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Kühbach

16.04.2019

Rudert Sophie Oksche bei Olympia 2020?

Die Kühbacherin Sophie Oksche (vorne links) holte sich mit Partnerin Alexandra Höffgen (daneben) den Titel im Zweier ohne Steuerfrau.
Bild: Deutscher Ruderverband/Seyb

Die 24-Jährige holt sich in Köln den Deutschen Meistertitel im Zweier. Wie Mutter Luise das Rennen verfolgt und wie die Chancen für eine Olympiateilnahme stehen.

Über das ganze Gesicht strahlte die Kühbacherin Sophie Oksche bei den deutschen Meisterschaften. Schließlich hat die 24-Jährige zusammen mit Partnerin Alexandra Höffgen ihren Titel bei den Kleinbootmeisterschaften in Köln verteidigt.

Im Zweier ohne Steuerfrau ließen Oksche, für die Rudergemeinschaft Donau-RC Ingolstadt, und Höffgen der Konkurrenz keine Chance. Das Duo löste sich schon früh von der Konkurrenz und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel auf zwei Bootslängen aus. Silber ging an Christin Stöhner und Annabel Oertel, Bronze holten Charlotte Körner und Marie-Sophie Zeidler. „Wir konnten uns im Rennverlauf immer weiter steigern, hätten aber nicht damit gerechnet, dass es am Ende so deutlich wird“, freute sich Oksches Partnerin Alexandra Höffgen über die Titelverteidigung.

Für die Kühbacherin war es nicht der erste nationale Titel. Die Studentin der Raumplanung hat in den vergangenen Jahren einige Erfolge gefeiert, auch international. Im Vierer wurde Oksche mit dem deutschen bei den Weltmeisterschaften im B-Finale Sechster. Das gleiche Ergebnis sprang bei den Europameisterschaften im A-Finale heraus. In der U23 holte sie 2014 bei den Weltmeisterschaften im Achter sogar die Bronzemedaille. Den Erfolg erarbeitet sich Oksche hart. Mehrmals täglich wird trainiert. Neben der Technik brauchen die Ruderer auch Kraft.

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Rudert Sophie Oksche auch bei Olympia 2020 in Tokio?

Selbst Mama Luise bekommt sie deshalb nur selten ans Telefon: „Ich fiebere immer mit, aber Rudern ist ein sehr zeitintensiver Sport. Dazu kommt noch das Studium, weshalb wir leider nicht so oft telefonieren können, wie das vielleicht schön wäre.“ Verfolgt werden die Wettkämpfe meist im Internet über einen Liveticker und die Rennen dann später auf der Video-Plattform Youtube angeschaut.

Angefangen hat alles, als Sophie Oksche acht Jahre alt war. Damals nahm sie ihr Vater Jan mit zum Rudern. Der Ehrgeiz der jungen Sportlerin war schnell geweckt und schon bald nahm sie an den ersten Wettkämpfen teil. Die Liste der Erfolge ist lang und soll, wenn es nach Sophie Oksche noch länger werden. Ein großes Ziel der Kühbacherin sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. „Die Kleinbootmeisterschaften sind eine Art Vorauswahl für die Kader. Im Vierer oder Achter hat sie ihre Chancen, wobei man sich natürlich auch erst einmal qualifizieren muss. Das wäre aber auf jeden Fall eine ganz große Sache.“ Bei der Erfüllung dieses Traums drückt die ganze Familie die Daumen, auch Schwester Annkathrin, die früher gemeinsam mit Sophie Erfolge im Ruderboot gefeiert hat. Durch den Sieg bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften hat sich Sophie Oksche schon einmal in Stellung für Olympia gebracht. Jetzt heißt es: weiter Gas geben für den großen Traum. (sry-)

Lesen Sie dazu den Artikel: Sophie Oksche rudert zu WM-Bronze und das Porträt: Ein starkes Team

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