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Schießen-Oberbayernliga

28.01.2019

Willprechtszell schlägt Gundelsdorf im Derby

Vertauschte Rollen: Der überragende Wolfgang Fritz (links) und die Almenrauschschützen aus Willprechtszell besiegten Roland Obermaier und die Gundelsdorfer Tagbergschützen, die allerdings stark ersatzgeschwächt in Tüntenhausen antraten. Beim finalen Wettkampf müssen beide Teams in Alberzell ran.
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Vertauschte Rollen: Der überragende Wolfgang Fritz (links) und die Almenrauschschützen aus Willprechtszell besiegten Roland Obermaier und die Gundelsdorfer Tagbergschützen, die allerdings stark ersatzgeschwächt in Tüntenhausen antraten. Beim finalen Wettkampf müssen beide Teams in Alberzell ran.

Die Almenrauschschützen siegen im Prestigeduell gegen ersatzgeschwächte Gundelsdorfer und bleiben im Rennen. Sielenbacher Erich Schallmair ist auf Meisterkurs.

In der Oberbayernliga West sind die Entscheidungen zumindest an einem Ende der Tabelle gefallen. Beim Wettkampf in Tüntenhausen (nahe Freising) waren die drei bestplatzierten Teams der Liga am Start. Nach zwei Niederlagen war dann aber klar, dass die Tagberschützen aus Gundelsdorf in diesem Jahr nicht am Aufstiegsschießen Anfang April in Hochbrück dabei sein werden. Mehr Spannung gibt es dagegen im Abstiegskampf.

Die Almenrauschschützen aus Willprechtszell feierten gegen den Lokalrivalen aus Gundelsdorf einen ganz wichtigen 3:2-Sieg. Zwar gab es gegen den Tabellenzweiten aus Pobenhausen eine 1:4-Klatsche, doch mit 10:14 hat der Aufsteiger am letzten Schießtag am 17. Februar noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. Denn mit Willprechtszell, Alberzell und Prem liegen drei Teams gleich auf. Alle drei treffen zum Abschluss in direkten Duellen aufeinander.

In Tüntenhausen gab es zum Auftakt gleich das Spitzenduell zwischen Prittlbach II und Pobenhausen, den beiden besten Mannschaften. Beide schossen starke 1940 Ringe, nach Punkten jedoch gewannen die Prittlbacher mit 3:2. An deren Position eins zeigte der Ausnahmeschütze Erich Schallmair aus Sielenbach wieder einmal seine Klasse. Der gebürtige Klingener traf mit den ersten 15 Schuss durchwegs in die zehn, am Ende wurden für ihn 395 Ringe gewertet. Claudia Tyroller blieb da mit ihren 390 Ringen chancenlos.

Mit lauter kranken und verletzten Schützen waren die Gundelsdorfer angereist. Die einzige gesunde Schützin im gesamten Kader war Michaela Meier. Im Duell gegen Willprechtszell zeigte die momentane Nummer eins der Gundelsdorfer, Roland Obermaier, vor dem Wettkampf Moral. „Er sagte zu Gottfried Schmid, dem Sportlichen Leiter, „Und heute schieße ich“. Seit Wochen hatte er nicht mehr trainieren können und eine Kortison-Therapie hinter sich. Im direkten Duell gegen Wolfgang Fritz unterlag er 377:382. An Position zwei zeigte Marina Schmid ihre momentan sehr gute Form und gewann gegen Anna Birkmeir mit 379:378 Ringen. Seit Wochen schon bringt Gundelsdorfs Michaela Meier konstante Leistungen und auch an diesem Tag gewann sie gegen Michael Braunmüller mit 380:377. An Position vier schoss für die Gundelsdorfer Andreas Sauer gegen Thomas Braunmüller. Mit 365:376 Ringen hatte der grippegeschwächte Sauer keine Chance. Das Prestigeduell wurde an Position fünf entschieden. Hier schoss der Zeller Schützenmeister und ehemalige Gundelsdorfer Helmut Braunmüller gegen Tobias Vogt. Nach 38 Schuss hieß es 353:351 für Braunmüller, nach 39 Schuss 363:361. Beim letzten und 40. Schuss schoss Braunmüller eine Acht. Vogt hätte eine Zehn benötigt, um ins Stechen zu kommen. Doch zum Entsetzen der Gundelsdorfer schoss er eine Neun.

Gegen Pobenhausen waren die Zeller dann ersatzgeschwächt. Denn Anna Birkmeir, die schon im ersten Wettkampf nur auf den Zehenspitzen stehen konnte, musste aussetzen. So rückte Christian Berger ins Team. Den einzigen Willprechtszeller Punkt holte an eins der überragende Wolfgang Fritz, der gegen Claudia Tyroller mit 391:383 Ringen gewann. Lena-Marie Egle siegte gegen Michael Braunmüller 393: 381, Marius Klöckers gegen Thomas Braunmüller 381:376, Leah Grimm gegen Helmut Braunmüller 387:373 und Hannah Kreil gegen Christian Berger 387:357.

Noch schlimmer erwischte es die Gundelsdorfer, die gegen Prittlbach II sang- und klanglos mit 0:5 untergingen. Gesundheitlich angeschlagen hielten sie jedoch dagegen. Hut ab vor Roland Obermaier, der an eins praktisch ohne Training gegen Erich Schallmair antreten musste und mit 386:394 Ringen den Kürzeren zog. An drei verlor Michaela Meier 381:384 gegen Lea Demmler ebenso wie an vier Lea Schmid mit 377:387 gegen Sandra Resch und an fünf Tobias Vogt mit 371:380 gegen Michael Reiter. Das Duell an Position zwei hatte es aber dafür in sich. Marina Schmid hatte wie Lisa Forstner 379 Ringe erzielt, es ging ins Stechen. Beide schossen zuerst eine Neun, dann wieder eine Neun, dann jeweils eine Zehn. Dann wurde hinter dem Komma gewertet. Forstner schoss eine 10,1 und Schmid eine 9,2.

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