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Fußball

07.03.2018

Wer schafft den Sprung nach oben?

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Lokalderby und Topspiel zugleich. Während Frank Mazur (am Ball) und der SSV Alsmoos-Petersdorf zum Ende der Herbstrunde den Anschluss nach oben verloren haben, stehen Maximilian Lipp (rechts) und der FC Affing auf Rang zwei der Tabelle.

In kaum einer Spielklasse geht es so spannend zu wie in der Kreisliga Ost. Die Aichacher Nachrichten nehmen die sechs Teams aus dem Landkreis-Norden und ihre Neuzugänge unter die Lupe und wagen eine Prognose.

Auch für die Fußballer auf Kreisebene geht es nun in die Frühjahrsrunde. In der Kreisliga Ost ist zumindest der TSV Rehling am Sonntag im Nachholspiel gegen Feldheim gefordert. Die weiteren Teams aus dem Landkreis-Norden steigen erst später ein. Wir nehmen die sechs Mannschaften unter die Lupe im AN-Check und wagen auch eine Prognose.

Drei Teams kämpfen um den Titel

SC Griesbeckerzell (33 Punkte, Platz 1)

Der Überraschungswintermeister sicherte sich dank des besseren Torverhältnisses die Spitzenposition. Prunkstück der Zeller ist wie schon im Vorjahr die Defensive. 18 Gegentore – keine Mannschaft hat weniger. Mit Florian Hering kommt ein talentierter Torwart zurück, der den Konkurrenzkampf anheizt. Die Viererkette ist ohnehin stabil. Gespannt darf man sein, wie der SCG den Abgang von Mittelfeldspieler Julian Bergmair verkraftet. Vorne sorgten bislang Manuel Schweizer und Rimon Shushe für die Tore. Dennoch spielte auch der Primus nicht unbedingt konstant. Zwischendurch gab es nur einen Punkt aus vier Spielen. In der Vorbereitung überzeugte der SCG bisher. Gegen den Kreisligisten SV Hammerschmiede gab es ein 2:0. Auch gegen Meitingen schlug sich das Team von Trainer Metin Bas beim 1:1 wacker.

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Prognose Der SCG hat von den drei Spitzenteams am wenigsten Druck und einen eingespielten Kader. Der ist aber nicht gerade groß – das könnte zum Problem werden. Bleiben die Führungsspieler fit, spielt der SCG bis zum Ende vorne mit. Dann kommt es auf den Endspurt an. Zell spielt gegen Pöttmes und Affing ganz zum Schluss, im vergangenen Jahr wurde das dem Bas-Team zum Verhängnis.

FC Affing (33 Punkte, Platz 2)

Nicht der zweite Platz, sondern die Tatsache, dass der Konkurrent aus Zell über den Affingern steht, wurmt Spielertrainer Tobias Jorsch. Zusammen mit Marc-Abdu Al-Jajeh übernahm er das Kommando am dritten Spieltag von Manfred Kämpf. Sportlich war der FCA bislang die konstanteste Mannschaft. Mit 42 Treffern ist die Offensive die größte Waffe. Zumal sich die Last des Toreschießens auf mehrere Schultern verteilt. Bereits vier Mal testete das Team. Bislang gab es vier Siege. Besonders eindrucksvoll war der 7:4-Erfolg gegen den Westkreisligisten TSG Thannhausen. Das liegt nicht zuletzt an Rückkehrer Haci Ay, der das Flügelspiel beleben soll. Zweiter wichtiger Neuzugang ist Constantin Krebs, der aus dem Ausland zurück ist. Ein Verlust ist dagegen Florian Kronthaler, der in acht Spielen sechs Mal traf. Nach dem Weggang von Rainhold Tinni liegt die Last zwischen den Pfosten fast ausschließlich auf Roman Artes.

Prognose Individuell sind die Affinger stärker besetzt als Zell. Integrieren sich die Neuzugänge schnell, ist in diesem Jahr die Meisterschaft drin. Ganz entscheidend wird der Auftakt gegen Pöttmes am 18. März sein. Allerdings müssen die Affinger in den Spitzenspielen in der Rückrunde da sein. Gegen die Topteams holte der FCA bislang keinen Sieg.

TSV Pöttmes (31 Punkte, Platz 3)

Turbulent wäre noch eine Untertreibung für die Saison der Pöttmeser. Das Trainerduo Brysch/Kinzel ist Geschichte. Im Winter sorgte der TSV mit dem spektakulären Wechsel von Spieltrainer Mariusz Suszko für Aufsehen. Im Schlepptau kamen mit Serge Yohoua, Gheorghe Ganta und Eduard Keil hochkarätige Namen in die Marktgemeinde. Vom Potenzial dürfte spätestens seit der Winterpause kein Weg an den Pöttmesern vorbeiführen. Der katastrophale Saisonstart hing dem TSV lange nach und ist auch für den Zwei-Punkte-Rückstand auf die Spitze verantwortlich. In der Vorbereitung gab es bislang eine ausgeglichene Bilanz, mit einem Achtungserfolg gegen Ehekirchen.

Prognose Schafft es Suszko die Neuen schnell zu integrieren und an die Stabilität aus der Brysch-Zeit anzuknüpfen, könnte schon bald erneut die Tabellenführung wechseln. Kommt der TSV aber wieder nicht aus den Startlöchern oder macht sich bei den erfolgsverwöhnten Stars Frust breit, könnte die Qualität schnell zum Problem werden. Wenn alles normal läuft, kann der Titel nur über Pöttmes gehen. Dafür muss aber die Heimbilanz deutlich besser werden.

Zwei Mannschaften suchen die Konstanz

BC AiMhach (25 Punkte, Platz 5)

Die Paarstädter gehören zu den positiven Überraschungen der Herbstrunde. Trainer Vladimir Manislavic hat aus den vielen Talenten eine Einheit geformt, die an guten Tagen jeden Gegner besiegen kann. Offensiv sind die Aichacher mit ihrem Trio Max Schmuttermair, Marcus Wehren und David Burghart extrem schwer zu stoppen. Das bekam auch schon der FC Affing (6:3) zu spüren. Problem ist der kleine Kader und fehlende Konstanz. Die Unerfahrenheit drückt sich in 35 Gegentoren aus und den unnötigen Niederlagen gegen Teams aus dem Tabellenkeller. Mit Milan Gajic, Dominic Brunner und Johannes Obermair ist der Kader breiter. Außerdem ist Aktivposten David Burghart zurück. In der Vorbereitung gab es bislang drei Pleiten.

Prognose In der Hinrunde musste aufgrund von Personalmangel sogar der Sportliche Leiter Frank Burghart einspringen. Bleiben die Führungsspieler verletzungsfrei, ist dem BCA viel zuzutrauen. Die Top drei sind schon zu weit entfernt, allerdings werden die Aichacher auch 2018 die Topteams ärgern.

SSV Alsmoos-Petersdorf (23 Punkte, Platz 8)

Auch beim Fusionsklub ging es auf und ab. Nach dem sensationellen 6:1-Auftaktsieg gegen Pöttmes musste man erst einmal auf die Euphoriebremse drücken. Schnell kehrte der Alltag wieder ein und mit dem kamen schwankende Leistungen, auch aufgrund von Verletzungen. Prunkstück war erneut die Offensive. Mit 40 Treffern ist nur Affing besser. Ligaspitze ist dagegen einmal mehr Stefan Simonovic, der alleine auf 16 Tore in 14 Spielen kommt. Auch Neuzugang Kajetan Schaffer war mit zehn Treffern sehr erfolgreich. Probleme bereitet dagegen die Defensive. Mit 37 Gegentreffern sind nur zwei Teams in dieser Wertung schlechter. Personell hat sich wenig getan. In der Vorbereitung gab es in vier Spielen drei Siege. Darunter waren auch zwei 7:2-Erfolge.

Prognose Mit dem Abstieg sollte der SSV nichts mehr zu tun haben. Stabilisiert sich die Defensive und treffen Simonovic und Co. weiter am Fließband, ist nach oben noch einiges möglich. Es gilt für das Team von Trainer Frank Mazur, die Balance zu finden. Der Vorteil ist das eingespielte Team aus der Herbstrunde.

Ein Team ist das Sorgenkind

TSV Rehling (18 Punkte, Platz 10)

Nach hinten muss von den Teams aus dem Landkreis-Norden nur der TSV schauen. Nur ein Punkt trennt das Team von Trainer Sebastian Kalkbrenner vom ersten Abstiegsplatz. Kämpferisch zeigten sich die Lechrainer stark, spielerisch lief es nicht immer rund. Hinzu kam viel Pech. Oft waren die Rehlinger die bessere Mannschaft, belohnten sich aber nicht. Was sie drauf haben, zeigten sie gegen die Topteams. Den Zellern rangen sie ein 3:3 ab und gegen Pöttmes gab es vier Punkte. Zwischendurch kamen Verletzungen hinzu und so mancher Spieler war verhindert. Schließlich gab es im Oktober die Trennung von Co-Trainer Dominik Koch. Auch deshalb hat sich der TSV in der Winterpause nochmals verstärkt. Mit Andreas Kratzer und Max Reiser soll mehr Stabilität einkehren. Kalkbrenner will so schnell wie möglich, aus der Gefahrenzone raus. Aufgrund des Nachholspiels am Sonntag begann die Vorbereitung in Oberach besonders früh. Fünf Testspiel hat der TSV absolviert. Zwei hohe Siege, ein Remis und zwei Niederlage stehen zu Buche.

Prognose Startet der TSV gegen die Abstiegskandidaten Feldheim und Untermaxfeld gut und belohnt sich in der Frühjahrsrunde für seine Leistungen, sollte der Abstieg kein Thema sein. Geht der Start aber in die Hose, droht Unruhe am Lechrain. Die Mannschaft ist aber erfahren genug, um mit dieser Drucksituation umzugehen.

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