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TSV Hollenbach und TSV Aindling: Unter verschiedenen Vorzeichen ins Allgäu

Fußball - Landesliga

Hollenbach und Aindling: Unter kuriosen Umständen ins Allgäu

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    Einen weiteren Anlauf Richtung Klassenerhalt nehmen nach der herben Pleite gegen Oberweikertshofen Luis Hungbaur und der TSV Hollenbach in Memmingen.
    Einen weiteren Anlauf Richtung Klassenerhalt nehmen nach der herben Pleite gegen Oberweikertshofen Luis Hungbaur und der TSV Hollenbach in Memmingen. Foto: Reinhold Rummel

    Das Restprogramm dieser Landesliga-Saison weist für die Fußballer des TSV Hollenbach und des TSV Aindling noch vier Spieltage auf. Am kommenden ist die Konstellation kurios: Beide Mannschaften reisen ins Allgäu. Aindling kann dabei Schützenhilfe leisten, steht Gegner Niedersonthofen/Martinszell doch nur drei Punkte vor Hollenbach auf einem Relegationsplatz.

    • TSV Hollenbach

    Für Hollenbachs Daniel Zweckbronner gab es in seiner Trainerlaufbahn bereits deutlich angenehmere Tage, als den vergangenen Mittwoch. Die herbe 2:5-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Oberweikertshofen war schmerzhaft. Speziell in Durchgang eins hatte die gesamte Hollenbacher Elf nicht das auf den Platz gebracht, was man sich vorgenommen hatte.

    Zum Abschluss der englischen Woche fährt der TSV nun am Samstag (Anpfiff: 13 Uhr) zur Zweitvertretung des Regionalligisten FC Memmingen.  Die blutjunge Mannschaft (Altersschnitt bei rund 19 Jahren) des Trainers Selcuk Sen hat sich seit der Winterpause deutlich stabilisiert und weist eine ausgeglichene Bilanz (3 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen) im Jahr 2026 aus. Zuletzt ließen die Unterallgäuer mit einem 5:0 in Ehekirchen aufhorchen und zeigten erneut ihre Qualität in Spielen gegen die direkten Konkurrenten um die Nichtabstiegsplätze. Der beste Torschütze Fabian Kroh ist gerade einmal 19 Jahre alt und sticht aus einer der beiden schwächsten Offensive der Liga heraus. Die andere ist die des TSV Hollenbach.

    Letztlich geht es für beide Kontrahenten in den verbleibenden vier Spielen um alles oder nichts. Die Memminger haben hierbei die deutlich bessere Ausgangssituation, befinden sich knapp vor den Relegationsplätzen (14., 29 Punkte). Für die Krebsbachtaler (17., 24) kann eigentlich nur ein Sieg die Hoffnung auf die Relegation oder mehr am Leben halten. „Das gesamte Team wird am Samstag alles reinwerfen, um auf dem Platz die Antwort zu liefern“, verspricht Zweckbronner.

    Bis auf den privat abwesenden Lukas Falk steht Hollenbach der komplette Kader zur Verfügung. Für Spieler und Fans wurde ein Bus für die Fahrt nach Memmingen gechartert, Abfahrt ist um 9.30 Uhr am Sportgelände.

    • TSV Aindling

    Nur noch einmal darf der TSV Aindling in dieser Spielzeit am heimischen Schüsselhauser Kreuz ran. Somit geht die Mannschaft dreimal in den nächsten Wochen auf Reisen. Die weiteste davon führt das Team am Samstag ins Allgäu und zwar 15 Kilometer südlich von Kempten in die Gemeinde Waltenhofen, wo um 14 Uhr die Partie bei der SG Niedersonthofen/Martinszell beginnt.

    „Mit Sicherheit für uns eine unangenehme Aufgabe“, sagt TSV-Trainer Florian Fischer. Der Gegner muss befürchten, dass die Runde für ihn verlängert wird. Derzeit schaut es ganz danach aus, dass die Abstiegsrelegation nicht zu umgehen sein wird. Weil der Aufsteiger natürlich am liebsten auf direktem Weg die Klasse halten will, wird er speziell zu Hause einen Erfolg anstreben und entsprechend engagiert zu Werke gehen. Es könnte ein kleines Handicap darstellen, dass die SG bereits am vergangenen Dienstag im Einsatz war, daheim gegen Pfaffenhofen unterlag man mit 0:2. „Wir wollen dort gewinnen“, ist für Fischer klar, und dann gibt er generell die Richtung für das Finale dieser Runde vor: „Wir wollen schon die nächsten Spiele ordentlich bestreiten.“ Dann dürfte es damit klappen, dass man den Rang in der oberen Hälfte der Tabelle behaupten kann. Der Gäste-Coach weiß aus eigener Erfahrung, dass seine Leute sich diesmal auf einen relativ kleinen Platz einstellen müssen, den die Hausherren unter anderem zu weiten Einwürfen zu nutzen versuchen. Die SG-Truppe dürfte auf ihre Kompaktheit setzen.

    Was im Vorfeld bereits klar erscheint: Florian Fischer muss seine Startelf umbauen. David Burghart fehlt als Urlauber und Noah Menhart aufgrund einer Verletzung. Immerhin meldete sich Kapitän Patrick Stoll am Freitag nach seiner Krankheit zurück. Weiterhin kein Thema ist David Bichlmeier, der zunächst wegen einer Verletzung an einem Knöchel fehlte. Als er dann wieder eingreifen wollte, schmerzte beim Ex-Hollenbach eine Achillessehne, sodass mit seiner Rückkehr aufs Spielfeld in dieser Runde wohl kaum mehr zu rechnen sein wird. Fischer kommentiert den Ausfall so: „Tut uns sehr weh.“

    Besser sieht es nun bei Laurin Völlmerk aus. Der Torjäger sollte wieder Bestandteil des Aindlinger Kaders sein. Dass der TSV im Oktober des letzten Jahres gegen die SG Niedersonthofen/Martinszell einen 4:0-Heimsieg feierte, das lässt nun praktisch keine Rückschlüsse darauf zu, wie die Partie diesmal enden wird.

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