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Fußball

19.02.2018

So verlief der Abschied von Konrad Höß

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Pipinsried nahm Präsident Konrad Höß Abschied und blickte auf die Geschichte des Vereins zurück. Der 77-Jährige trat mit gemischten Gefühlen ab, wirkte aber doch ein Stück weit erleichtert.
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Auf der Jahreshauptversammlung des FC Pipinsried nahm Präsident Konrad Höß Abschied und blickte auf die Geschichte des Vereins zurück. Der 77-Jährige trat mit gemischten Gefühlen ab, wirkte aber doch ein Stück weit erleichtert.
Bild: Stefanie Marschalek

Bei der Mitgliederversammlung des FC Pipinsried verabschiedet sich der Klubboss mit gemischten Gefühlen. Anwesende stimmen einer Satzungsänderung zu. Personelle Weichenstellungen.

Es war der letzte Auftritt von Konrad Höß als Präsident des FC Pipinsried. Bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim – die Mitglieder versammelten sich erstmals seit 2004 wieder – gab der scheidende Klubboss nochmals den Ton an, bevor er das Ruder an seine Nachfolger weiterreichte. Zuvor hatte Höß aber noch eine gute Nachricht im Gepäck. Spielertrainer Fabian Hürzeler hat seinen Vertrag bis 2020 verlängert. „Ich will den Verein in der Regionalliga etablieren“, so die klare Marschroute des Coaches.

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Nicht nur in diesem Moment gab es frenetischen Applaus. Gefeiert wurde vor allem Konrad Höß. Der 77-Jährige blickte zuvor auf die Geschichte des FCP zurück – und zwar in seiner typischen Art. In seinen Worten lag aber auch viel Wehmut. Leicht fiel ihm der Abschied nicht, dennoch wirkte Höß am Ende auch erleichtert. „Ein Umbruch ist in der aktuellen Situation notwendig“, betonte Höß, nicht ohne zu versprechen: „Ich werde die Entwicklung mit Argusaugen verfolgen. Denn Der FCP ist für mich nicht irgendein Verein, sondern mein Lebenswerk.“ Den ein oder anderen Seitenhieb in Richtung seiner Nachfolger konnte sich „Mister Pipinsried“ nicht verkneifen, insgesamt verlief der Höß-Abschied aber recht harmonisch. Und das, obwohl der Ausschluss der Medienvertreter für Aufsehen gesorgt hatte. Den hatte die künftige Führungsriege ausgesprochen. Vor allem Höß passte das gar nicht. „Wir haben nichts zu verbergen. Das hat mir schon gestunken“, so der 77-Jährige. Dennoch appellierte er an die Mitglieder, den neuen Vorstand zu unterstützen. Zu dem gehören vorrangig Höß-Nachfolger Roland Küspert, Stellvertreter Martin Schmidl und Kassier Josef Ankner. Gegenkandidaten gab es keine, alle Amtsträger wurden ohne Gegenstimme gewählt.

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Die neue Führungsriege: (von links) Zweiter Vorsitzender Martin Schmidl, Kassier Josef Ankner, Spielertrainer Fabian Hürzeler, Manager Roman Plesche und Vorsitzender Roland Küspert.
Bild: Stefanie Marschalek

Deutlich kontroverser ging es beim Thema Ausgliederung der Fußball-Abteilung zu. Die neuen Verantwortlichen planen, eine GmbH zu gründen (wir berichteten). Die 88 anwesenden Mitglider stellten viele Fragen. Manager Roman Plesche fand das aber richtig: „Es gab Diskussionsbedarf. Einige hatten ihre Bedenken wegen der 50+1-Regel. Aber die konnten wir ausräumen. Die meisten haben verstanden, dass wir nur so auf Dauer in der Regionalliga mithalten können.“ Am Ende gab es nur drei Gegenstimmen bezüglich einer Satzungsänderung, die besagt, dass eine solche Entscheidung künftig vom Vorstand getroffen werden kann. Insbesondere für Plesche war das Votum wichtig. „Das ist die Voraussetzung, um weiterzumachen. Daran werden wir jetzt arbeiten und dann steht auch meiner Vertragsverlängerung nichts mehr im Wege.“ Plesche würde dann die Rolle als sportlicher Geschäftsführer übernehmen. Ihm zur Seite stünde ein kaufmännischer Geschäftsführer. Wenn alles nach Plan läuft, wird Ulrich Bergmann diesen Part ab dem Sommer übernehmen. Der Abteilungsleiter des Landesligisten SC Oberweikertshofen war am Freitag bei der Versammlung dabei. „Er wird diesen Posten übernehmen und nebenbei als sportlicher Leiter in Oberweikertshofen tätig sein“, so Plesche, der auch Höß’ Arbeit lobte: „Es waren sensationelle 51 Jahre. Wir hoffen, dass er uns auch in Zukunft beratend zur Seite steht.“

Letzter wichtiger Punkt der Rekordversammlung, die insgesamt rund viereinhalb Stunden dauerte, war das Löwenspiel. Laut dem neuen Vorsitzenden Roland Küspert kann jedes FCP-Mitglied vier Karten reservieren. Derzeit laufen noch die Genehmigungen bezüglich des Umbaus für das Derby (wir berichteten). Vor März werde es aber keinen Ticketverkauf geben. Küspert, bisher Höß’ Stellvertreter, bedankte sich abschließend für das Vertrauen.

Einer wird genau hinschauen, was Küspert und Co. aus dem FCP machen. Konrad Höß, der sich vor allem eines wünscht: „Dass der Verein auch in Zukunft so gut dasteht wie jetzt.“

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