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Fußball-Nachlese

22.10.2018

Solidarität nach Verletzung von Daniel Framberger

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Auf Szenen wie diese wird man in Ecknach monatelang verzichten müssen: VfL-Spielertrainer Daniel Framberger (links) verletzte sich bei der Partie am Sonntag in Holzkirchen schwer und wird lange pausieren müssen. Es besteht Verdacht auf Kreuzbandriss. Die Rivalen aus der Liga bekunden Solidarität.
Bild: Sarina Schäffer

Die schwere Verletzung des Spielertrainers des VfL Ecknach wird zum Hauptthema in der Bezirksliga. In Affing sorgen ein Youngster und ein Routinier für Furore.

Es war die Nachricht schlechthin am Sonntagabend. Nicht um einen Treffer in einem Fußballspiel ging es dabei oder um eine strittige Entscheidung eines Schiedsrichters. Mit Daniel Framberger hatte sich ein Fußballer schwer verletzt. Dass der Spielertrainer des VfL Ecknach in Holzkirchen kurz vor dem Ende der Bezirksligapartie nicht etwa von einem überzogen motivierten Gegner umgesäbelt wurde, sondern ohne Fremdwirkung mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss ausscheiden musste, spielt dabei nur eine unbedeutsame Nebenrolle. Der „Zehner“ bei den Ecknachern wird wohl auf Monate hinaus fehlen.

Im Sommer war Framberger von Schwaben Augsburg ins Wittelsbacher Land gewechselt. Dort machte er sich nicht durch große Sprüche schnell einen guten Namen, sondern als Denker und Lenker im VfL-Spiel. „Wir haben einiges umgestellt“, meinte er nach dem 4:0 über Meitingen. Die Maßnahmen hatten Wirkung gezeigt, denn die mageren Wochen gehörten längst der Vergangenheit an. Abteilungsleiter Jochen Selig war wenige Minuten nach diesem Zwischenfall im Ries („Das wird uns schlaflose Nächte bereiten“) am Telefon unschwer anzumerken, wie sehr ihn der Ausfall des wohl wichtigsten Mannes auf und neben dem Spielfeld getroffen hat. Er verwies darauf, dass Jan Plesner, ebenfalls von Schwaben Augsburg gekommen und nun als Co-Trainer tätig, derzeit auch nicht eingreifen kann; zudem verlängert Benedikt Huber die Liste der Kicker, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Jochen Selig: „Das sind drei, die hätten wir gut gebrauchen können.“ Es war interessant zu hören, wie am Sonntagabend die direkten Konkurrenten in der Bezirksliga Nord auf die Meldung reagierten. Herbert Wiest („Das ist richtig übel“), der Trainer des TSV Aindling, zeigte sich ebenso geschockt wie Markus Berchtenbreiter, der Fußballchef beim FC Affing. Aus ihren Worten sprach hier keinerlei Rivalität mehr, vielmehr waren sie von Solidarität geprägt, als ob es einen wichtigen Mann aus dem eigenen Kader erwischt hätte. Diese Anteilnahme darf man durchaus als eine Form von Fairplay ansehen.

Hollenbach geht sorgenfrei in Winterpause

Wer nun darüber staunt, dass am kommenden Wochenende bereits die Rückrunde startet, der sollte bedenken, dass im 16er-Feld der Bezirksliga in einer Halbsaison nur 15 Spieltage anstehen. Die Aindlinger Fußballer marschierten einige Wochen lang so eindrucksvoll, speziell zu Hause, dass der Absteiger einen Vorstoß in die Spitzenränge ins Auge fassen konnte. Doch nun ist das Team nach zwei Heimniederlagen binnen fünf Tagen vom Erfolgspfad abgekommen. Wird dieser Abwärtstrend nicht bald beendet, erübrigen sich die Diskussionen, ob davon geträumt werden darf, dass man im kommenden Sommer wieder der Landesliga angehören möchte. Der TSV Hollenbach ist wie Aindling noch mit einem Spiel im Rückstand. Im Tal des Krebsbaches kann man durchaus zufrieden sein darüber, wie es in den vergangenen Wochen gelaufen ist. Die Aussage trifft nicht zuletzt auf das jüngste 2:0 gegen Altenmünster zu. Es sieht ganz danach aus, dass die Hollenbacher weitgehend sorgenfrei in die Winterpause gehen können.

Davon sind die Kicker in Adelzhausen noch ein Stück entfernt. Sie nehmen derzeit den Relegationsrang ein, wobei das 3:1 über Nördlingen II – zusammen mit dem 2:0 vor Wochen über Bubesheim – wohl das wertvollste Resultat in der Vorrunde darstellt. Beim FC Affing läuft’s geradezu nach Wunsch. Der Aufsteiger hat sich zum besten Bezirksligisten in unserer Region entwickelt. Worüber man noch mehr staunen darf: Platz zwei liegt keineswegs außer Reichweite. Einen wichtigen Mosaikstein bildet der Torhüter. „Noah Scherer hat mit seinen 19 Jahren sehr cool gehalten“, lobte Markus Berchtenbreiter den jungen Mann, der einen Elfmeter entschärfte. Und Ronny Roth, 33, den zweifachen Torschützen, sollte man ebenfalls herausstellen. Berchtenbreiter: „Man sieht ihm an, dass er Bock hat, für Affing zu spielen.“

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