Drei, vier Minuten lang habe seine Halbzeitansprache gedauert, erzählt Bacherns Spielertrainer Oliver Mühlberger. Zu dem Auftritt seiner Elf in Durchgang eins des Kreisliga-Nachholspiels gegen den TSV Pöttmes fehlten ihm schlicht die Worte. „Das ist den Fans und dem Verein gegenüber nicht akzeptabel“, vielmehr gab es zum 0:3 nicht zu sagen. Immerhin diese Ansage wirkte. In Abschnitt zwei traf André Lorenz zumindest zum 1:3, das war allerdings auch der Endstand.
Schon beim Aufwärmen am Mittwochabend habe er ein ungutes Gefühl gehabt, verrät Mühlberger. „Es wirkte alles irgendwie lethargisch“, schildert er, warum er bereits vor dem Anpfiff versuchte, seine Elf wachzurütteln. Vergebens. Bereits nach vier Minuten überließ Schlussmann Niklas Köchl dem Pöttmeser Spielertrainer Fabian Scharbatke den Ball, der zum 1:0 ins leere Tor einschob. Die Gäste, im Jahr 2026 noch unbesiegt, zeigten einen engagierten Auftritt und erhöhten: Dennis Kratzat stand in der Freistoßmauer, als ihm der Ball gegen die Hand flog. Auf Hinweis des Linienrichters gab Referee Andreas Herb Elfmeter. Scharbatke verwandelte zum 0:2 (23.). Sein 19. Saisontor.
Danach wirkten die Gastgeber etwas stabiler. Doch eine Ecke von Mersad Fakic köpfte Johannes Brandner noch zum 0:3-Pausenstand ein (44.). „Ich habe seine Gefährlichkeit bei Standards vor dem Spiel angesprochen. Und dann steht er bolzenfrei zwischen zwei Verteidigern“, ärgert sich Mühlberger, den Halbzeit zwei etwas versöhnlicher stimmte. „Mit etwas Glück können wir das 2:3 oder gar das 3:3 machen. Aber Niklas Köchl hat uns bei vier, fünf Pöttmeser Kontern auch im Spiel gehalten“, sagt er. Für Bachern geht es am Sonntag zum FC Gerolsbach, für Pöttmes zum TSV Rain II. (dali)
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