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Fußball

29.06.2018

Sielenbach muss zur Zusatzschicht zum Meister-Cup

Die Fußball-Frauenmannschaft des TSV Sielenbach will in dieser Besetzung beim Meistercup bestehen, links Trainer Martin Janyga und rechts sein Kollege Christoph Bauer. Das Team stieg zuletzt in die Bezirksliga auf.
Bild: Johann Eibl

Die Frauenmannschaft des TSV muss in Mindelzell ohne ihre Toptorjägerin auskommen. Zuversicht herrscht trotz starker Konkurrenz in den Gruppenspielen.

Bei den Fußballerinnen des TSV Sielenbach kennt die Erfolgskurve seit einiger Zeit nur eine Richtung: Es geht nach oben. Vor einem Jahr verabschiedeten sie sich erfolgreich aus der Kreisklasse, nun geht’s erneut eine Liga höher. Als Meister der Kreisliga Augsburg wartet ab September die Bezirksliga auf sie. Zuvor freilich gilt es noch eine Zusatzschicht am Samstag in Mindelzell zu bewältigen. Im Landkreis Günzburg wird der Erdinger-Meistercup ausgetragen – mit dem TSV Sielenbach im Feld der sieben Frauenteams.

Am Mittwoch stand das voraussichtlich letzte Training in dieser Saison auf dem Programm. Die zwölf Damen, die beim Ausklang der Runde zum Einsatz kommen werden, bereiteten sich unter Anleitung der Trainer Martin Janyga und Christoph Bauer auf die Aufgaben in Mindelzell vor. Auf ihren schwarzen Trikots wiesen sie mit dem Aufdruck Kreisligameister 2017/18 darauf hin, was sie gemeinsam geschafft haben.

Nach den Erfolgen in den letzten Monaten und dem zweiten Aufstieg in kurzer Zeit war die Stimmung verständlicherweise gut, es wurde viel gelacht. Zuerst lief der Ball in zwei Kreisen zu jeweils sieben Leuten, es folgten Passübungen. Und nach einer Trinkpause blieb die Kugel mal für kurze Zeit außen vor, denn jetzt galt es, kurze Sprints hinzulegen. Die stehen in jedem Spiel an, gleichwohl hielt sich hier die Begeisterung in Grenzen. Fußballer, männliche wie weibliche, sind eben dafür bekannt, dass sie lieber mit ihrem Spielgerät am Fuß laufen. Das durften die zumeist recht jungen Damen später auch noch, als mit einem Kleinfeldspiel die Übungseinheit ausklang.

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Auch am Samstag wird der Ball auf einer Fläche mit diesen Maßen rollen mit jeweils fünf Spielerinnen plus einer Torwartin. Wirft man einen Blick auf die Gruppengegner, beispielsweise Anhausen als Meister der Bezirksoberliga, so ist man geneigt, der TSV-Truppe keine großen Chancen einzuräumen. Doch da meldet sich prompt Widerspruch: „Kann man so nicht sagen.“ Die Zuversicht rührt von letzten Jahr her, als man sich beim Bezirksentscheid durchsetzte.

Ehe es im August wieder mit dem Training losgeht und einen Monat später mit der neuen Punktrunde, kommt es zu einigen Veränderungen in der ersten Mannschaft des TSV Sielenbach; die zweite kickt in der Freizeitliga. Ein halbes Dutzend aus dem Kreis der knapp 30 Frauen hat sich abgemeldet wegen Schwangerschaft, Verletzungen oder beruflicher Ausbildung. Aus Klingen kommt Sophia Baudrexl und aus Rohrbach bei Friedberg gesellt sich Lea Wex als Keeperin zum neuen Bezirksligisten. Bleiben wird die Toptorjäger Joana Müller, die aus dem Allgäu stammt, in Augsburg lebt und nicht weniger als 30 Treffer erzielte. In Mindelzell aber wird sie nicht eingreifen. Offizielle Begründung: Sie muss arbeiten.

Christoph Bauer engagiert sich seit vier Jahren für den Frauenfußball in Sielenbach, bei Martin Janyga, früher ein hoffnungsvoller Schiedsrichter, sind es drei. Unisono erklärten die beiden mit Blick auf ihre Schützlinge: „Die haben echt toll mitgemacht.“ Janyga, der künftig für den TSV Dasing selber spielt, versichert zudem: „Mit Erfolg ist es noch eine Stufe schöner.“ Außerdem gehört Stefan Augenthaler zum Trainerteam. Die Sielenbacher Kickerinnen, die zum Teil außerhalb des Landkreises wohnen, haben sichtlich Spaß an diesem Sport. „Lasst euch überraschen“, sagen sie auf die Frage, was denn für sie in Mindelzell rausspringen könnte. Stefanie Glas fungiert als Kapitänin, sie meint in Richtung nächster Punkterunde: „Der Respekt ist auf alle Fälle da vor den neuen Gegnerinnen.“ Dass es eine Etage höher körperbetonter zugehen wird als zuletzt, dass ist ihr und ihren Kameradinnen klar.

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