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900-Jahr-Feier: Riederau beantragt Unterstützung vom Markt Dießen

Dießen/Riederau

900-Jahr-Feier: Wie hält es Dießen mit Riederau?

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    Die Riederauer erhoffen sich für ihre 900-Jahr-Feier im Sommer auch eine Unterstützung vom Markt Dießen.
    Die Riederauer erhoffen sich für ihre 900-Jahr-Feier im Sommer auch eine Unterstützung vom Markt Dießen. Foto: Christian Rudnik (Archiv)

    Am ersten Wochenende der Sommerferien wird in Dießen groß gefeiert: Anlass ist die Gewährung des Marktrechts vor 700 Jahren durch König Ludwig den Bayern. Dafür macht der Markt Dießen ein Festbudget in Höhe von 150.000 Euro locker. Eine Woche vorher wird aber auch in Riederau gefeiert, denn es ist 900 Jahre her, dass der frühere Weiler zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt wurde. Im Finanzausschuss ging es nun darum, ob und in welcher Weise der Markt Dießen auch die 900-Jahr-Feier finanziell unterstützt.

    Riederau3 nennt sich das vom 23. bis 26. Juli geplante Fest, das nicht nur auf die 900 Jahre, sondern auch auf das 50. Jubiläum des SC Riederau und das 150. Jubiläum der Feuerwehr Bezug nimmt. Die beiden Organisationen haben auch die Federführung bei dem Jubiläumswochenende, das „komplett ehrenamtlich“ durchgeführt werden soll, wie SCR-Vorsitzender Matthias Keller betont. Auch wenn niemand aus dem Dorf dafür Geld bekommt, werde aber ein gewisses finanzielles Risiko eingegangen, sagt er weiter: „Stand jetzt haben rund 50.000 Euro Fixkosten.“ Man plane zwar mit einer „schwarzen Null“ abschließen zu können, so Keller weiter, „wenn es aber vier Tage regnen sollte, dann sollen die Vereine nicht in Schieflage geraten“.

    Allein für die Sicherheit müssen 10.000 Euro ausgegeben werden

    Ein wesentlicher Kostenpunkt sei die Sicherheit: Für Security, Bauzäune und Straßensperrungen zur Absicherung des 1000 Personen fassenden Festzelts auf dem Sportgelände sei mit Ausgaben von 10.000 Euro zu rechnen. Der Zuschussantrag aus Riederau über 5000 Euro beziehe sich auf die Sicherheitskosten, berichtete Bürgermeisterin Sandra Perzul (Dießener Bürger) in der Finanzausschusssitzung.

    Eine Entscheidung darüber wurde nicht getroffen. Die Ausschussmitglieder beauftragten die Verwaltung - auch im Hinblick auf künftige Feste - ein Konzept vorzulegen, wie gemeindliche Unterstützungen gegebenenfalls aussehen könnten. Bea von Liel (Dießener Bürger) warb für eine Unterstützung. „Ich will verhindern, dass sich einfach niemand mehr traut, an solche Jubiläen heranzugehen.“ Man müsse aber vermeiden, dass „Dinge geplant werden, die sich von Haus aus nicht tragen“, warnte Patrik Beausencourt (SPD), der sich jedoch zumindest eine gemeindliche Ausfallbürgschaft für den Schlechtwetterfall vorstellen konnte. Eher zurückhaltend äußerte sich Andreas Kölbl (CSU), der von einer Grundsatzfrage auch für künftige Feste von Vereinen sprach.

    Für ein Fest werden viele ehrenamtliche Helfer benötigt

    Als Vorsitzender des Musikvereins war Kölbl im vergangenen Jahr auch für das Bezirksmusikfest in Dettenschwang verantwortlich, das gemeinsam mit der Feuerwehr gefeiert wurde. „Das ist bei uns ganz gut aufgegangen, da kann man nicht meckern“, sagte er auf Nachfrage unserer Redaktion. Entscheidend sei, dass man viele Personen habe, die ohne Entlohnung mithelfen. In Dettenschwang wurden mehr als 200 Personen für das Fest mobilisiert, die sich unter anderem um die Aufstellung des Zelts und die Bewirtung gekümmert haben.

    Auch in Riederau wird das Fest ohne Festwirt, sondern ehrenamtlich auf die Beine gestellt, erklärt Matthias Keller, weil ein solcher nicht zu finden war. Aktuell seien schon 50 bis 60 Personen dabei. Auch wenn man vieles selbst mache, bleibe aber das Wetter ein Risiko, meint er.

    In Dießen wird es einen Festwirt geben. Dieser wurde beim Neujahrsempfang vorgestellt, ebenso Andreas Huber, Sepp Kaindl und Jürgen Zirch, die mit ihren praktischen Erfahrungen aus vielen Vereins- und Gaufesten die 700-Jahr-Feier unterstützen. Zudem hat der Markt Dießen eine professionelle Event-Managerin aus Utting an der Hand, die auf Stundenbasis die Fest-Praktiker administrativ unterstützen werde, erklärte Bürgermeisterin Perzul auf Nachfrage. Im regulären Rathaus-Personal seien hierfür angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl und der nicht besetzten Geschäftsleiterstelle keine Kapazitäten dafür vorhanden.

    So sieht das Programm für das Jubiläumsfest in Riederau aus

    In Riederau soll vom 23. bis 26. Juli gefeiert werden. Die Festtage beginnen mit dem bayerischen Kabarett „Da Bobbe“ (Karten im Vorverkauf).

    Am Freitag, 24. Juli, können bei einem Dorfquiz Preise gewonnen werden, es gibt eine frühabendliche Kinderdisco, anschließend ist Barbetrieb mit DJ für die Erwachsenen.

    Am Samstag, 25. Juli, stehen Weißwurstfrühschoppen im Festzelt, Familiensporttag am Sportgelände, Seniorennachmittag im Festzelt, Fußball-Legendenspiel auf dem Programm. Abends ist Party mit den Berghirschen (Abendkasse) und danach noch Barbetrieb mit DJ.

    Gottesdienst am See, Festumzug, Mittagessen, Blasmusik, Kinderfußballturnier, Kaffee und Kuchen und ein Italienischer Abend sorgen schließlich für einen ausgefüllten Sonntag, 26. Juli.

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