aktionen mit der Zitrone aufgenommen. Als kleiner Verein ist es wichtig, aufzufallen.“ Und das hat der FCP geschafft. Sogar die Fanseite loewenmagazin.de rief zur Spende für den Ligakonkurrenten auf.

Überhaupt ist der Bekanntheitsgrad des FCP spätestens seit dem Gastspiel im Grünwalder Stadion und der landesweiten Fernsehübertragung auf Sport1 gestiegen.

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