Eigentlich hätte es für Kühbachs Herren in der heimischen Stocksportarena der erhoffte Befreiungsschlag sein sollen, doch daraus wurde nichts. Nach der unerwartet deftigen 2:8-Heimpleite am Samstagnachmittag sind die Chancen auf den Verbleib in der 1. Bundesliga auf ein Minimum gesunken. Zwar besteht bei den beiden noch ausstehenden Spielen gegen Passau und Aham noch eine Minimalchance, um dem Abstieg zu entgehen, doch angesichts der enttäuschenden Heimvorstellung dürfte dies nicht mehr als Wunschdenken sein.
Mit einem Sieg wäre Kühbach an Buchbach vorbeigezogen und hätte damit auch für das Restprogramm die bessere Ausgangsposition gehabt. Doch das Vorhaben stand schon vor Spielbeginn unter keinem guten Stern, zumal mit Fabian Schrittenlocher der treffsichere Allrounder kurzfristig ausfiel. Schon allein deshalb war das ansonsten offensiv ausgerichtete Kühbacher Quintett um Rudi Baumgartner, Daniel Steber, Anton Filgertshofer, Manfred und Herbert Schrittenlocher gezwungen, sich mehr auf die Defensive zu verlagern.
Stockschießen: Bundesligist TSV Kühbach leistet sich zu viele Fehlschüsse
Mit einer erfolgreichen Auftaktkehre vor rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauern schien dieses Konzept in der ersten Partie auch aufzugehen, aber der Schein trog. Nach einer Reihe von Fehlschüssen auf Kühbacher Seite nahmen die Oberbayern immer mehr das Spiel in die Hand und ließen am deutlichen 8:3-Anfangserfolg keine Zweifel aufkommen.
Diese Abfuhr hinterließ in der Folgepartie zweifellos Spuren. So sehr sich Kühbach auch mühte, durch weiterhin leichtfertig vergebene Schüsse fand der TSV nie zu seinem Spiel. Bereits nach drei Kehren lagen die Gäste wieder mit 5:0 in Front. Die Gastgeber verkürzten zwar nochmals auf 3:5, doch eine zählerlose letzte Kehre war dann doch zu wenig.
Die Einwechslung von Anton Filgertshofer brachte nach der Pause frischen Wind in Kühbachs Reihen. Zumindest waren jetzt die Spielanteile ausgeglichen, wenn auch die mangelnde Trefferausbeute weiter ein großes Manko war. 4:4 lautete der Spielstand vor dem letzten Durchgang des dritten Spiels, und Kühbach hoffte auf einen Buchbacher Nachschussfehler. Doch vergebens. Diese spielten ihren Part beim 4:3 souverän herunter, wodurch auch ihr Gesamtsieg schon vorzeitig feststand.
Die vierte Begegnung war ein Spiegelbild der Vorangegangenen. Letztlich behielten die angriffsstarken Gäste mit 5:3 erneut die Oberhand. Einzig in der Abschlusspartie zeigte das Filgertshofer-Team zumindest ansatzweise seine Eisstockqualitäten und verbesserte durch ein 7:4 den Endstand auf 2:8. (aira)
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