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Fußball-Nachlese

05.11.2018

Zuspruch für den großen Verlierer Adelzhausen

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Ecknacher Jubel nach dem 2:0-Führungstreffer durch Michael Eibel in der Nachspielzeit. Bei diesem Spielstand blieb es, der VfL gewann das Derby gegen den BC Adelzhausen. Für den BCA wird es im Abstiegskampf der Bezirksliga nun immer enger. Zuspruch gibt es allerdings ausgerechnet vom Gegner.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Die Lage im Abstiegskampf hat sich für den BCA weiter verschlechtert. Aindlings Trainer Herbert Wiest hat Winter-Wünsche. Wann wird Daniel Framberger operiert?

Michael Eibel war gerade auf dem Weg zum Duschen. Da schlug der zehnfache Saisontorschütze, der beim 2:0 des VfL Ecknach über den BC Adelzhausen den Endstand hergestellt hatte, einen Haken und sprach kurz mit Peter Eggle, dem Gästetrainer: „Alles Gute, ihr schafft das schon.“ Es war eine nette Geste gegenüber dem unterlegenen Nachbarn, der Zuspruch in diesen Wochen bitter nötig hat.

Der Erhalt der Bezirksliga wird für den BCA um einiges schwieriger zu schaffen sein als gedacht, zumal am Sonntag der SSV Glött mit einem 4:0 über Holzkirchen an ihm vorbeizog. Von einer desolaten Leistung der Gäste zu sprechen, wäre ungerecht. Doch man sollte auch betonen: Sie waren nicht in der Lage, die personell arg gebeutelten Ecknacher in die Knie zu zwingen. Dass man in Adelzhausen schon jetzt auffällig oft den Blick auf den Relegationsplatz richtet, zu dem aktuell zwei Zähler fehlen, das zeigt, wie ernst die Lage an der Autobahn eingeschätzt wird.

Landesliga ist für Aindling vorerst wohl kein Thema

Beachtlich war dagegen, wie der VfL Ecknach den Ausfall von mehreren wichtigen Kräften verkraftete. Daniel Framberger war nach seinem Kreuzbandriss immerhin in der Lage, die Partie von der Bank aus zu verfolgen. „Ich kann mich ganz gut bewegen“, sagt der Spielertrainer; Jan Plesner, sein Assistent, hat sich einen Bänderriss zugezogen und wird erst mal abwarten: „Ich will vor Weihnachten nichts mehr riskieren.“ Bei Framberger verstrichen einige Tage, ehe er genau wusste, was ihm vor gut zwei Wochen in Holzkirchen passiert ist. Er brauchte erst einen MRT-Termin: „Das geht nicht so schnell.“ Und dann musste der 28-Jährige noch warten, bis ihn ein Fachmann genau darüber aufklärte, was ihm zugestoßen ist, wie man nun darauf reagieren könnte und sollte. Framberger: „Ich muss schauen, wann ein guter Termin ist für eine OP. Tut weh, von außen zuzuschauen. Das ist bitter und ärgerlich.“ Ob er nach dem Eingriff auf Reha geht, das hat er noch nicht für sich entschieden. Ähnlich gut wie die Ecknacher stehen der FC Affing und der TSV Hollenbach in der Tabelle da. Von diesen drei Vereinen lässt sich schon jetzt sagen, dass sie sich auf eine ruhige Weihnachtsfeier freuen dürfen. Und wenn es so weiterläuft, kann man bereits in der Winterpause die Weichen für die neue Saison stellen.

Der TSV Aindling schafft es einfach nicht, in diesem Herbst im positiven Sinne auf sich aufmerksam zu machen. Bei der 1:6-Niederlage in Meitingen kassierte der Landesliga-Absteiger bereits zum zweiten Mal in dieser Runde sechs Treffer binnen 90 Minuten. Angesichts der klangvollen Namen im Defensivverbund lässt sich diese Torflut schwer erklären. Jetzt kommt noch eine Sperre für Rotsünder Patrick Modes dazu. Das Wort Landesliga sollte man daher am Lechrain frühestens in der nächsten Runde wieder in den Mund nehmen. Maik Stach will in dieser Woche mit dem Lauftraining anfangen. Einige Tage zuvor sah man Florian Prießnitz mal wieder im Kreis der Mannschaft, es ist angedacht, dass der Mann, der im vergangenen Winter aus Meitingen kam, für einige Wochen aushilft, soweit er als Referendar im Schuldienst dafür Zeit hat. Trainer Herbert Wiest sagt zu dieser Personalie: „Ich bin um jeden froh. Prießnitz ist auf jeden Fall eine Offensivoption.“ Er hat einen Wunsch für die Winterpause: „Wir müssen schauen, dass wir ein bisschen breiter aufgestellt sind.“ Konkret heißt das: „Es ist was geplant.“ In personeller Hinsicht, versteht sich. Der Coach bleibt vorsichtig: „Ich hoffe, dass sich das auch realisieren lässt.“ Im Dezember oder Januar neue Kandidaten zu engagieren, das gestaltet sich in der Regel schwieriger als im Frühjahr oder Sommer.

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