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17.06.2009

Viel Laufarbeit

Gabriele Ullersberger hat derzeit viel Arbeit. Die Spielleiterin der Kreisliga Ost versucht, für die Fußballer irgendwie einen einigermaßen vertretbaren Spielplan zu entwerfen. Sommerpause bedeutet für sie eher weniger Pause im Sommer. Denn sie hat ein Problem: Selten zuvor tummelten sich so viele Teams in der Kreisliga Ost und in der Kreisliga Augsburg. Von Johannes Graf

Von Johannes Graf

Aichach Gabriele Ullersberger hat derzeit viel Arbeit. Die Spielleiterin der Kreisliga Ost versucht, für die Fußballer irgendwie einen einigermaßen vertretbaren Spielplan zu entwerfen. Sommerpause bedeutet für sie eher weniger Pause im Sommer. Denn sie hat ein Problem: Selten zuvor tummelten sich so viele Teams in der Kreisliga Ost und in der Kreisliga Augsburg. Auf- und Abstiege sorgen dafür, dass jeweils 18 Mannschaften in den beiden Ligen gegeneinander antreten werden.

"Das ist eine schwierige Situation", sagt Ullersberger. Die Liga sei viel zu groß, daran bestehe kein Zweifel. Auf die Fußballer in der Kreisliga Ost kommen schweißtreibende Wochen mit viel Laufarbeit zu. Denn weil die Feiertage ungünstig liegen, fällt auch der 3. Oktober als Sonderspieltag weg. Folge: Vatertag ist Spieltag, mehr Englische Wochen und ein früher Saisonbeginn. So sieht der grobe Plan aus.

Am Wochenende des 1. und 2. August finden die ersten Punktspiele statt, bis zum Nikolauswochenende am 6. Dezember soll erstmals durchgespielt werden. "Ich hätte eigentlich noch früher beginnen wollen, aber das kann man den Vereinen nicht zumuten", erklärt Ullersberger. Verständlich, dass die Spielleiterin so viele Spiele wie möglich vor der Winterpause absolvieren möchte. Jedes Spiel, das ausfällt, würde zusätzliche Ausweichtermine hervorrufen, die eigentlich nicht wirklich zur Verfügung stehen. Eine Woche nach Pfingsten, am 29. Mai, muss die Punktrunde abgeschlossen sein. "Uns ist ein bestimmter Rahmenterminkalender vorgegeben. Wir sind da nicht variabel", erklärt Ullersberger. Man müsse es eben irgendwie schaffen.

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Dieses irgendwie Schaffen sorgt für wenig Begeisterung bei den Vereinen. Sie müssen ihre Vorbereitung auf den früheren Saisonstart umstellen und mit vielen Spielen unter der Woche rechnen. Wolfgang Seitz hegt Zweifel. "Ich weiß nicht, wie das alles funktionieren soll", sagt der Trainer des TSV Pöttmes. Bei seiner Vorbereitung müsse er nun Einschnitte machen. Auch Trainerkollege Thomas Maier vom BC Adelzhausen spricht von einem "amateurunfreundlichen" Spielplan. Die Belastungen für die Fußballer dieser Klasse seien einfach zu hoch, den Sonntag-Mittwoch-Rhythmus seien sie nicht gewohnt. Häufigere Verletzungen könnten die Folge sein, meint Maier.

Man wird es nehmen müssen, wie es kommt - sowohl bei den Vereinen als auch beim Verband. Alternativen: Mangelware. Ullersberger kündigt bereits an, dass es bei der Auf- und Abstiegsregelung zu erheblichen Erweiterungen kommen werde. Möglicherweise steigen vier Mannschaften direkt ab, eine muss Relegation spielen. Auf eine endgültige Entscheidung wartet Ullersberger noch. Am kommenden Wochenende tagt der Bezirksspielausschuss. Der hat beim Spielplan das letzte Wort - und ebenfalls wenig Alternativen. "Kommentar

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