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Bogenschießen

30.08.2018

Thierhauptener zielt nicht genau genug

Johannes Maier aus Thierhaupten wurde bei der Deutschen Meisterschaft in Wiesbaden der Bogenschützen Neunter.
Bild: Stephanie Santl/TSV Natternberg

Johannes Maier wird bei der Deutscher Meisterschaft trotz guter Leistung Neunter.

Während der große Rest des Schützenvereins „Edelweiß“ Thierhaupten bei Festwagenbau und Festumzug im Rahmen der Thierhauptener Festwoche in Aktion war, trat der Top-Bogenschütze Johannes Maier bei den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden an. Dort trafen sich die besten Bogenschützen des Landes, um ihre Meister zu ermitteln. Annähernd 700 Teilnehmer gingen in 3 Disziplinen und 19 Klassen an den Start.

Johannes Maier startet dabei mit dem Olympischen Bogen in der sogenannten „Königsklasse“, also den erwachsenen Herren. Mit seinen 22 Jahren war der Maschinenbaustudent zwar noch einer der Jüngsten im 81 Teilnehmer starken Feld, dennoch gehört er nach vier Jahren im Nationalkader nach aktuellem Ranglistenstand zu den fünf besten Bogenschützen Deutschlands. Entsprechend groß war seine Motivation, nach seiner Teilnahme beim Welt-Cup in Salt Lake City (USA) und dem Titel des Bayerischen Vizemeisters zu zeigen, dass mit ihm auch bei dieser Deutschen Meisterschaft gerechnet werden muss.

Jetzt stehen die nächsten wichtigen Wettkämpfe an

Die Qualifikationsrunde schloss Johannes Maier mit dem dritten Platz ringgleich mit dem Zweitplatzierten Florian Kahllund (Fockbeck) und nur 4 Ringe hinter dem Führenden Max Weckmüller (Vellmar) ab. Mit zweimal 328 Ringen zeigte er hierbei eine sehr solide und konstante Leistung. Dabei schießen die Athleten 2x 36 Schuss auf eine 70 m entfernt stehende Scheibe mit einem Gesamtdurchmesser von 122 cm, die „10“ als Scheibenzentrum hat dabei gerade einmal die Größe eines Bierdeckels. Am Nachmittag standen dann die K.o.-Finals mit dem Achtelfinale an, bei der Maier gleich in der ersten Runde auf seinen Nationalkader-Kollegen Carlo Schmitz aus Duisburg traf. Obwohl er seinen guten Level des Vormittags halten konnte, reichte es leider nicht zum Sieg in diesem Match, da Schmitz nach einer „eher verhaltenen“ Qualifikationsrunde nochmals richtig aufdrehte.

Trotz guter Leistung war mit einem 2:6 für Johannes Maier schon relativ früh das Ende des Wettkampfes gekommen, den er als Neuntplatzierter abschloss. Neuer Deutscher Meister wurde völlig überraschend Dominic Gölz (Dornhan) vor Felix Wieser (Tacherting) und Max Weckmüller (Vellmar). Mit dieser Deutschen Meisterschaft endet nun auch die Freiluft-Saison 2018. Es folgt nun erstmals eine mehrwöchige Schießpause, bevor es ab Anfang Oktober wieder mit der Vorbereitung auf ein langes und hartes Schießjahr 2019 losgeht. Dann stehen mit der Olympia-Quotenplatz-WM in den Niederlanden und den Europa-Spielen in Weißrussland große und wichtige Wettkämpfe an, bei denen Johannes Maier selbstverständlich auch wieder ein gehöriges Wörtchen mitreden will. (sts)

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