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Fußball-Kreisliga

29.09.2019

Verteidigt Pöttmes im Fernduell die Tabellenspitze?

Nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen ist bislang der TSV Pöttmes um Kapitän Martin Brodowski (rechts im Pokalspiel gegen Friedbergs Kevin Seifert). Der TSV muss nun zum Vizemeister des Vorjahres BC Rinnenthal.
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Nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen ist bislang der TSV Pöttmes um Kapitän Martin Brodowski (rechts im Pokalspiel gegen Friedbergs Kevin Seifert). Der TSV muss nun zum Vizemeister des Vorjahres BC Rinnenthal.
Bild: Sebastian Richly

Der TSV Pöttmes will seine weiße Weste auch in Rinnenthal behalten. Warum Trainer Roman Artes vor dem Gegner warnt und wo der Schuh drückt.

Die Rückkehr in den Liga-Alltag nach einem gewonnenen Spitzenspiel ist eine fußballerische Kunst für sich. Was sich in der Bundesliga beobachten lässt, gilt auch für die Amateurklassen: Top-Teams, die der direkten Konkurrenz einen Schlag verpasst haben, schwächeln im Anschluss daran gerne.

Insofern kann sich Roman Artes, Spielertrainer des TSV Pöttmes in der Kreisliga Ost, glücklich schätzen. Nach dem Sieg im Sechs-Punkte-Spiel gegen Verfolger Aichach bewies seine Mannschaft am vergangenen Wochenende mentale Stärke und gewann auch gegen Schlusslicht Untermaxfeld mit 3:2. Kein überzeugender Erfolg – aber ein Sieg der Moral. „Wir haben zwei Mal einen Rückstand aufgeholt und am Ende gewonnen“, lobt Artes die Leistung seiner Truppe. „Alles andere war Kopfsache und hatte mit dem Spannungsabfall nach dem Aichach-Spiel zu tun.“ Tatsächlich könnte die Untermaxfeld-Partie zu einem Knackpunkt im Saisonverlauf werden. Schließlich ist nun bewiesen, dass die Pöttmeser die feine Klinge zu führen wissen, zur Not aber auch dreckige Siege einfahren können.

Trotz überzeugender Auftritte und der bislang makellosen Bilanz in Liga und Pokal: Vor der Partie beim BC Rinnenthal am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) will Artes nichts vom Rennen um die Meisterschaft wissen, verweist auf den frühen Zeitpunkt: „Ich bin fern davon, einen Zweikampf zwischen uns und Aichach auszurufen. Da kommen noch so viele Dinge auf uns zu, zum Beispiel der Winter und das schlechte Wetter.“ Und auch vor Gegner Rinnenthal warnt der Coach: Auswärtsspiele beim Tabellenneunten seien „brutal schwer“, zudem habe die Mannschaft nach der 1:7-Klatsche gegen Aichach noch immer „Wut im Bauch“. Artes hat den Vorjahreszweiten, der eigentlich auch vor der aktuellen Spielzeit zu den großen Favoriten der Kreisliga Ost gezählt wurde, noch nicht aufgegeben. Angesichts des Rinnenthaler Potenzials ist das verständlich – die Zahlen zeichnen allerdings ein anderes Bild: Pöttmes kommt mit der zweitbesten Offensive zum BCR, der seinerseits eine der durchlässigsten Defensivreihen der Spielklasse hat.

Verteidigt Pöttmes  im Fernduell die Tabellenspitze?

Pöttmes: Das sagt Trainer Roman Artes über seinen Torjäger Simon Fischer

Gute Nachrichten also für Simon Fischer, der für den TSV einen Treffer nach dem anderen erzielt – und Lob vom Coach erhält: „Er ist glücklicherweise verletzungsfrei und beweist aktuell seinen wahnsinnigen Torriecher.“ Fischer habe trotz des Höhenfluges keine „Star-Allüren“, stelle sich immer „in den Dienst der Mannschaft“, der er seine Treffer teilweise auch zu verdanken habe. Genau wie in der Offensive plagen Artes derzeit auch in der Defensive kaum Sorgen, lediglich die Verletzung des nominellen Stammtorhüters Michael Finkert trübt die Laune des Trainers. „Michael hat sich im zweiten Spiel die Schulter ausgekugelt und sitzt seitdem draußen“, sagt Artes. „Wir haben das nicht an die große Glocke gehängt, weil wir nicht wissen, wie lange er ausfällt. Bisher konnte er aber nicht voll ins Training einsteigen.“ Gegen Rinnenthal wird damit Tanay Boysaner zu seinem fünften Saisonspiel kommen. Ob der Neuzugang im Kasten einen ruhigen Arbeitstag verleben wird, hängt wohl auch davon ab, wie fokussiert seine Vorderleute ins Spiel gehen. Geht es nach Coach Artes, ist die Partie gegen den BCR ein Spitzenspiel – mangelnde Konzentration kann als Ausrede also nicht gelten.

Das gilt wohl auch für Verfolger Aichach, obwohl der Tabellenzweite eine deutlich schwierigere Aufgabe, zumindest von der Papierform her, hat. Denn beim TSV Burgheim, aktuell Dritter mit elf Zählern, hängen die Trauben hoch. Seit vier Spielen ist der letztjährige Aufsteiger ungeschlagen. Zuhause holte Burgheim sieben von neun möglichen Punkten.

Großer Jubel beim BC Aichach: Die Paarstädter besiegten im Lokalderby den SC Griesbeckerzell mit 6:0 und befinden sich weiter im Höhenflug. Nur ein Team steht noch besser da als der BCA.
Bild: Sarina Schäffer
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