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Handball-Bezirksoberliga

26.11.2017

Zufriedene Gesichter weit und breit

Freude bei Aichachs Trainer Manfred Szierbeck und seinen Spielern nach dem Sieg gegen Spitzenreiter Göggingen. Vor allem in Halbzeit zwei drehen die Paarstädter auf. Auch die Frauen gewinnen ihr erstes Saisonspiel gegen Schleißheim.
Bild: Melanie Nießl

Beim 24:22-Sieg über Spitzenreiter Göggingen drehen die TSV-Männer die Begegnung nach der Pause in beeindruckender Weise. Frauen mit erstem Erfolg.

Der TSV Aichach hat bei den Männern ein Handballteam, das in der Bezirksoberliga höchsten Ansprüchen genügt. Diese Feststellung darf man nach dem 24:22-Heimsieg über den TSV Göggingen durchaus treffen. Es wurde nicht nur der Spitzenreiter bezwungen, vor allem die Reaktion auf den 9:13-Rückstand zur Pause war so recht nach dem Geschmack der mehr als 200 Zuschauer. Sie quittierten den fünften Heimsieg im fünften Auftritt mit Ovationen.

Die waren durchaus angebracht, denn Göggingen erwies sich vor der Pause als ungemein abwehrstark. Die langen Kerle aufseiten der Gäste waren nur selten zu bezwingen. Doch je besser es Stefan Walther im Aichacher Kasten gelang, sich auf deren Würfe einzustellen, kippte die BOL-Begegnung zugunsten der Hausherren, denen nach diesem Coup gegen die Nummer eins noch einiges zuzutrauen ist im Laufe der Saison.

Knapp zwei Minuten waren gespielt, da traf Patrick Schupp den linken Pfosten des Aichacher Tores. Danach blieb der beste Torjäger der Liga am Boden liegen, Philipp Dachser, der ihn gebremst hatte, wurde für zwei Minuten ausgeschlossen. Für Schupp war das Spiel beendet, er hielt sich fortan ein Kühlkissen an seinen Mund. Offensichtlich hat er bei dieser Aktion mindestens einen Zahn eingebüßt. Es darf darüber debattiert werden, wie Göggingen mit Schupp abgeschnitten hätte.

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Einen Vorwurf freilich kann man den Gästen nicht ersparen. In der ersten Viertelstunde nach der Halbzeit sprangen lediglich drei Treffer heraus, entschieden zu wenig für ein Team mit Landesliga-Ambitionen. Damit war der Grundstein gelegt für die erfolgreiche Aufholjagd der Aichacher. Die Gäste versuchten wiederholt, den Ausfall eines bestraften Feldspielers damit zu egalisieren, dass sie den Keeper vom Parkett nahmen. Auch diese Maßnahme schlug fehl.

„Heute haben wir gesehen, wie wichtig der Olli (Huber) für uns ist“, stellte Manfred Szierbeck, der siegreiche Trainer, fest. „In der ersten Halbzeit haben wir nicht den nötigen Druck auf ihre 6:0-Abwehr ausgeübt. Wir haben gewusst, wenn wir sie weiter beschäftigen, dass ihre Kraft nachlässt.“ Dann stellte er die Leistungen von Konstantin Schön und Felix Schilberth heraus und vergaß auch Thomas Bauer nicht, der in der entscheidenden Phase zweimal in Unterzahl zuschlug. Szierbeck fasste zufrieden zusammen: „Ein tolles Gefühl. Ich hoffe, dass die Zuschauer das auch so gesehen haben.“

TSV Aichach Walther, Czok, Leopold, Kügle (2), Dachser (5), Lenz, Braun, Bauer (3), Oliver Huber (2), Breitsameter, Schön (8/3), Euba, Schilberth (3), Christoph Huber (1).

TSV Göggingen Nissen, Weber, Ranz (4), Zanker (1), Thoms, Greving (3), F. Müller, M. Müller (4/1), Schupp, von Petersdorff (4), Kreutz (1), Volmering (5).

Schiedsrichter Kees und Zofka (beide VfL Günzburg) Zuschauer 200 Siebenmeter 4:2 Zeitstrafen 4:4 Rote Karte Ranz (Günzburg/dritte Zeitstrafe/58:12).

Frauen Im zehnten Anlauf gelang den Aichacherinnen der erste Sieg in der Landesliga. Nach einer enorm starken zweiten Halbzeit behielten sie gegen den TSV Schleißheim mit 28:21 die Oberhand.

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