Fußball

20.07.2019

Wer schießt sich zum Titel?

Bei der Aichacher Stadtmeisterschaft wird es solche Szenen in diesem Jahr nicht geben, denn erstens ist die SG Mauerbach nicht am Start und zweitens wird erstmals auf kleine Tore gespielt.

Bei der Aichacher Stadtmeisterschaft am Samstag ist einiges anders als die Jahre zuvor. Warum ein Turnierfavorit nur schwer auszumachen ist und es auch Kritik am Modus gibt

Neuigkeiten gibt es nicht nur von den Fußballvereinen im Aichacher Stadtgebiet. Auch die alljährliche Stadtmeisterschaft, die am Samstag auf dem Hauptplatz des BC Aichach an der Schrobenhausener Straße stattfindet, bringt in diesem Jahr einige Veränderungen mit sich. So spielen die sechs Mannschaft im Modus Jeder-gegen-Jeden erstmals auf dem Kleinfeld mit je fünf Feldspielern und einem Torhüter gegeneinander. Auch ist der Modus kompakter geworden und es wird nur noch an einem Tag statt wie bisher an zwei Tagen gespielt.

Johannes Ziegler, Zweiter Vorsitzender des ausrichtenden BC Aichach begründet die Entscheidung wie folgt: „Es wird immer schwieriger, die Mannschaften für die Stadtmeisterschaft zu begeistern. Wir probieren deshalb diesen neuen Modus aus. Mal schauen, wie es funktioniert. Darauf haben sich alle teilnehmenden Vereine geeinigt“. Da nur noch an einem Tag gespielt wird, sind viele der Stadtvereine am Sonntag bei Testspielen unterwegs. Das Turnier ist vom zeitlichen Aspekt deutlich verkürzt. Los geht es um 15.30 Uhr, wenn alles nach Plan läuft, erfolgt der Abpfiff des letzten Spiels um 18.45 Uhr. Ziegler: „Schon im Vorjahr ist ein Team am Sonntag gar nicht mehr angetreten. Es wäre schade, wenn so eine Traditionsveranstaltung ausstirbt. Der BC Aichach hätte übrigens ein Großfeldturnier gar nicht ausrichten können.“

Vorfreude ist beim Gastgeber aber trotz der veränderten Bedingungen vorhanden. Der neue Spielertrainer des BC Aichach, Markus Winkler, strebt Platz eins an: „Das ist eine prestigeträchtige Veranstaltung, auch wenn jetzt nur auf dem Kleinfeld gespielt wird. Ich hoffe, die anderen Teams nehmen es auch so ernst wie wir und schicken nicht nur ihre Zweiten Mannschaften“, sagt der Aichacher. Der neue Coach hat sich nach eigener Aussage gut beim BCA eingelebt. „Bislang bin ich sehr positiv überrascht. Wir haben gute Ergebnisse erzielt und das wollen wir bei der Stadtmeisterschaft fortführen“, so der 29-Jährige, der das Turnier aus seiner früheren Zeit beim BC Aichach bestens kennt.

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Neu ist auch der Trainer in Griesbeckerzell. Matthias Kefer gibt seit wenigen Wochen die Kommandos beim SCG. Der 30-Jährige sieht das Turnier mit gemischten Gefühlen. „Ich weiß, wie viel Spaß so ein Turnier machen kann, aber ich hätte lieber auf dem Großfeld agiert. Viel testen kann man da nicht.“ Deshalb geht es Kefer auch nicht unbedingt um den Sieg: „Die Ergebnisse spielen keine Rolle. Hauptsache wir haben Spaß und es verletzt sich keiner.“ Der Spielertrainer erwähnt das nicht ohne Grund, denn der SCG hat in der Vorbereitung schon zwei Spieler auf der Verletztenliste. Christoph Sturm und Neuzugang Florian Kinzel fallen mit Bänderrissen länger aus. Auch Kefer selbst hat sich die Bänder gedehnt und wird deshalb nicht auf dem Platz stehen.

Das gilt auch für die Bezirksligamannschaft des VfL Ecknach, denn der Titelverteidiger tritt nur mit der zweiten Garnitur an. VfL-Sportchef Jochen Selig erklärt: „Wir starten eine Woche später in die Punktrunde. Vom Termin her liegt die Stadtmeisterschaft ungünstig, unabhängig vom Modus.“ Die Ecknacher legen ihren Fokus auf die Generalprobe am Sonntag gegen Rinnenthal. Nicht am Start ist die SG Mauerbach aufgrund einer Hochzeit. So kämpfen in diesem Jahr lediglich sechs Teams um den Titel.

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