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Dießen
22.07.2021

Warum die große Weide in den Dießener Seeanlagen nicht mehr steht

Nur noch ein Stumpf markiert an der Mühlbachmündung, wo die gefällte Weide stand.
Foto: Markt Dießen

In den Dießener Seeanlagen fehlt ein stattlicher Baum an einer besonderen Stelle. Jetzt war deutlich geworden, wie es um seinen Zustand bestellt war.

Eine große Weide ist am Donnerstag an der Mühlbachmündung in den Dießener Seeanlagen gefällt worden. Aktuell finden dort seit drei Monaten die Umbaumaßnahmen der südlichen Ufermauern statt. Im Zuge dieser Mauersanierung wurde festgestellt, dass sich die rund 25 Meter hohe Weide in einem schlechten Zustand befindet, informierte Bürgermeisterin Sandra Perzul. In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde der Baum durch einen Sachverständigen begutachtet. Dieser habe bereits von außen den schlechten Zustand und einen Pilzbefall diagnostiziert.

Der Stamm der gefällten Weide war bereits ziemlich morsch.
Foto: Markt Dießen

Die Standsicherheit sowie die Verkehrssicherheit seien im Hinblick auf die Ufersanierung bei diesem alten, vorgeschädigten Baum nicht mehr gegeben gewesen, und bei Sturm habe die Gefahr bestanden, dass der Baum in Richtung der noch vorhandenen Wurzeln, also Richtung Seeanlagen umstürzen könnte. Im Vorfeld der daraufhin beschlossenen Fällung sei auch geprüft worden, ob im Baum Vögel brüten oder Fledermäuse leben. Die Fällung nahm mehrere Stunden in Anspruch, während derer die Weide von der Krone bis zum Stamm Stück für Stück abgesägt wurde. Die Äste und der Stamm wurden anschließend mittels Kran auf die Norduferseite gehoben und abtransportiert.

Das Innere des Stamms war bereits porös

Bei der Fällung sei der Schaden des Baumes noch deutlicher geworden: Der Stamm war mit einer Ameisenkolonie und einem Pilz durchzogen, porös und teils hohl. „Auch wenn es auf den ersten Blick wehtut, die Weide, die prägend für die Seeanlagen war, fällen zu müssen, gehen Menschenleben hier vor. Wir haben an Augsburg gesehen, wie schnell etwas passieren kann, das musste vermieden werden. An den Baumbildern sieht man, dass es die richtige Entscheidung war. Im Zuge des Seeanlagenumbaus soll eine Ersatzpflanzung erfolgen“, erklärte die Bürgermeisterin. (lt)

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