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Fußball-Kreisliga

27.10.2017

Schießt SSV den Favoriten wieder ab?

Petersdorfs Stefan Simonovic (vorne) schoss den TSV Pöttmes im Hinspiel beinahe im Alleingang ab. Am Ende hieß es 6:1 für den SSV. Mittlerweile steht aber der TSV an der Tabellenspitze und hat noch etwas gutzumachen.
Bild: Melanie Nießl

 Petersdorf will nach 6:1-Gala im Hinspiel auch in Pöttmes punkten. Beim TSV gibt Coach Martin Brodowski seinen Einstand. Affing kann Konkurrenz abschütteln.

Die Hinrunde bei den Fußballern der Kreisliga Ost ist vorbei, doch einen sogenannten Herbstmeister gibt es nicht. Denn aufgrund der Nachholspiele könnte Tabellenführer TSV Pöttmes noch vom BC Rinnenthal eingeholt werden. Überhaupt ist die Liga in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich.

Zunächst wäre da die Ausgeglichenheit. Von Platz drei bis Relegationsplatz zwölf sind es nur acht Punkte, die Tabellenführung wechselte fast wöchentlich. Am erstaunlichsten ist aber die Tatsache, dass ausgerechnet die beiden bestplatzierten Teams ihre Trainer während der Saison entlassen haben. Der Tabellenzweite FC Affing trennte sich von Manfred Kämpf bereits nach zwei Spieltagen, ebenso überraschend wie der TSV Pöttmes von Andreas Brysch Anfang dieser Woche. Sportliche Gründe wie sonst üblich gaben in beiden Fällen nicht den Ausschlag.

Nach den Tumulten gegen Gerolsbach und der Entlassung von Brysch darf man gespannt sein, ob die Pöttmeser ihren Höheflug fortsetzen. Trainer Martin Brodowski, der bis zur Winterpause das Kommando hat, hat keine leichte Aufgabe. Er muss einerseits gegen die Unruhe nach den Ereignissen ankämpfen und andererseits das Team auf den Angstgegner einstellen. Denn mit dem SSV Alsmoos-Petersdorf kommt eines von drei Teams, das den TSV bezwingen konnte. Zum Saisonauftakt ging der TSV mit 1:6 an der Hohenrieder Straße richtig baden. Dreimal Torjäger Stefan Simonovic, zweimal Kajetan Schaffer und Matthias Benesch machten den Albtraumstart für Pöttmes perfekt.

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SSV-Coach Frank Mazur erinnert sich: „Uns ist an dem Tag einfach alles gelungen. Unsere Einstellung war vorbildlich. Wir waren hinten stabil und vorne brandgefährlich. Es war wahrscheinlich unser bestes Saisonspiel.“ Damals übernahm der SSV die Tabellenführung, und Pöttmes stand am Ende des Tableaus. Mittlerweile ist die Situation eine andere. Pöttmes grüßt von der Spitze, und Petersdorf liegt auf Rang sieben.

Dennoch will sich Mazur nicht verstecken: „Wir haben keine Angst vor Pöttmes. Wir haben gezeigt, dass wir jede Mannschaft schlagen können. Wenn wir unser Potenzial abrufen, werden wir auch Zählbares mitnehmen.“ Schwierig wird es werden, wenn der Fusionsklub eine ähnliche Leistung abliefert wie am vergangenen Wochenende bei der 2:3-Pleite gegen den TSV Rehling. „Das war ein Spiel zum Vergessen. Aber genau da liegt das Problem. Wir sind nicht konstant genug in unseren Leistungen, und deshalb stehen wir auch nur im Mittelfeld“, weiß Mazur, der auch in Pöttmes wieder auf dem Platz stehen wird. „Wenn die Mannschaft mich braucht, mache ich das“, so der 38-Jährige, der in Rehling das zwischenzeitliche 1:1 erzielte. Die Entlassung von Andreas Brysch spielt für Mazur übrigens keine Rolle: „Pöttmes hat eine super Truppe und steht nicht umsonst da oben. Für mich ist es nicht ausschlaggebend, wer dort Trainer ist.“

Das Topspiel steigt in Affing, wenn der Tabellenzweite FCA den Dritten DJK Langenmosen empfängt. Bei einem Ausrutscher des Spitzenreiters könnte das Team des Trainerduos Tobias Jorsch und Marc-Abdu Al-Jajeh den Platz an der Sonne einnehmen. Das Hinspiel endete 2:2. Ein spannendes Duell steht auch zwischen dem Tabellenfünften SC Griesbeckerzell und dem Sechsten BC Rinnenthal an. Der BCR hat noch zwei Partien und die Zeller eine in der Hinterhand. Der Sieger ist ganz vorne dabei.

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