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Motorsport

18.05.2019

Trotz Sturz: Aichacher Schormair fit für Saisonstart

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War bei den Trainingsrunden im italienischen Misano flott unterwegs: Motorradrennfahrer Markus Schormair. Ein Sturz bremste den 20-Jährigen allerdings aus. Trotz Schmerzen ist er nun beim Saisonauftakt am Lausitzring dabei und hat viel vor.
Bild: ADAC Südbayern

Motorradrennfahrer Markus Schormair will beim ADAC Junior Cups am Lausitzring unter die Top fünf. Warum die Saison für ihn beinahe schon zu Ende gewesen wäre.

Ungewissheit und Schmerzen begleiteten Motorradrennfahrer Markus Schormair auf dem Heimweg von Italien nach Aichach. Grund war ein heftiger Sturz am Abschlusstag des Trainingslehrgangs in Misano, an dem sich die Fahrer des ADAC Junior Cups treffen und ihre Maschinen testen.

Bei Tempo 140 gab das Hinterrad des 20-Jährigen nach. Bei dieser Geschwindigkeit hatte der Aichacher keine Chance und flog über den Lenker ab. „Der Reifen ist mir einfach abgeschmiert. Ich bin zwei Meter in der Luft gestanden.“ Das lag daran, dass Schormair an den beiden Tagen zuvor fast 200 Runden absolviert hatte. „Nach 15 Runden am letzten Trainingstag ist es dann passiert. Mir haben Ellenbogen und vor allem die Ferse Sorgen bereitet.“ Der angehende Maschinenbauer musste die Testfahrten abrupt beenden und kehrte nach Deutschland zurück. Dort dann die erleichternde Diagnose: „Ich habe zum Glück nur Prellungen davongetragen, obwohl ich aufgrund der Schmerzen zunächst von einem Bruch ausgegangen bin.“ Das hätte seinen Ambitionen in der Gesamtwertung einen Dämpfer versetzt. So aber saß Schormair bereits am Wochenende darauf wieder auf seiner Maschine. Diesmal ging es ins tschechische Most. Beim Laufen oder Gehen hat der Aichacher zwar noch Schmerzen, doch fahren bereitet ihm keine Probleme: „Motorradfahren geht einwandfrei. Nur gehen und laufen ist schwierig. Beinmuskulatur kann ich aktuell kaum trainieren“, so Schormair, der für den ADAC Südbayern in seine dritte Saison in der Nachwuchsklasse geht.

Motorradrennfahrer Markus Schormair: Fahren geht, Laufen nicht

Trotz des Sturzes war Schormair mit den Testfahrten in Italien aber sehr zufrieden. „Die Zeiten waren super und wir konnten viel ausprobieren.“ Schormair lag von den gefahrenen Rundenzeiten zwischen Platz drei und sieben des gesamten Fahrerfeldes. „Ich war schon sehr schnell, obwohl ich beim Qualifying eigentlich gar nicht so gut bin. Mir liegt das Rennen mehr. Es war auch gut, weil man endlich wieder im Windschatten fahren konnte und auch Zweikämpfe dabei waren. Das fehlt dir in der Vorbereitung.“ Schormairs Maschine hat übrigens keine bleibenden Schäden davongetragen. „Das waren nur ein paar Ersatzteile, innerhalb von einer Stunde war alles wieder in Ordnung.“

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Der frühere Handballer des TSV Aichach kann es jedenfalls kaum erwarten, bis der Startschuss fällt. „Ich freue mich riesig, dass es endlich wieder losgeht. Ich brenne schon richtig.“ Da kommt es dem 20-Jährigen entgegen, dass die Saison gleich mit einem Doppelstart beginnt.“ Beim Saisonauftakt am Lausitzring an diesem Wochenende stehen gleich zwei Rennen auf dem Programm. Am Freitag absolvierten die Fahrer zwei Freie Trainings. Am heutigen Samstag finden dann Qualifying und Rennen Nummer eins statt. Am Sonntag ist das zweite Rennen. Schormair ist gespannt: Die „Strecke ist für alle unbekannt. Alle Fahrer müssen sich erst auf die Strecke einstellen. Wer sich am besten daran gewöhnt, hat gute Chancen.“ Das hofft auch der Aichacher, der sich ein ambitioniertes Ziel für die Saison gesetzt hat. „Unter die Top Fünf, das wäre super. Es liegt an mir. Ich muss konzentriert sein und die Punkte nach Hause bringen.“ Am besten gleich am ersten Rennwochenende.

Schormair geht in seine dritte Saison in der Nachwuchsklasse und gilt deshalb bereits als erfahrener Fahrer. So kommt ihm in dieser Saison auch innerhalb seines Teams eine neue Rolle zu. Er soll Teamkollege Florian Mansel (Fürstenfeldbruck), der in seine Premierensaison geht an die Hand nehmen: „Wir verstehen uns gut. Er ist neu und braucht noch Hilfe“, so Schormair, der sich an sein erstes Jahr erinnert fühlt: „Damals habe ich nachgefragt, jetzt werde ich gefragt. Ich helfe aber natürlich gerne.“ Im Rennen wird Schormair seinen Teamkollegen aber genauso ungern vorbei lassen, wie die weitere Konkurrenz. Schließlich will der Aichacher möglichst weit vorne landen und sich für höhere Klassen empfehlen.

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