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Umstrittene Zuckersteuer: Was halten die Aichacher von der geplanten Abgabe?

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Umfrage: Würden die Aichacher eine Zuckersteuer einführen?

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    Die Regierung plant, zusätzliche Abgaben auf zuckerhaltige Softdrinks zu erheben.
    Die Regierung plant, zusätzliche Abgaben auf zuckerhaltige Softdrinks zu erheben. Foto: Elisa Schu, dpa (Symbolbild)

    Für zuckerhaltige Softdrinks könnten künftig höhere Kosten anfallen. Getränke mit fünf bis acht Gramm Zucker pro 100 Milliliter sollen mit 26 Cent je Liter belastet werden. Liegt der Zuckergehalt darüber, sollen 32 Cent pro Liter fällig werden. Die Abgaben sollen die Unternehmen dazu bringen, den Zuckergehalt ihrer Getränke zu reduzieren. Was halten Passantinnen und Passanten in Aichach von einer Zuckerabgabe? Wir haben uns auf dem Stadtplatz umgehört.

    Willi Golling spricht sich für eine Zuckerabgabe aus.
    Willi Golling spricht sich für eine Zuckerabgabe aus. Foto: Ahmed Keles

    Willi Golling aus Aichach spricht sich für eine Zuckerabgabe aus. Er sieht Zucker als Giftstoff und setzt ihn gleich mit Nikotin und Alkohol. „Auf freiwilliger Basis funktioniert es ja nicht, das hat man bei den Rauchern gesehen. Rauchfrei soll jeder selber entscheiden, aber jetzt hat es sich gut eingependelt“, sagt Golling. Einen Konsumrückgang kann er sich durch den Preis nicht vorstellen. Der Unterschied wäre wahrscheinlich minimal, sagt er. Es könnte aber einen Denkanstoß für die Menschen geben, um weniger Zucker zu konsumieren. Golling ist der Ansicht, man könne Steuerausgaben deutlich sparsamer ausgeben. So wären neue Bauprojekte deutlich günstiger, wenn sie weniger aufwendig geplant und gebaut würden.

    Andi H. spricht sich klar gegen eine Zuckerabgabe aus. Er vertritt die Ansicht: „Die Regierung presst das Volk aus wie Zitronen.“ Der kleinste Teil komme beim Volk an, den Rest steckten sich Politiker in die Tasche. „Die anderen Länder lachen uns aus, weil wir eine Umweltpolitik betreiben, die ein Schweinegeld kostet, und damit unsere Unternehmen schädigen.“ Das Volk zahle schon genug Steuern.

    Zuckerabgabe: Gespaltene Meinungen in Aichach

    Michael Linzenkirchner ist für eine Zuckerabgabe.
    Michael Linzenkirchner ist für eine Zuckerabgabe. Foto: Ahmed Keles

    Michael Linzenkirchner aus Aichach sieht das Thema anders. Er befürwortet eine Zuckerabgabe, da sich die Staatskasse damit fülle. „Zucker ist sowieso ungesund, warum nicht dadurch Steuergelder einholen?“, fragt Linzenkirchner. Besonders bei Jugendlichen wünsche er sich einen geringeren Zuckerkonsum. Er betont besonders die Gefahren von zuckerhaltigen Energydrinks. Das sei nichts für Kinder und Jugendliche.

    Winfried Hafner aus Obergriesbach lehnt eine Zuckerabgabe hingegen ab: „Wir haben sowieso sehr viele Steuern, wieso dann noch mehr?“ Aus seiner Sicht sollte die Politik stärker auf die Bevölkerung achten, besonders angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Er würde sich ernsthafte Entlastung der Bevölkerung wünschen. „Die Steuerersparnis für den Sprit ist ein Witz, weil man sieht es gar nicht“, sagt Hafner. Konkrete Alternativvorschläge nennt er jedoch nicht.

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