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Serie
13.06.2021

Lichtkünstlerin aus Dießen setzt auf analoges Handwerk

Vanessa Hafenbrädl projizierte vor Kurzem Einblicke in die Dießener Huber-Häuser auf deren Fassade.
Foto: Lorenz Leitner/Vanessa Hafenbrädl

Künstler am See: Vanessa Hafenbrädl macht Lichtkunst und bereichert damit die Kulturszene am Ammersee. Und sie setzt sich für ein Kulturzentrum in Dießen ein.

Seit 2015 lebt die freischaffende Lichtkünstlerin Vanessa Hafenbrädl in Dießen – wo sie auch familiäre Wurzeln hat – und bereichert mit ihrer Arbeit die Kulturszene am Ammersee. Schon kurz nach ihrer Ankunft stellte sie sich während der Dießener Musiknacht mit einer Projektion auf die Fassade des Gasthofs Unterbräu vor. Aktuell arbeitet die weit gereiste Künstlerin mit dem Schondorfer Fotografen Yorck Dertinger und der Münchner Schauspielerin Lisa Stiegler an einer Videoperformance, mit der im Herbst das Schondorfer Bahnhofsgebäude bespielt werden soll. „Es geht um Eigen- und Fremdwahrnehmung“, erklärt sie. Zuvor wird sie zur Eröffnung der Ausstellung „Transformationen“ im Kloster Schlehdorf die Verwandlung der dortigen Schwesternkapelle mit einer Videoprojektion unter dem Titel „Mise en abyme – Der Spiegel im Spiegel“ darstellen.

Ein neues Kulturzentrum für Dießen

Möglicherweise liegt das Geheimnis für den auch internationalen Erfolg der Videokünstlerin in der organischen Anmutung ihrer Werke: „Obwohl ich digital arbeite, versuche ich, umwerfende Effekte durch analoges Handwerk zu erzielen und nicht durch Animation. Meine Bilder erzeuge ich nie ausschließlich am Computer, sondern ich habe es immer mit Menschen oder Materialien zu tun.“ Eine Herzensangelegenheit der 41-Jährigen ist derzeit das Projekt „Freie Kunstanstalt Dießen“. Gemeinsam mit anderen Künstlern gehört sie zu den Gründungsmitgliedern des gleichnamigen Vereins. Vor Kurzem projizierte Vanessa Hafenbrädl Einblicke in die Huber-Häuser auf deren morbide Fassaden an der Johannisstraße – allerdings wegen Corona weitgehend ohne Publikum. Der Verein Freie Kunstanstalt Dießen möchte in der ehemaligen Druckerei, die seit Jahrzehnten weitgehend leer steht, mit viel Engagement und Eigenleistung ein Kulturzentrum etablieren.

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