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Ammersee
09.06.2021

Die Polizei warnt vor Taschendieben am Ammersee

Gelegenheit macht Diebe. Auch in Corona-Zeiten sind sie aktiv und richten großen Schaden an.

In der Urlaubszeit haben auch am Ammersee Taschendiebe Hochsaison. Diese Tipps hat die Polizei zum Schutz vor Diebstahl und Betrug parat.

Taschendiebe lassen sich von den Abstandsregeln aufgrund der Corona-Pandemie auch am Ammersee nicht abschrecken. Unbeaufsichtigte Taschen oder Rucksäcke in Fahrradkörben, auf Picknickdecken und Parkbänken - beispielsweise in den Seeanlagen in Dießen, Utting oder Schondorf - sind für die Langfinger oftmals leichte Beute. Dabei haben sie es nicht nur auf Bargeld, sondern auch auf Zahlungskarten abgesehen, informiert die Polizei.

Sie und der Verein „Sperr-Notruf 116116“ geben Tipps, wie man sich vor Diebstahl und Betrug schützen kann.

Diebe haben es nicht nur auf Bargeld abgesehen

Polizeidirektor Joachim Schneider, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes erklärt: „Trotz der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie hat die Polizei im letzten Jahr über 85000 Fälle des Diebstahls von unbaren Zahlungsmitteln registriert. Dabei entstand ein Schaden von über 30 Millionen Euro. Auch aktuell nutzen Taschendiebe jede Unaufmerksamkeit oder Ablenkung, um blitzschnell zuzugreifen. Es geht ihnen nicht nur um Bargeld, auch Zahlungskarten sind eine begehrte Beute.“

Denn Diebe von Zahlungskarten können damit beispielsweise mit einer gefälschten Unterschrift im Handel an der Kasse bezahlen oder die kontaktlose Bezahlfunktion der Karte nutzen.

Sofort alle Karten sperren lassen

Wer den Verlust seiner Zahlungskarten bemerkt, sollte umgehend die folgenden Schritte beachten und handeln: Veranlassen Sie die sofortige Sperrung aller Karten. Über den Sperr-Notruf 116 116 ist das für alle Girokarten und die meisten Kreditkarten möglich. Zeigen Sie einen Diebstahl auch bei der Polizei an. Diese kann zusätzlich die Sperrung des elektronischen Lastschriftverfahrens per Unterschrift (SEPA-Lastschriften) veranlassen.

In der Urlaubszeit haben Taschendiebe Hochsaison. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann.
Foto: Ralf Lienert (Symbol)

Prüfen Sie sorgfältig Ihre Kontobewegungen und reklamieren Sie unberechtigte Abbuchungen bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Der Sperr-Notruf 116 116 ist aus Deutschland kostenfrei. Sollte der Sperr-Notruf in seltenen Fällen aus dem Ausland nicht geroutet werden können, gibt es alternativ die Rufnummer +49 (0) 30 4050 4050. Die Gebühren für Anrufe aus dem Ausland sind abhängig vom ausländischen Anbieter/Netzbetreiber.

Nur so viel Geld wie möglich mit sich führen

„Mein persönlicher Tipp: Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit wie nötig und laden Sie sich vorab die Sperr-App 116 116 herunter. In dieser können Sie die Daten Ihrer Zahlungskarten speichern und Girokarten direkt sperren“, rät Margit Schneider, Vorstandsvorsitzende des Vereins Sperr-Notrufs 116 116. (ak)

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