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Handball-Bezirksoberliga

30.12.2019

Zwischen Träumen und Bangen - so stehen die Aichacher Teams aktuell da

So einige Erfolge feierten die Handballerinnen des TSV Aichach um Trainer Martin Fischer (links) in diesem Jahr. Aktuell belegen die Paarstädterinnen Platz eins der Bezirksoberliga und dürfen weiterhin vom Aufstieg in die Landesliga träumen.
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So einige Erfolge feierten die Handballerinnen des TSV Aichach um Trainer Martin Fischer (links) in diesem Jahr. Aktuell belegen die Paarstädterinnen Platz eins der Bezirksoberliga und dürfen weiterhin vom Aufstieg in die Landesliga träumen.

Die Frauen des TSV Aichach können im neuen Jahr in die Landesliga zurückkehren. Den Männern droht dagegen der Absturz in die Bezirksliga.

Sie kämpften jeweils in der Bezirksoberliga um Punkte, die ersten Handball-Mannschaften des TSV Aichach im Bereich der Erwachsenen. Doch das war’s dann auch schon weitgehend mit den Parallelen zwischen den Männern und Frauen, die sich nicht erst in dieser Saison sportlich weit auseinander entwickelt haben.

Spätestens am 14. Dezember hat der Abstiegskampf begonnen. Das 22:22 gegen die SG Gersthofen wirkte ernüchternd. „An Weihnachten wollen wir zehn oder zwölf Punkte haben“, hatte Trainer Manfred Szierbeck angekündigt, als am 23. November der Erfolg über Ichenhausen feststand. In Wirklichkeit aber befinden sich am Jahresende lediglich neun Zähler auf dem Konto. Und dabei wird es wohl vorerst bleiben. „Jetzt haben wir zwei schöne Spiele in Göggingen und Schwabmünchen“, blickte der Coach zuletzt voraus auf die ersten Aufgaben 2020. Der ironische Unterton war unschwer herauszuhören. Denn mit Leistungen wie gegen Gersthofen wird in den beiden Partien nichts zu holen sein, ganz abgesehen davon, dass Aichach bislang in allen Auswärtsspielen leer ausgegangen ist. Somit erscheint es beinahe illusorisch, dass in dieser Spielzeit das Konto noch mal ausgeglichen werden könnte.


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Aichacher Män
Ist nicht gerade optimistisch für 2020: Männer-Trainer Wolfgang Szierbeck,
ner müssen zittern

Es darf also wieder gezittert werden wie bereits in der vergangenen Runde. Findet sich die Mannschaft mit dieser ungeliebten Rolle zurecht oder wird sie damit hadern, weil man insgesamt doch von einem ruhigeren Verlauf und einem Platz im Mittelfeld geträumt hatte? Mit Philipp Dachser hatte sich im Frühjahr ein wichtiger Rückraumakteur verabschiedet. Im Gegenzug kam mit Vinzenz Hartl ein junger Mann aus Friedberg. Dass Thomas Bauer für rund zwei Monate in Urlaub weilt, das wird sich als Handicap erweisen. Denn an guten Tagen ist Bauer für zehn Treffer gut – vom Siebenmeterpunkt und aus dem Feld heraus. Nach wie vor ist ungewiss, wann Stefan Walther seine Verletzung auskuriert hat. Doch auf der Torhüterposition sieht es noch am besten aus. Masin Chikh hat kein Problem, mal 60 Minuten durchzuspielen. Wird sich Martin Freiding auch im neuen Jahr als Ersatzmann zur Verfügung stellen? Auf diese Frage meinte er: „Ich glaube, es ist nicht unrealistisch.“

Handball-Frauen haben gut lachen

Gleich auf das ganze Jahr 2019 blickt Martin Fischer zurück: „Wir haben nur ein Unentschieden und eine Niederlage“, stellt der Trainer des BOL-Spitzenreiters fest und betont: „Da kann man von einem sehr guten Jahr sprechen.“ Es ist erstaunlich, wie die Aichacherinnen immer wieder personelle Engpässe überwinden. Seit Herbst fehlen mit Katja Walther und Johanna Fackler zwei Spielerinnen wegen Kreuzbandrissen, die ohne diese schlimmen Verletzungen zum engeren Kreis des Teams zählen würden. Fischer freut sich nicht allein über das Abschneiden seiner Truppe, er stellt auch die gute Zusammenarbeit mit der Zweiten heraus. Und vergisst darüber nicht, den Teamgeist bei seinen Leuten zu würdigen, der ein wichtiger Grund ist für das Überwintern auf dem Platz an der Sonne. Es ist noch alles möglich in den ersten Wochen des neuen Jahres. Vor nicht allzu langer Zeit schrammte Haunstettens Dritte in Günzburg haarscharf an einem Punktverlust vorbei. Was wiederum zeigt, dass man keinen Schlendrian einziehen lassen darf. Fischer erinnert an die deutschen Frauen, die eine gute WM absolvierten, aber dann zwei Matchbälle vergaben. Sollte es wieder klappen mit der Rückkehr in die Landesliga, dann darf man davon ausgehen, dass das Parkett in der Aichacher Halle einmal mehr zu einer Fläche wird, auf der Tini Wonnenberg, Magdalena Rappel, Marleen Bscheider und Co. übermütig rumtollen werden. Und wenn erneut nur Rang zwei in der Endabrechnung rausspringt? Das wäre auch kein Unglück, denn eine Klasse höher weht ein anderer Wind – das weiß man aus eigener Erfahrung.

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