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Fußball-Landesliga

18.04.2015

Sarcone setzt auf Zusammenhalt

Gegen den Tabellenletzten Gersthofen erzielte in der vergangenen Partie wieder kein Affinger Spieler ein Tor (in Rot). Nun tritt das Team gegen den Tabellenvierten Mering an.
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Gegen den Tabellenletzten Gersthofen erzielte in der vergangenen Partie wieder kein Affinger Spieler ein Tor (in Rot). Nun tritt das Team gegen den Tabellenvierten Mering an.
Bild: Reinhold Rummel

Nach dem Rücktritt von Marco Küntzel will der 30-Jährige die Affinger zum Klassenerhalt führen. Lindermeier spricht mit möglichem Kandidaten für das Traineramt.

Enzo Sarcone hat keine leichte Aufgabe übernommen. Seitdem Marco Küntzel beim FC Affing Anfang der Woche zurückgetreten ist, betreut der 30-jährige bisherige Co-Trainer das Team. Zurzeit steht die Mannschaft auf dem 16. Relegationsplatz, direkt dahinter liegt punktgleich Ottobeuren. Sarcone formuliert ein klares Ziel: „ Affing muss in der Landesliga bleiben.“ Nach dem missglückten Start in die Frühjahrsrunde hat die Vereinsführung sich von dem Gedanken, den direkten Klassenerhalt zu schaffen, verabschiedet. Das Team soll nun den Weg über die Relegation einschlagen.

Auf den Rücktritt von Küntzel reagierten die Spieler „teilweise gefasst“, wie Sarcone sagt. Allerdings gibt der 30-Jährige auch offen zu: „Manche, die kein gutes Verhältnis zu ihm hatten, haben sich gefreut.“ Küntzel ist bekannt für seine direkten Ansprachen und hatte selbst gesagt, dass Teile der Mannschaft mit seiner kritischen Art nicht zurechtkamen. Sarcone betont, dass er als Co-Trainer viel von dem Ex-Profi gelernt habe. „Seine fußballerische Qualität steht außer Frage.“ Zu dem Rücktritt sagt der 30-Jährige: „Es war der ehrliche und richtige Schritt. Man hatte das Gefühl, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht.“

Robert Lindermeier, Abteilungsleiter Fußball, hätte Küntzel zwar gerne als Trainer behalten, sagt aber auch, dass die kritische Art bei einigen Spielern „zu einer Blockade geführt hat“. Am Sonntag steht nun ein Auswärtsspiel gegen den Tabellenvierten SV Mering an (Anstoß 15 Uhr). „Dass wir dorthin fahren, um zu gewinnen, wäre vermessen“, sagt Lindermeier. Er hofft dennoch, dass die Mannschaft sich energisch zeigt und gut verkauft. „Das kann Kräfte freisetzen.“ Dabei denkt er an die kommenden Partien gegen Teams wie Memmingen und Kaufbeuren. Im Hinblick auf Sonntag sagt er: „Vielleicht ist ja ein Punkt drin, das wäre unser Ziel.“

Derweil ist der Abteilungsleiter auf der Suche nach einem neuen Trainer. „Ich bin schon im Gespräch mit einem aussichtsreichen Kandidaten.“ Lindermeier sagt aber auch, dass es sich erfahrungsgemäß noch hinziehen wird, bevor er jemand Neuen vorstellen kann. „Ich gehe davon aus, dass Enzo noch bis zum Ende der Saison dabei sein wird.“ Er habe das Vertrauen der Mannschaft und in den vergangenen Tagen gute Arbeit im Training geleistet.

Affing geht motiviert in die Partie gegen Mering

Sarcone sagt, dass die Mannschaft sehr motiviert sei. Er habe im Training versucht zu vermitteln, dass Affing sein Ziel nur im Team erreichen kann. „Wir wollen was holen in Mering.“ Der 30-Jährige ist davon überzeugt, dass in den Affinger Spielern viel Potenzial steckt.

Gegen die ebenfalls vom Abstieg bedrohten Mannschaften aus Gersthofen und Ottobeuren sprang zuletzt nur ein 0:0-Unentschieden heraus. „Das Thema ist klar, als Stürmer lebt man von Erfolgserlebnissen“, sagt Sarcone und spricht damit Affings Probleme bei der Chancenverwertung an. 17 Tore in 27 Spielen – das ist eine magere Ausbeute. Aber Mering hat sich am Mittwoch ebenfalls torlos von Kaufbeuren getrennt. Mehrere Spieler fallen zurzeit verletzt aus. Sarcone warnt dennoch davor, den Gegner zu unterschätzen. „Günter Bayer ist ein Fuchs“, sagt der 30-Jährige über den Trainer der gegnerischen Mannschaft. Der Kader habe Bayernliga-Niveau.

Im Hinblick auf die Affinger Verletztenliste gibt es laut Sarcone einen Lichtblick. Mit Michal Korenik und Marius Kefer haben zwei wichtige Kräfte wieder am Training teilgenommen. Für einen Einsatz am Wochenende sei es aber noch zu früh. Ungewiss ist allerdings, ob Dominic Wünsch und Daniel Söllner spielen können. Beide sind leicht angeschlagen.

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