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Fußball-Nachlese

20.08.2018

So geht es in Aindling weiter 

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Die Tendenz ist positiv bei den Aindlingern Patrick Modes (Mitte) und Lukas Ettner (rechts). Dem BC Adelzhausen um Jürgen Lichtenstern stehen nach der 1:3-Pleite am Schüsselhauser Kreuz dagegen schwere Zeiten bevor. Noch ist der BCA sieglos in dieser Spielzeit.

Nach dem Erfolg gegen Adelzhausen ist der TSV wieder in der Spur. Was Herbert Wiest vorhat und wie Ex-Coach Thomas Wiesmüller über sein Jahr denkt.

Ein Funktionär, der sich gerne in den Vordergrund drängt: Auf Ludwig Grammer, den Präsidenten und Ehrenpräsidenten des TSV Aindling, trifft diese Formulierung gewiss nicht zu. Der 68-Jährige hält sich vielmehr gerne im Hintergrund auf. Wenn er bei einer Pressekonferenz zum Mikrofon greift, dann ist klar: Da wird nicht etwa ein Spiel analysiert, nein, da geht es um eine Entscheidung, die über den Tag hinaus von großer Bedeutung sein wird. Am Sonntagabend war’s mal wieder so weit. Wenn es gilt, einen neuen Trainer für das erste Fußballteam zu präsentieren, dann ist die oberste Instanz in diesem Verein gefragt.

Zunächst blickte er kurz zurück, auch auf den Ex-Trainer: „Ich möchte es nicht versäumen, mich bei Thomas Wiesmüller zu bedanken. Er ist ein junger Trainer.“ Grammer könnte sich vorstellen, dass die Mannschaft jetzt schon langsam es verinnerlicht hat, dass sie der Bezirksliga angehört: „Wir wollen aufsteigen, das gilt nach wie vor. Das war vielleicht auch der Grund, warum wir so früh gehandelt haben.“ Dann blickte er auf Herbert Wiest, den neuen sportlichen Chef: „Mit ihm haben wir einen guten Mann gefunden. Ich glaube, dass er aus der Mannschaft das Nötige rausholt.“ Wiest versicherte, nach dem Anruf aus Aindling habe er gar nicht lange überlegen müssen. Die Anlage nannte er als ein Argument, ebenso das Funktionsteam. Ungefragt nannte er die Begleitumstände, die zu seinem schnellen Abschied Ende Juli von Türkspor Augsburg führten. Dort hatte er die Leistungsbereitschaft vermisst. Zur neuen Truppe sagt er: „Ich hoffe, dass die Mannschaft die Leistungsbereitschaft und die Mentalität zeigt, die ich von ihr verlange.“ Die Altersstruktur im Kader gefällt Wiest: „Aindling ist eine sehr gute Adresse.“ Dann erinnerte sich der 55-Jährige („Ich war ein Allrounder, bis auf Torwart habe ich alles gespielt“) an Auftritte am Schüsselhauser Kreuz, wo er vor 20 Jahren schon mal als Trainerkandidat galt. Etwa mit dem FC Augsburg oder mit dem TSV Bobingen. „Aindling war immer ein ganz heißes Pflaster.“ Und das soll es auch jetzt wieder werden. „Von der Qualität der Mannschaft her ist es so, dass sie unter ihren Möglichkeiten spielt.“

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Die Bilder des Spieltags
Bild: Christoph Lotter

Wiesmüller drückt den Aindlingern nach wie vor die Daumen

Vorgänger Thomas Wiesmüller hatte eine knappe Woche lang versucht, Abstand nach seiner Entlassung zu finden. Am Sonntag äußerte sich der 32-Jährige gegenüber den Aichacher Nachrichten. „Mit Sicherheit wird sich wieder was finden“, meinte er zu seinen sportlichen Plänen. „Gott sei Dank hat die Mannschaft am Mittwoch gewonnen“, erklärte er vor der Partie gegen Adelzhausen, die mit einem 3:1-Sieg endete. Der 0:4-Rückstand zur Pause in Holzkirchen spielte bei seiner Entlassung eine große Rolle: „Unter dem Spiel denkt man da nicht dran. Wenn das Spiel aus ist, macht man sich seine Gedanken.“ Redet er im Nachhinein von eigenen Fehlern? „Schwierig. Große, grobe Fehler habe ich nicht gemacht.“ Viele kleine Faktoren hätten zu den Misserfolgen geführt. Wiesmüller übernahm das Team vor rund einem Jahr von Roland Bahl. Der junge Coach brachte die Aindlinger zunächst mit zwei Siegen zurück in die Erfolgsspur, doch diese Euphorie konnte das Team nicht aufrechterhalten. Am Ende ging es in die Relegation, wo man gegen den TSV Gersthofen letztlich chancenlos war. Beispielsweise die „Not-Elf in Holzkirchen“. Wie sieht der Trainer im Wartestand das Jahr in Diensten des TSV Aindling, was überwiegt, die Erfahrung oder die Enttäuschung über den Abschied? „Eine Mischung aus allem“, so Wiesmüller, der schon als Spieler lange Jahre in Aindling aktiv war.

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Am Sonntag verabschiedete der TSV Aindling noch ein weiteres Eigengewächs: Tobias Völker, der zehn Jahre lang eine feste Größe in der Abwehr war. Seitdem war er als Co-Trainer im Einsatz. Wäre da nicht die Nachfolge von Wiesmüller ein Thema gewesen? Keine abwegige Frage. Völker: „Später vielleicht mal, jetzt nicht.“ Präsident Ludwig Grammer versicherte, er würde sich sehr, sehr freuen, wenn es mal wieder zu einer Zusammenarbeit mit Völker kommen würde.

Herbert Wiest gibt nun die Kommandos beim TSV Aindling. Er tritt die Nachfolge von Thomas Wiesmüller an.

Das sind die Tops & Flops des Spieltages

Spieler des Spieltags Das ist in dieser Woche eindeutig Ehekirchens Fabian Scharbatke. Der Stürmer erzielte beim 8:3-Erfolg des FCE gegen das Schlusslicht gleich fünf Treffer und legte ein weiteres Tor vor. Nach fünf Spieltagen steht der 22-Jährige nun bei sieben Treffern und sechs Vorlagen und führt damit die Scorerliste der Bezirksliga Nord an.

Pechvogel des Spieltags Das ist in dieser Woche Adelzhausens Torhüter Jürgen Dumbs. Im Lokalderby beim TSV Aindling hielt der 32-jährige Routinier eigentlich solide. Der spielende Abteilungsleiter, der nach 16 Monaten Pause erst zum zweiten Mal wieder im Tor der Bezirksligamannschaft stand, leistete sich allerdings zwei Patzer. Beim 0:1 unterschätzte Dumbs einen Freistoß von Simon Knauer, und beim 1:3 sah der Schlussmann ebenfalls nicht gut aus. Am Ende stand der BCA bei der 1:3-Niederlage wieder mit leeren Händen da.

Torjäger des Spieltages Neben Fabian Scharbatke waren noch weitere Spieler in Torlaune. Jeweils zweimal erfolgreich waren David Hörmann (DJK Gebenhofen), Robert Haug (TSV Sielenbach), Marvin Gaag ( Laimering), Maximilian Kopp (SC Griesbeckerzell), Marko Mladenovic (TSV Friedberg), marco Fürst (Mauerbach) Luis Hertl, Jonas Landes (beide Echsheim II).

Längste Serien Noch ist die Saison recht jung. Noch eine weiße Weste haben nach drei Spieltagen der TSV Dasing, der SC Mühlried und der FC Gundelsdorf in der Kreisklasse Aichach. In der A-Klasse feierten der SV Obergriesbach und der FC Tandern einen Start mit drei Siegen. Gleiches gilt für die Kreisligisten SC Griesbeckerzell, BC Rinnenthal und TSV Friedberg. Auch nach sieben Spieltagen wartet der Regional-ligist FC Pipinsried noch auf den ersten Dreier. Die Bezirksligisten VfL Ecknach und BC Adelzhausen sind seit fünf Partien sieglos. Nach drei Spielen noch punktlos sind die Kreisligisten TSV Rehling und BC Aichach. Gleiches gilt in der Kreisklasse für den TSV Inchenhofen sowie in der A-Klasse für den TSV Aindling II und Türk Schrobenhausen.

Zuschauermagneten Die meisten Fans, 350, kamen zum Regionalligaspiel zwischen Pipinsried und Illertissen. 250 Personen wollten das Landkreisderby in der Bezirksliga Nord zwischen dem TSV Aindling und dem BC Adelzhausen sehen. 210 Zuschauer waren es beim Gastspiel des TSV Hollenbach in Meitingen. Immerhin 220 Zuschauer sahen den Kantersieg des BC Rinnenthal gegen den SV Feldheim. 150 Besucher waren es beim Derby zwischen dem SSV Alsmoos-Petersdorf und dem TSV Pöttmes.

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