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Fußball

30.04.2016

TSV Aindling: Bahl kritisiert seine Spieler

Roland Bahl, TSV Aindling
Foto: Reinhold Rummel (Archiv)

Fußball-Landesliga Nach zwei deutlichen Niederlagen findet der Trainer des TSV Aindling ungewohnt deutliche Worte. Gegen Illertissen II kündigt er personelle Änderungen an.

 Wenn der Ärger besonders groß ist, wenn der Hals vor Wut so dick angeschwollen ist, dass sich das Hemd kaum mehr schließen lässt, dann sollte man ein altes Rezept beherzigen: Erst mal drüber schlafen und runter fahren. Roland Bahl, 54, hat das gemacht. Dennoch sagte der Trainer des TSV Aindling auch zwei Tage nach der 0:3-Niederlage in Feuchtwangen: „Normalerweise müsste ich schimpfen ohne Ende.“ Daraus ergibt sich für das letzte Heimspiel dieser Saison am Sonntag um 17 Uhr gegen den FV Illertissen II die eindeutige Forderung: Die Mannschaft muss sich mit einem anderen Gesicht präsentieren.

Sollte dieses Vorhaben scheitern, ist ein weiteres Abrutschen in der Tabelle der Landesliga Südwest vorprogrammiert. Bahl spricht auch mit einigem Abstand von einer indiskutablen Leistung im Frankenland, die hat sich seiner Ansicht bereits im Vorfeld abgezeichnet: „Jeder hat nur vom Bayern-Spiel geredet“, erinnert sich der Trainer.

Dass drei Auftritte binnen acht Tagen speziell für Amateurfußballer eine Belastung darstellen, das steht außer Frage. Doch auf diesen Stress könnte der Gegner ebenso verweisen. Am Sonntag sollten sich die Aindlinger diesen Erklärungsversuch sparen. Illertissen spielte am Donnerstag 1:1 bei Türk SV Augsburg, hat also einen Tag weniger zum Erholen. Darum will Bahl auch gar nicht groß über die Anhäufung der Aufgaben reden: „Das ist eine Einstellungssache. Da zeigt sich der Charakter.“ Und dazu besteht am Sonntag letztmalig in dieser Runde vor eigenem Publikum die Rede.

Zwei Kicker nimmt der Coach, der keineswegs dafür bekannt ist, dass er bei jeder Gelegenheit gleich scharfe Rügen ausspricht, aus von seiner Kritik: „Der Florian Peischl hat sich bemüht, konnte die drei Tore aber auch nicht verhindern.“ Noch gut einer Stunde kam Wolfgang Klar aufs Feld. Bahl stellt dem verletzten Innenverteidiger ein gutes Zeugnis aus: „Der hat versucht, die Mannschaft wach zu rütteln.“

Die personelle Lage präsentiert sich diesmal etwas günstiger als noch am Mittwoch. Matthias Steger gehört ebenso wieder zum Aufgebot wie Daniel Ritzer, beide fehlten zuletzt aus beruflichen Gründen. Bahl deutete am Freitag an, dass er über einige Veränderungen in der Aufstellung nachdenkt. Drehen an Stellschrauben nennt er das. Davon könnten auch Fußballer betroffen sein, die in den vergangenen Wochen zum Stammpersonal zählten. Aber nach zwei Niederlagen innerhalb kurzer Zeit mit 0:5 Toren, nachdem der TSV am vergangenen Sonntag in Egg an der Günz mit 0:2 Treffern ebenfalls leer ausgegangen war, ist es nicht verwunderlich, wenn sich der sportliche Chef über Konsequenzen Gedanken macht.

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