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20.04.2015

Vom Winde verweht

Daniel Paula vom TSV Mühlhausen am Ball. Rechts davon kommt Raphael Pavle angestürmt, der für Gebenhofen-Anwalting das Siegtor schoss.
Bild: Michael Eberle

Beim Derby zwischen Gebenhofen-Anwalting und Mühlhausen sorgt der Wind für lange Bälle, doch nur einer landet im Tor. Der Schiedsrichter bringt beide Teams gegen sich auf.

Sonntagnachmittag, sonniges Wetter, Derbyatmosphäre – alles hätte perfekt sein können im Vorfeld der A-Klasse-Partie zwischen der DJK Gebenhofen-Anwalting und dem TSV Mühlhausen, wäre da nicht der kalte Wind gewesen. Doch während die rund 200 Zuschauer froren, bot sich auf dem Platz ein Spiel mit vielen Diskussionen, dem am Ende eines fehlte: Tore.

Dabei fing die DJK stürmisch an und gab in Person von Daniel Vetter bereits nach acht Minuten einen Warnschuss auf das Tor von Timo Alt ab, den der Schlussmann an die Latte lenkte. Die erste richtige Chance war gleichzeitig auch das letzte Ausrufezeichen für lange Zeit: Ungenauigkeiten, Flüchtigkeitsfehler und der Wind verhinderten bei beiden Mannschaften ein geordnetes Aufbauspiel.

Obwohl der TSV über die gesamte erste Hälfte aggressiver zu Werke ging und entschlossener auftrat, drangen zu wenige Bälle zu Eren Gökhan durch, der sich heute als einzige Spitze gegen die Abwehr der DJK schwertat. Immer wütender liefen die Mühlhausener gegen die Gebenhofener Defensive an, vergaßen dabei jedoch die eigene Abwehr. Und so kam es in der 33. Minute so, wie es kommen musste: Der TSV lief in einen Konter. Thomas Schaich schnappte sich den Ball auf Höhe des Mittelkreises, drehte sich und spielte den Ball in die Spitze. Dort hatte Raphael Pavle Platz und konnte ungehindert einschieben. Vor dem Halbzeitpfiff wurde die DJK dann nur noch bei Standards gefährlich, konnte die Mühlhausener aber kein weiteres Mal überraschen.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte der TSV seine größte Chance: Eine Ecke köpfte Spielertrainer Kurt Schauberger aus kurzer Distanz auf den Gebenhofener Kasten, sein Ball wurde aber von Torhüter Wolfgang Wanner pariert. In der Folge begingen die Teams viele kleine Fouls, von denen einige zu längeren Diskussionen mit Schiedsrichter Willi Schenk führten. Er ließ die Spieler zu häufig zu Wort kommen und sorgte so für unnötige Unterbrechungen. Auch die Zuschauer waren mit der Leistung des Unparteiischen unzufrieden, bereits ab der 60. Minute waren einzelne Pfiffe zu hören.

Genau wie die Gebenhofener in der ersten Hälfte konnten auch die Mühlhausener im zweiten Durchgang den Rückenwind nicht für sich nutzen. So sahen die Zuschauer eine Partie, die zunehmend verflachte. Jede Aktion zog Diskussionen nach sich, sodass die Partie keinen Spielfluss entwickeln konnte. Am Ende rettete die DJK das 1:0 über die Zeit und bleibt im Aufstiegsrennen mit dabei. Die Mühlhausener bleiben nach dieser mauen Leistung im Niemandsland der Tabelle hängen. Trostloser als die Leistung auf dem Platz war am Sonntag höchstens das Loch im Zaun der Gebenhofener Sportanlage. In Sachen Durchschlagskraft können die Teams vom Wind eben noch etwas lernen.

DJK Gebenhofen-Anwalting Wanner, Brucklachner, Piller, Link, Vetter, Pavle, Schaich, Haas, Lang (46. Wolf), Bachmeir (48. Lang), Dauber (61. Zaerle).

TSV Mühlhausen Alt, Ibanez Del Castillo, D. Mate, Schmid (78. G. Mate), Becker, Schauberger, Rohrmeir, Paula, Erber, Weigerstorfer (55. Keil), Eren (81. Kulterer).

Tor 1:0 Pavle (33.) – Zuschauer 200 – Schiedsrichter Willi Schenk (SV Waidhofen).

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