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Fußball

18.07.2018

Zwölf Neulinge greifen zur Pfeife

Zwölf Schiedsrichter nahmen am Neulingskurs der Gruppe Ostschwaben teil. (hinten von links) Chiara Geißler (Gastteilnehmerin aus Augsburg), Stefan Pletzer, Raul Labor (beide Gerolsbach), Marco Resech (SSV Alsmoos-Petersdorf), Lennart Ehring (SC Griesbeckerzell), Raphael Clauß (FC Tandern), Patrick Daurer (TSV Weilach), Jürgen Bauer (TSV Altomünster), Jonas Krotz (VfL Ecknach), (vorne von links) Adrian Kube (Förderkaderbeauftragter), Tobias Feucht (SC Oberbernbach), August Oberhauser (Medienbeauftragter) Es fehlen Harun Bektas (FC Schrobenhausen) und Erwin Kothmayr (SV Waidhofen).

In Mauerbach bekommen die Anwärter der Schiedsrichtergruppe Ostschwaben das Rüstzeug für den Platz.

Wie schwenke ich die Fahne richtig, wie laufe ich richtig, um das Spielgeschehen möglichst gut im Blick zu haben, und wie zeige ich einem Spieler die Gelbe Karte – mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die zwölf Schiedsrichteranwärter, die auf der Sportanlage der SG Mauerbach den Neulingskurs der Gruppe Ostschwaben besuchten.

Lehrwart Franz-Ludwig Haltmeir lobte die neuen Schiedsrichter: „Es war ein sehr guter Neulingskurs. Das Niveau war sehr hoch und alle haben die Tests problemlos bestanden.“ Neben den Regeltests und der Theorie gab es aber auch praktische Einheiten für die angehenden Unparteiischen. „Das ist sehr wichtig, weil auch bei den Schiedsrichtern ist entscheidend, was auf dem Platz passiert. Theorie ist eben nicht alles“, so der 21-Jährige, der selbst in der Kreisliga pfeift. Auf dem Spielfeld der SG Mauerbach zeigte Förderkaderbeauftragter Adrian Kube den Neulingen zusammen mit dem Medienbeauftragten August Oberhauser, wie man sich als Schiedsrichter auf dem Platz verhält. „Es ist eine andere Belastung. Als Spieler hat man mehr kurze Sprints, während wir oft weite Wege zu laufen haben. Insbesondere wenn es schnell hin und hergeht, wird es extrem anstrengend.“ Auch deshalb wies Kube auf den richtigen Laufweg hin: „Die Diagonale muss eingehalten werden, damit wir auch den besten Blick auf das Geschehen haben.“

Schiedsrichter: Die Laufwege sind wichtig

Ihre Fitness stellten die Anwärter dann bei einem Lauftest unter Beweis. Franz-Ludwig Haltmeir macht sich um die Ausdauer der Neulinge keine Sorgen. „Die sind fast alle noch recht jung. Einige haben Talent und könnten sicher schon bald höher pfeifen.“ Die Neuschiedsrichter sind zwischen 13 und 50 Jahren alt, die meisten zwischen 18 und 30. Haltmeir ist zufrieden mit den Neulingen, obwohl der Kurs lange Zeit auf der Kippe stand. „Wir brauchen mindestens zehn Teilnehmer. Bis vor zwei Wochen waren es gerade einmal vier Zusagen. Dank der Arbeit der Vereine hat es nun doch geklappt.“ Der Neulingskurs kommt auch den Mannschaften entgegen. Denn laut Obmann Anton Großhauser hätten so im August einige Spiele nicht besetzt werden können. „Dann ist Urlaubszeit und wir haben einen Mangel. Die Neuen können die etablierten Schiedsrichter entlasten, gerade was Freundschaftsspiele und Jugendspiele angeht.“

Denn die Neulinge sind bereits heiß auf ihren ersten Einsätze. Am Wochenende leitet Haltmeir ein Freundschaftsspiel. Zwei der Neuen werden ihn dabei als Assistenten an der Linie unterstützen. In rund zwei Wochen sollen die frisch gebackenen Schiedsrichter dann ihre ersten Jugendspiele leiten. Den Neulingen wird jeweils ein erfahrener Betreuer zur Seite gestellt, der Tipps gibt und die Spiele beobachtet. Je nach Talent und Interesse können die Neulinge schnell aufsteigen. Vom letztjährigen Kurs werden zwei Absolventen im Herbst in der Kreisliga Ost pfeifen. Haltmeir ist zuversichtlich, bittet dennoch die Vereine und Zuschauer um Verständnis. „Jeder macht einmal Fehler. Auch Schiedsrichter sind nur Menschen und wir haben im Gegensatz zur Bundesliga keinen Videobeweis.“

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