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Fußball-Bayernliga

05.02.2020

Trainer-Kandidat Sascha Mölders sagt FC Pipinsried ab

Sascha Mölders (hier nach dem 3:0-Erfolg der Münchner Löwen 2018 beim Pipinsried) wird nicht ins Dachauer Hinterland zurückkehren. Der Ex-Bundesligaspieler wird nicht Spielertrainer beim FCP. Die Trainersuche geht also weiter im Dachauer Hinterland.

Der frühere Bundesligaspieler sagt dem Dorfklub als Spielertrainer ab. FCP-Geschäftsführer Ulrich Bergmann glaubt an einen Verbleib bei den Löwen.

Es wäre ein echter Transferhammer gewesen, doch Ex-Bundesligaprofi Sascha Mölders wird definitiv nicht Spielertrainer beim FC Pipinsried. Das bestätigte FCP-Geschäftsführer Ulrich Bergmann auf Nachfrage. „Wir hatten am Dienstag ein Telefongespräch und Sascha Mölders hat uns abgesagt.“ Bereits vor Weihnachten hatte es ein Treffen zwischen dem Spieler des TSV 1860 München, seiner Frau Yvonne und Bergmann gegeben.

Nachdem vergangene Woche die beiden bisherigen Trainer Fabian Hürzeler und Muriz Salemovic verkündet hatten, im Sommer beim FCP aufzuhören, galt Mölders als erster Kandidat auf deren Nachfolge. Bergmann: „Wir waren eigentlich schon fortgeschritten. Sascha Mölders hatte uns bereits einen Co-Trainer Kandidaten genannt."

Der Fanklub Bibaschria 67ga organisierte zum Auswärtsspiel in landsberg einen Bus. Eine wilde Fahrt mit den Anhängers des FCP. Im Bus.
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Bildergalerie: So bunt ist eine Auswärtsfahrt mit dem FC Pipinsried
Bild: Sebastian Richly

Nach Pipinsried-Absage: Bleibt Mölders bei den Löwen?

"Die plötzliche Absage kam schon überraschend“, sagt Bergmann, der Mölders um eine Woche vertrösten wollte: „Unser neuer Sportlicher Leiter (Tarik Sarisakal) ist erst seit Sonntag im Amt und wollte sich erst einmal ein Bild machen. Deshalb haben wir um Aufschub gebeten.“ Damit war der Profifußballer anscheinend nicht einverstanden: „Das hat ihm wohl gar nicht gepasst. Ich verstehe das, aber man muss auch verstehen, dass sich Tarik erst einmal einen Überblick verschaffen muss. Das ist eine wichtige Entscheidung und die können wir nicht einfach treffen, ohne genau Bescheid zu wissen“, so der 62-Jährige.

Trainer-Kandidat Sascha Mölders sagt FC Pipinsried ab

Bergmann macht allerdings keinen Hehl daraus, dass er sehr gerne mit Mölders in die neue Spielzeit gegangen wäre: „Er ist eine Identifikationsfigur und hätte uns auch für den ein oder anderen Sponsor attraktiv gemacht.“ Sogar eine Doppelfunktion als Trainer und Sportlicher Leiter hätte sich Bergmann für den 34-Jährigen, der in Mering wohnt, vorstellen können. „Warum nicht. Sascha Mölders hat viele Verbindungen und hätte hier sicher seine Kontakte ausspielen können.“

Geburtstagskind Konrad Höß kennt den neuen sportlichen Leiter

Das Kapitel Mölders wird in Pipinsried aber nicht aufgeschlagen. „Ich bin seit 40 Jahren im Geschäft und niemandem böse“, so Bergmann, der zusammen mit Sarisakal möglichst bald einen neuen Trainer finden will. „Wir haben vier bis fünf Kandidaten. Es wird nicht so schnell gehen, wie wir dachten, aber wir wollen das bald festmachen.“ Zumindest was Mölders betrifft, hat Bergmann eine Vorahnung, in welche Richtung es gehen könnte. „Ich habe das Gefühl, dass er bei den Löwen bleibt. Die haben nach den Gerüchten mit uns sicher nochmals auf ihn eingeredet und zum Ausdruck gebracht, dass sie ihn unbedingt haben wollen.“

Derweil starten die Pipinsrieder Fußballer am Freitag mit der Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde. Erstmals dabei ist dann auch der neue Sportliche Leiter, der in den kommenden Wochen auch viele Gespräche mit den Spielern führen wird.“

Immer am Ball: Konrad Höß beim landesliga-Spiel in Rain 2013.
Bild: Appel Peter

Einer, der Tarik Sarisakal bestens kennt, ist der frühere FCP-Präsident Konrad Höß: „ Ich wollte ihn als Spieler mehrmals nach Pipinsried holen. Seine Freistöße waren gefürchtet“, so der langjährige Vereinschef über den Indersdorfer. Höß, der am Donnerstag seinen 79. Geburtstag feiert, verfolgt die aktuellen Geschehnisse beim FCP genau und hat Angst um seinen Verein: „Ich sehe das wirklich kritisch. Der Charakter des Vereins geht mehr und mehr verloren. Der Abgang von Roman Plesche ist ein Verlust, den man kaum ersetzen kann.“ Ob Tarik Sarisakal das auffangen kann? Höß ist skeptisch: „Er hat gute Verbindungen in die unteren Ligen, aber Plesches Kontakte im Bereich Bayern- und Regionalliga hat er nicht.“

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