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Ammersee
25.11.2021

Paten für die neuen Bäume im Dießener Schacky-Park gesucht

Die Mannschaft ist fertig. Die neue Pflanzung steht. Jetzt muss nur noch der Wildzaun gezogen werden um die kleinen Setzlinge vor dem Verbiss durch das Wild zu schützen.
Foto: Förderkreis Schacky-Park

Der Förderkreis Dießener Schacky-Park pflanzt Eichen, Hainbuchen, Weißtannen und Vogelkirschen. Für diese Zukunftsbäume werden Baumpaten gesucht.

Die ersten Erkundungen des Förderkreises zum Teehaus endeten im Dickicht. Der Wald hatte den südlichen Teil des Parks überwuchert, der 80 Jahre zur Waldwirtschaft genutzt worden ist. In den Hungerjahren des letzten Jahrhunderts stand das Überleben im Vordergrund. Denkmalschutz? Parkgestaltung? Damals völlig unbekannte Begriffe. Die Not bestimmte alles Handeln. Heute gibt es eine andereSicht auf die historische Parkgestaltung und schon seit 15 Jahren können wieder die Parkstrukturen aufgebaut werden.

Wie soll der wilde Wald im Süden wieder Park werden? Dazu hat der Förderkreis hat einen Fachmann bestellt. Der Forstwissenschaftlicher Reinhard Mößmer als Planer erstellte vor fünf Jahren ein Parkpflegewerk, sozusagen eine Art Gebrauchsanweisung für die nächsten 100 Jahre und – Mößmer begab sich auf Schatzsuche. Seine Schätze fand er im Bestand der alten Bäume: 100-jährige Eichen, hochgewachsene Nussbäume und gesunde alte Kirschbäume wiesen ihm den Weg. Sie gaben ihm Hinweise, wie dieser Teil des Parks ursprünglich gedacht war. Aber wie nutzt man die alten grünen Zeitzeugen für die heutige Planung?

Gebrauchsanweisung für die nächsten 100 Jahre

Mößmer, der schon für den Nymphenburger Park in der bayerischen Landeshauptstadt die zukünftige Parkgestaltung übernommen hatte, muss im Dießener Schacky-Park die vorhandenen Pflanzen, Bodenverhältnisse und andere standortgebunden Gegebenheiten berücksichtigen. Zudem müsse wegen des Klimawandels der Baumbestand langfristig geplant werden.

Dr. Reinhard Mößmer beim Planen des Waldumbaus.
Foto: Förderkreis Schacky-Park

Und was bedeutet dies für die Aktiven des Förderkreises? Vor allem Tempo. Denn auch der Borkenkäfer hat sich in der Ammerseeregion ausgebreitet. Jede befallene Fichte muss binnen kürzester Zeit gefällt und aus dem Bestand genommen werden, damit die Schädlinge nicht gesunde Bäume befallen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernimmt hier die Kontrolle, fördert, aber fordert auch eine neue Aufforstung.

Ehrenamtlich helfen beim Waldumbau

So kommt es zu einer Zusammenarbeit zwischen Planung, Förderung und der aktiven Umsetzung dieser großen Aufgabe. Die Aktiven des Förderkreises engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich für den weitreichenden Waldumbau. Fällen, Fräsen, Mulchen, Pflanzen – alles im jahreszeitlichen Rhythmus. Eine große Aufgabe.

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Rupert Huger, der den Schacky-Park schon seit seiner Jugend kennt, ist als Manager und Macher der praktischen Arbeit die treibende Kraft und fachkundig fast täglich vor Ort.

Vom wilden Wald zum Park: Blick zum Teehaus im Dießener Schacky-Park.
Foto: Förderkreis Schacky-Park

Eichen, Weißtannen, Hainbuchen und Vogelkirschen werden derzeit gepflanzt. Sie gelten als Zukunftsbäume für den Park. Jeder, der sich für die Bäume im Park einsetzten möchte, kann Pate werden. Der Förderkreis freut sich über jeden Anruf dazu unter der Telefonnummer 08807/948372. Bei der nächsten Führung geht es mit Forstwissenschaftler Mößmer durch die neuen Pflanzungen, bei einem „Heißen Schacky“ im Teehaus können dann mit allen Teilnehmenden diese Themen diskutiert werden.

Die nächste Wanderung zum Thema "Neugestaltung und Pflanzung" findet am Samstag, 11. Dezember, von 14 bis 16 Uhr statt. Treffpunkt ist am Eingang Süd in der Vogelherdstraße in Dießen. (ak)

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