Der BC Aichach steht zwei Spieltage vor Saisonschluss als Bezirksliga-Relegant fest - und kennt bereits seinen Gegner. Während im Tabellenkeller der BC Adelzhausen seine beinahe epische Sieglos-Serie beendete, brauchen die Sportfreunde Friedberg ein Fußballwunder, um sich noch auf den Relegationsplatz zu retten. Wobei das schon die Dimension vom Übers-Wasser-Laufen erreichen müsste, angesichts der 0:11-Pleite bei Alsmoos-Petersdorf.
- BC Aichach – TSV Rain/Lech II 4:0
Die große Party brach am BCA-Platz nicht aus. Bisschen zamsitzen, gemeinsam essen. Noch gibt es trotz fix gemachter Relegation nicht wirklich etwas zu feiern. Was nicht heißt, dass Spielertrainer Markus Kurzhals nicht vollends zufrieden ist. „Wir wollten heute Deckel drauf machen. So können wir die nächsten Wochen mit unseren Kräften jonglieren.“ Die Prämisse: „Gas raus, aber Spannung aufrecht halten.“ Auch der Gegner steht schon fest. Wie schon in der Relegation 2023 wartet auf den Ballspielclub zunächst der Vizemeister der Kresiliga Augsburg. Damals war es die SpVgg Lagerlechfeld (1:2), dieses Mal wird es Tur Abdin Augsburg sein. Eine Elf, der einige Spieler mit NLZ-Ausbildung und geballter Regionalligaerfahrung angehören wie etwa Erif Akin oder Emre Kurt.
Zu was der BCA im Stande ist, zeigte er gegen Rain II in der ersten Halbzeit. „Hervorragend“, lobt Kurzhals, zur zweiten sagt er: „Nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Doch da stand es bereits 4:0: eine Einzelaktion von Maximilian Schmuttermair, ein Doppelpack von Louis Fischer schön freigespielt, der zweimal satt abzog und ein Treffer von Marcus Wehren. Der Goalgetter verpasste bei einer Doppelchance mit Fischer kurz nach der Pause das 5:0. „Das wäre vielleicht nochmal ein Push gewesen. So ist es dann dahingeplätschert“, sagt Kurzhals. (dali)
- BC Adelzhausen – TSV Inchenhofen 2:0
Große Erleichterung herrschte beim BC Adelzhausen, der nach einer Negativserie von 14 Spielen ohne Sieg (zwei Remis, zwölf Niederlagen) gegen den TSV Inchenhofen endlich mal wieder einen Sieg einfahren durfte. „Das war ein schönes, erlösendes Gefühl für die Jungs, nach so langer Zeit den Platz mal wieder als Sieger zu verlassen“, gesteht Abteilungsleiter Christian Fottner. „Man hat bei allen die Erleichterung gemerkt, dass wir doch noch gewinnen können.“
Schon in der ersten Hälfte war der BCA über weite Strecken überlegen, hatte die besseren Chancen – ließ diese aber zunächst ungenutzt. Es war bereits über eine Stunde gespielt, als das erlösende 1:0 fiel. Marvin Gaag legt im Sechzehner auf den 18-jährigen Debütanten Marlon Wichert quer, der noch zwei Spieler stehen ließ und zur Führung für die Gastgeber traf (69.). In den Schlussminuten war es Gaag selbst, der die Entscheidung besorgte. Nach einem langen Ball war der Angreifer durch und vollendete zum 2:0 (82.). Durch den Sieg beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer nur noch vier Punkte. „Wir wissen jetzt, dass wir auch gewinnen können“, betont Fottner nach dem ersten Dreier seit Oktober. „Nun wollen wir das scheinbar Unmögliche doch möglich machen.“ (jly)
- SC Griesbeckerzell – FC Affing 2:0
Für Florian Baumeister, den Sportlichen Leiter des SC Griesbeckerzell, stand der „Man of the Match“ ohne Zweifel im Tor des Sportclubs. Tobias Hellmann, 45, in seinem mutmaßlich letzten Spiel für die Zeller, „hat überragend mehrere Affinger Möglichkeiten vereitelt“, lobt Baumeister. Und der weiß, wovon er spricht. Schließlich ist er der Stammtorhüter des Tabellenfünften, war allerdings ab der 55. Minute als Feldspieler gefordert. „Wir sind heute auf dem Zahnfleisch dahergekommen“, begründet Baumeister und sieht den Sieg daher als „Sinnbild für unsere Rückrunde: Egal, wie dünn wir aufgestellt sind, alle beißen sich rein.“
Das schlägt sich auch in der Bilanz nieder: 26 Punkte hat der SCG in den elf Spielen nach dem Jahreswechsel geholt, führt die Formtabelle an, ist Zweiter in der Rückrundentabelle und zuhause unbesiegt. Meister Affing habe man hingegen angemerkt, dass die Luft raus ist, findet Baumeister. Beim 1:0 wurde Justin Sandru auf der rechten Seite freigespielt und traf ins lange Eck (21.). Das 2:0 erzielte Spielertrainer Stefan Winterhalter - der ebenfalls in ungewohnter Position spielte. Der Stürmer gab den Innenverteidiger. So ganz konnte er seinen Vorwärtsdrang allerdings nicht bremsen und möglicherweise profitierte er von der positionellen Tarnkappe, als er im Affinger Strafraum aufkreuzte, mit einem angetäuschten Schuss die Verteidigung ins Kino schickte und zum 2:0 einschoss (71.). Auch Affings Torhüter Rainhold Tinni stand noch einmal im Mittelpunkt. Er sah Gelb-Rot, weil er Nicolas Koch außerhalb des Strafraums abräumte (75.). Schon in Durchgang eins war er für ein ähnliches Vergehen verwarnt worden. (dali)
- SSV Alsmoos-Petersdorf – SF Friedberg 11:0
Es war ein Spiel für die Chronik beider Vereine: Für den SSV Alsmoos-Petersdorf war es der höchste Sieg in einem Punktspiel, für die SF Friedberg die höchste Niederlage. Dabei traf es die personell arg gebeutelten Sportfreunde mit aller Wucht, gegen spielfreudige Gastgeber hatten die Friedberger wenig entgegenzusetzen. Die Partei war gerade einmal zehn Minuten alt, da führten die Hausherren bereits 3:0 durch Tore von Fabio la Russa (5.), Luca Manhart (8.) und Matthias Benesch (10.). Danach erlebten die Sportfreunde eine etwas bessere Phase und waren zeitweise gut in der Partie, bekamen jedoch kurz vor der Halbzeit nochmals zwei eingeschenkt: Benesch (40.) und Manhart (42.) erhöhten auf 5:0.
Auch die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte, als erneut Benesch bereits in der 47. Minute das 6:0 gelang. Die Friedberger versuchten in der Folgezeit Schadensbegrenzung zu betreiben, doch das gelang gegen die weiterhin spielstarken Hausherren nicht. Ab der 60. Minute ging das muntere Toreschießen weiter. Zunächst erhöhte la Russa auf 7:0, dann schraubte Luca Reinthaler das Ergebnis mit einem Doppelpack auf 9:0 (68., 78.). Nun wollten die Hausherren das Ergebnis zweistellig gestalten und das gelang ihnen auch mit dem Tor zum 10:0 von Benesch, der zum vierten Mal traf (89.). Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie setzte Vitus Brandmair mit dem 11:0 gegen nicht konkurrenzfähige Gäste (90.+1). (fse)
- DJK Gebenhofen-Anwalting – FC Rennertshofen 2:0
Rein sportlich geht es für die DJK Gebenhofen-Anwalting um nicht mehr viel, der Klassenerhalt ist längst gesichert. Spielertrainer Sebastian Kinzel wird die Saison aber sicher nicht austrudeln lassen, schließlich hat er nach wie vor gute Chancen auf die Torjägerkanone. Beim 2:0-Sieg gegen den FC Rennertshofen war der Angreifer mal wieder zur Stelle: Mit einem Heber aus rund 20 Metern überlistete er den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Robin Gesche (8.) – „ein typisches Kinzel-Tor“, kommentierte DJK-Berichterstatter Siegfried Haas den 22. Saisontreffer des Stürmers. Nur der Pöttmeser Fabian Scharbatke (23 Tore) hat öfter getroffen.
Gegen Mitte der ersten Hälfte hatte Gebenhofen Glück, die Gäste nur den Pfosten trafen (28.). Die wohl entscheidende Szene des Spiels ereignete sich nach etwas mehr als einer Stunde. Nach einem Foul von Stefan Hartl an Pickhard trat der Rennertshofer selbst an, scheiterte allerdings an Daniel Thomalla (61.). Auf der Gegenseite erhöhten die Gastgeber nur sechs Minuten später: Moritz Piller tauchte nach einem Alleingang frei vor Gesche auf und überwand den FC-Schlussmann mit dem Außenrist (67.). Die Schlussminuten musste Gebenhofen nach einer Gelb-Roten Karte für Stefan Jahnel (84.) zu zehnt überstehen, der Sieg geriet allerdings nicht mehr in Gefahr. (jly)
- SF Bachern – SV Klingmoos 1:4
Zuletzt hatte Bachern regelmäßig die Anfangsphase verschlafen. Dieses Mal starteten die stark ersatzgeschwächten Sportfreunde „für unsere Verhältnisse gut ins Spiel“, wie Spielertrainer Oliver Mühlberger zusammenfasst. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, aber keine nennenswerten Chancen. Ein sehenswerter Angriff über rechts endete dann bei Julian Böhm, der ins lange Eck vollendete (33.). Die erste Bacherner Führung seit fünf Spielen. „Wenn man von außen sieht, was wir für einen Aufwand betreiben müssen, um Chancen herauszuspielen, und gleichzeitig dem Gegner die Tore schenken, dann ist das schon zum Verzweifeln“, sagt Mühlberger der angeschlagen draußen blieb, über das, was dann passierte.
André Lorenz passte den Ball Leonardo Lucic in den Fuß, der per Lupfer ausglich (40.). Beim 1:2 durfte Markus Daferner eine Ecke unbedrängt einköpfen (80.). Das 1:3 fiel aus einem eigenen Einwurf (85.), das 1:4 nach einem abermaligen Ballverlust im Spielaufbau (90.). Zweimal traf Lucic. „Es ist sinnbildhaft: Eigentlich 70 Minuten gut mitgespielt, dann wieder Geschenke verteilt“, konstatiert Mühlberger. (dali)
- TSV Pöttmes – SV Echsheim-Reicherstein 4:2
Mit 4:2 gewann der TSV Pöttmes das Derby gegen den SV Echsheim-Reicherstein. Das Spiel begann mit zwei Großchancen für die Gäste, allerdings konnten diese nicht genutzt werden. Nachdem sich Pöttmes danach gefangen hat, war es Jungspund Mario Hiesener, der in der 28. Minute mit einem schönen Weitschuss die 1:0-Führung für die Hausherren erzielte. Kurz danach (32.) erhöhte der agile Spielertrainer Fabian Scharbatke per Elfmeter zum 2:0.
Nach der Halbzeit war es dann der Echsheimer Coach Simon Landes, der auf 1:2 aus Echsheimer Sicht verkürzte. Pöttmes ließ sich jedoch davon nicht beirren und ging durch Maxi Soth in der 60. Minute mit 3:1 in Führung. Nach einem starken Zuspiel von Stefan Klink schob er den Ball am gegnerischen Torhüter vorbei. Nur zwei Minuten später war es wiederum erneut Landes, der auf 2:3 verkürzte. Danach schlug abermals die Stunde von Scharbatke, der in der 66. Minute den 4:2-Endstand herstellte. (fido)
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